Im letzten Jahr gehörten die beiden gar zur ersten Mannschaft der „Kröpeliner Eisbären“, die im 6. Fanturnier der Rostocker Piranhas von zehn Mannschaften den 1. Platz errangen und so den Wanderpokal in Empfang nehmen konnten, den sie dieses Jahr — am 3. April in Rostock — verteidigen wollen. Deshalb kommen sie gemeinsam mit Thomas und Franz Batke, Andreas Wendt und anderen Kröpelinern seit Monaten montags und freitags jeweils für drei Stunden in den Konzertgarten West. Hier flitzen die Männer dem Puck hinterher oder spielen die schwarze Kunststoffscheibe ins Tor der Trainings-Gegner aus Kühlungsborn und Rerik.
Franz Batke aus Hanshagen würde auch noch über den Dorfteich jagen, doch der Schnee ist diesmal auf dem Eis gefroren und verhindert dieses Spiel. Der 14-Jährige lernt im Schulzentrum Kühlungsborn und gehört, wie Tino Schweizer, zur C-Jugend des Kröpeliner Fußballs. Beide spielen dort im Mittelfeld. „Drei Stunden hier durchpowern, ist auch für die Fußballer förderlich“, sagt Franz‘ Vater, der den Sohn mit zu den „Eisbären“ brachte. „Das sind insgesamt fast 20 Leute. Von zehn Jahren bis locker um die 50 geht unser Altersspektrum“, heißt es. Den Fan-Pokal holten im Vorjahr neben Batkes, Schweizers und Andreas Wendt auch Steffen Frehse, Christoph Rossow sowie Volker Wuttig. Die zweite Mannschaft der Kröpeliner Eisbären errang Platz 9. Dazu gehörten Ralf Danehl, Lukas Klein, Roland Klein, Dirk Klockow, Niklas Klockow, Daniel Kords, Bernd Schweizer, Daniel Steffen und Ralf Zitterbart. In diesem Jahr kommt neben den Fan-Teams der Piranhas aus MV auch wieder eine Fan-Abordnung der „Harzer Wölfe Braunlage“mit einem Torwart, der mal aktiv gespielt hat: „Der legt sich in das kleine Tor, da hast du keine Chance!“. Zugesagt haben für Rostock auch erstmals Fan-Spieler von „Timmendorfer Strand“. Bis zum Turnier wollen die Kröpeliner Eisbären noch eifrig trainieren. Ein Armbruch war bislang zu beklagen. „Wir haben vor dem 3. April noch zwei Freundschaftsspiele. Am kommenden Freitag soll hier im Ostseebad ja die Eislauf-Zelt-Saison zuendegehen“, sagt Thomas Batke.
Die Kühlungsbornerin Heidrun Reichardt, die gerade mit ihrer Familie vorbeikommt, staunt, dass hier auch Eishockey-Spiele stattfinden. „Sie wissen ja, wie das ist: Wenn was da ist, geht man nicht so oft hin. Meine Tochter wollte heute Nachmittag sogar Schlittschuhlaufen — aber sie ist es wieder nicht. Sie feierte heute ihren 28. Geburtstag!“
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