Zunächst jedoch überwiegt die Freude über den Erwerb der knapp 16 mal 20 Zentimeter großen Zeichnung. Besonders bei den Feininger-Enthusiasten um Martin Bartels, Martin Meenke und Karl-Heinz Schröder, die nicht müde wurden, Landrätin Dr. Barbara Syrbe und der Sparkassenstiftung, die für den Erwerb 25 000 Euro spendiert hatte, zu danken. „Das ist heute ein Fest für uns“ sagte Bartels, der später den interessierten Gästen das Bild noch einmal am Ort seines Entstehens zeigte.
Dr. Birte Frenssen, Vize-Chefin des Pommerschen Landesmuseums, wo die Grafik nun im Depot konserviert wird, versprach, das „gute Stück“ punktuell immer mal wieder für Benz heraus zu holen. Ansonsten müsse es nun mal sorgsam behütet werden, um es lange und in guter Qualität zu erhalten.Sie sprach von einem wunderbaren Blatt, das intim und fragil sei und verdeutliche, dass Feininger — wie übrigens auch Caspar David Friedrich — ein „Erinnerungsjunkie“ gewesen sei. Schließlich hätten die vielen kleinen, auf Blöcken, Briefumschlägen und Zigarilloschachteln angefertigten Skizzen stets genaue Angaben zum Entstehungsdatum. Erst viel später seien daraus Bilder voller Sehnsucht geworden. Der Kirche Benz habe er sich „mit verzweifelter Liebe“ genähert.







