Das passte ja thematisch ganz gut zum Frauentag: „Die Mädchen-Gang“ (RTL 2, 8. März, 20.15 Uhr) ist wieder mal eines von diesen verfilmten Sozialprojekten. Hmm, wirklich eine Mädchen-Gang?
Eigentlich weckt der Sendungstitel ganz falsche Erwartungshaltungen. Da werden nicht Girls außer Rand und Band gezeigt, das ist ja lediglich die Ausgangsposition der ganze Chose. Der Weg ist die sanfte, nur von ein paar Fernsehkameras und mehreren hunderttausend Zuschauern begleitete Umerziehung. Und das heimliche Ziel des TV-Mädchenpensionats ist dann wohl sowas wie das brave Girl, das unwidersprochen solche Doku-Soaps bei RTL 2 schaut.
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Es ist wirklich ein Glück, dass es die Oscar-Verleihung gibt. Sie füllte auch in diesem Jahr im deutschen Fernsehen ungefähr 500 Stunden Programm in der Vor-, Haupt- und Nachberichterstattung. Dabei greifen alle Anbieter nur auf dasselbe Material aus der Zeremonie zurück. Diese Preisverleihung sichert weltweit zahlreiche Arbeitsplätze in der Film-, Mode- und Klatschbranche. So auch in „Stars & Stories: Das Oscar-Spezial“ (Sat.1, 8. März, 22.25 Uhr), wo unter anderem die bekannte Society-Expertin Sibylle Weischenberg zum aktuellen Thema referierte. Was man auch alles über den Umweg Frisuren und Kleider in das Oscar-Thema hineindeuten kann! Ein recht unkünstlerischer Vorgang, aber im Grunde wie im Sport: Im Nachhinein wird noch einmal alles durchanalysiert, was wenige Stunden vorher noch unvorstellbar schien. Dabei sind die harten Fakten längst bekannt, es ist nur noch so ein lahmes Nachwaschen.
T. CZARKOWSKI
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