
Bei Panini Comics achtet man genau darauf, was die Leser wollen. Abgeschlossene Mini-Serien werden in Sammelbände gepackt, anstatt die Geduld der Käufer mit Einzelheften zu strapazieren. So auch der vorliegende Band „Broken Trinity“. Er enthält ein neues Crossover der drei bestimmenden übernatürlichen Kräfte des Top-Cow-Universums, nämlich Witchblade, Angelus und Darkness. Aufhänger des von Ron Marz und Phil Hester routiniert entwickelten Plots ist das fragile Gleichgewicht der Kräfte, das durch das Auftauchen zweier weiterer Artefakte gestört wird. Viel spannender ist aber, wie sich „Broken Trinity“ in die Chronologie der Hauptserien „Witchblade“ und „Darkness“ (seit letztem Jahr ebenfalls bei Panini) einfügt. Die Charaktere haben sich entwickelt. Detective Sara Pezzini hat nicht nur einen Teil der Witchblade abgegeben müssen, sondern mittlerweile auch ein Kind bekommen. Dessen Rabenvater, Mafia-Pate Jackie Estacado, ist gerade aus Mittelamerika zurück und muss in seiner Bande einiges in Ordnung bringen. Jenseits allen Superhelden-Pathos und Action-Szenen stellt Marz gereifte Helden vor, die neben ihrer speziellen Kraft ein „richtiges“ Leben haben und dafür Verantwortung tragen müssen. Top Cow scheint erwachsen geworden zu sein. M. KLAMP
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