Greifswald (dpa/OZ) - Zwei Polizisten sind in Greifswald mit Molotowcocktails angegriffen worden. Zwei dunkel bekleidete und vermummte Täter hätten am Sonntagabend drei Brandsätze auf einen Streifenwagen geworfen, teilte die Polizei am Montag in Anklam mit.
Die Täter verfehlten ihr Ziel. Zwei der drei Brandsätze zerschellten auf der Straße und brannten dort aus. Der dritte Brandsatz konnte sichergestellt werden. Die beiden 40 und 52 Jahre alten Beamten im Wagen blieben unverletzt.
Nach Angaben der Polizei wurde die Funkstreife bewusst zum Tatort in ein Plattenbaugebiet gelockt. Kurz zuvor sei bei der Polizei ein anonymer Notruf eingegangen, demzufolge dort eine Frau belästigt werde. Daraufhin waren die Beamten losgefahren.
Die Spurensicherung untersuchte den Tatort. Polizisten befragten Anwohner. Nach Informationen von OSTSEE-ZEITUNG.DE konzentrieren sich die Ermittlungen auf einen Wohnblock in der Nähe des Tatorts.
Als Molotowcocktail werden einfache Wurfbrandsätze bezeichnet, wie sie bei Aufständen, Krawallen, Straßenschlachten oder in Guerillakriegen zur Verübung von Anschlägen verwendet werden. Die Bezeichnung, die vom Namen Wjatscheslaw Molotows, des ehemaligen sowjetischen Regierungschef und Außenminister Stalins abgeleitet wurde, rührt aus der Verwendung während des Zweiten Weltkriegs als Waffe gegen Panzer her.
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