Emden/Fredericia/Lubmin (dpa/mv) - Der dänische Energiekonzern Dong Energy lässt seine umstrittenen Pläne für ein Kohlekraftwerk im ostfriesischen Emden fallen, hält aber an seinem Vorhaben zum Bau eines 1600-Megawatt-Kraftwerks in Lubmin (Ostvorpommern) weiter fest. «Wir rechnen im Laufe des Jahres 2010 mit einer Genehmigung», sagte Projektleiter Peter Gedbjerg am Montag.
Die Absage der Pläne für Emden habe keine Auswirkungen auf das Lubminer Projekt. Als Hauptgrund für den Rückzug aus Emden nannte das Unternehmen die Wirtschafts- und Finanzkrise.
Angesichts sinkender Nachfrage und fallender Preise bei der Energieerzeugung wolle der Konzern seine Kapitalstruktur straffen, Investitionen zurückfahren und erneuerbare Energien ausbauen, sagte ein Dong-Sprecher.
Die Bürgerinitiative „Saubere Luft Ostfriesland“ begrüßte die Entscheidung und bezeichnete dies als einen „Riesenerfolg“. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) sprach von einem Sieg für den Klimaschutz.
Der geplante Bau des 1600-Megawatt-Kohlekraftwerks an der Emsmündung war in der Region auf große Ablehnung gestoßen. Im Mai hatten mehrere 1000 Menschen gegen das Projekt protestiert. Die Bürgerinitiative sammelte 11 000 Unterschriften.




