Ulf Schlüter (18) absolviert nach dem Sommer ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Ghana. „Habe mich beworben, will die andere Welt kennenlernen. In Westafrika herrscht Bürgerkrieg, leiden Kinder unter den Verhältnissen. Denen will ich beistehen.“ Marko Stevanovic und Dominik Lukas Schubert sind Kumpels. Neun Monate Zivildienst am Südstadtklinikum, WG in der KTV, um Geld zu sparen, danach studieren, erzählen die 18-Jährigen. „Vielleicht in Greifswald, da gibt‘s Bio-Mathematik, meine Richtung“, erwähnt der Ziesendorfer Marko. Dominik Lukas zieht es eher in die juristische Ecke. „Mal sehen, ob‘s klappt.“ Schritt für Schritt laufen, heißt es für andere. Laura Eckloff (19) aus Gersdorf will erst mal für die Abiturprüfungen büffeln. Mathe, Bio, das müsse sein. „Ich brauche einen guten Schnitt, will mich sofort bewerben.“ Muss nicht Rostock sein, vielleicht Berlin. Aber das Ziel steht: Grundschullehrerin oder Sozialpädagogin.
Auch Florian Schulze zieht es in die Pädagogik. „Mathe und Physik auf Lehramt für die Oberstufe“, sagt der Wischuerer. Er würde gern die Uni in Rostock besuchen. „Habe meine Freunde in der Nähe, Familie, das Zuhause“, nennt er als Beweggründe. Berlin oder Hamburg als Studienstädte wären aber auch okay.
Für andere spielt die finanzielle Seite eine Rolle, wissen viele der 60 Lehrer am FFG. Unis in MV erheben noch keine Studiengebühren. Neben der Liebe zur Küste ein Motiv. Oberstufenkoordinator Erhard Lemke freute sich gestern, dass alle Abiturienten zu den Prüfungen zugelassen sind. Das gibt‘s nicht immer. „Ein sehr engagierter Jahrgang.“ Englisch, Deutsch, Mathe stehen Montag, Dienstag, Mittwoch auf dem Prüfungsplan. Für Direktor Roland Levetzow ist es inzwischen der 19. Abi-Jahrgang. Niemals Routine, immer aufregend, etwas traurig, wegen des Abschiednehmens. Aber: „So ist das Leben. Ich wünsche allen viel Glück.“
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