
„Ein paar Vollidioten ist es gelungen, den über Jahre aufgebauten guten Ruf des FC St. Pauli zu erschüttern“, sagte Präsident Corny Littmann am Montag auf der Mitgliederversammlung des Kiezklubs. Der Imageschaden durch die Ausschreitungen im St. Pauli-Fanblock im brisanten Duell bei Hansa sei immens und in seiner Reichweite noch gar nicht abzusehen, sagte Littmann.
Im Spiel des FC St. Pauli in Rostock warfen Fans nach dem ersten Führungstreffer Leucht- und Knallkörper in den benachbarten Block der Hansafans. Dabei erlitt eine Ordnerin ein Knalltrauma erlitten. Ein weiterer Ordner wurde bei einem ähnlichen Vorfall am Bein verletzt. Die Partie war für drei Minuten unterbrochen worden.
Zugleich forderte der St. Pauli-Boss die Vereinsführung von Hansa auf, den Rostocker Anhängern, „die die Unruhen mit ihren widerwärtigen Geschmacklosigkeiten provoziert haben“, mit einem Stadionverbot zu belegen: „Die Dinge, die dort vorgefallen sind, haben in keinem Fußballstadion etwas zu suchen“, sagte Littmann.
Während der Partie gegen Cottbus waren aus dem gegnerischen Fan-Block mehrere Gegenstände Richtung St. Pauli-Profi Charles Takyi geworfen worden, als dieser einen Eckball ausführen wollte. Später waren in einer Spielunterbrechung aus dem gleichen Block drei Raketen und mehrere Knallkörper abgefeuert worden, was zu einer starken Rauchentwicklung und einer dreiminütigen Spielunterbrechung führte. Energie Cottbus war wegen dieser Vorfälle bereits zu einer Geldstrafe in Höhe von 15 000 Euro verurteilt worden.
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