Zur Abkühlung nahm Gitarrist Thomas Stolle einen kräftigen Schluck aus seiner Wasserflasche und warf diese dann als Fan-Andenken in die Menge. „So eine Flasche bekommt man aber nicht einfach so, dafür muss man auch etwas tun“, feixte Stefanie Kloß, warf sich kurzerhand auf die Hände der Fans und ließ sich via Stage-Diving zum Fänger der Flasche tragen, um sich „davon zu überzeugen, dass der auch wirklich durstig war“.
Hoch romantisch und gefühlvoll ging es zu, als die vier Musiker völlig überraschend hinter dem Publikum auftauchten und unplugged die Ballade „Symphonie“ anstimmten. Silberfarbene Halbmond-Luftballons erfüllten den Himmel, während sich viele Fans in den Armen lagen. Auch der kräftige Sommerregen tat der Stimmung keinerlei Abbruch. Erst nach drei Zugaben ließen die Usedom Rock Besucher die sympathische junge Band schweren Herzens gehen.
„Silbermond sind toll“, jubelte Aileen Siegmeier (12) aus Kröslin, die sich am Mittwoch extra ein Fan-T-Shirt gekauft hatte. Hanna Chrobak (19) aus Münster hatte ihr Ticket schon seit einem halben Jahr und zählte ungeduldig die Tage bis zum Konzert: „Ein Glück, das Publikum war textsicher, sonst hätte ich alleine singen müssten“, scherzte der Rockmusik-Fan.
„Band und Publikum waren während des Konzerts eins“, meinte Silvana Schmidt (27) aus Berlin, die die natürliche Art der Musiker schätzt. „Die Texte sind toll, die kann man auf seine verschiedenen Lebensphasen beziehen“, sagte Ina Füllgrabe (33) aus Hamburg. „So ein Open Air Festival ist klasse und passt perfekt zu Usedom“, fand Jacqueline Hoeltke (31) aus Berlin, die Usedom Rock vor allem als ein tolles Event für Urlauber betrachtete.
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