„Wir wollen die rassistischen Sprüche der NPD vor der Kommunal- und Europawahl nicht mehr hinnehmen. In unserer Landesverfassung steht klar, dass Volksverhetzung verboten ist“, sagte Borchardt. Auf den entfernten Plakaten der rechtsextremen Partei standen die Slogans „Arbeit statt Einwanderung“ und „Touristen willkommen - Asylbetrüger raus“. Die SAV-Parlamentarierin Christine Lehnert, die beide Poster unter lautem Beifall von den Masten gelöst hatte, rechtfertigte die Tat: „Vielleicht haben wir heute ein Gesetz gebrochen. Aber die politische Aussage ist wichtiger.“ Nach Auskunft eines Polizeibeamten ist das Entfernen von Wahlplakaten nicht notwendigerweise strafbar, solange sie nach dem Abhängen nicht zerstört oder gestohlen werden.
Ein Vertreter der Rostocker Stadtverwaltung kritisierte hingegen, die Veranstaltung hätte wegen ihres „politischen Charakters“ angemeldet werden müssen: „Das hier war geplant, das hatte keinerlei Spontaneität mehr.“ Die Polizei schritt jedoch nicht ein, sondern beobachtete die Teilnehmer. Nach etwa 20 Minuten war die Aktion beendet. Zu den Organisatoren gehörte unter anderem der Koordinator der Proteste gegen den G8-Gipfel im Juni 2007, Monty Schädel.



