Schwerin/Stralsund (dpa/mv) - Der Skandal um die verrotteten Steinzeit-Einbäume aus Stralsund hat keine strafrechtlichen Folgen für den früheren obersten Landesdenkmalpfleger Friedrich Lüth. Die Staatsanwaltschaft Schwerin hat ein Ermittlungsverfahren gegen leitende Mitarbeiter des ehemaligen Amtes für Bodendenkmalpflege und des Landesamtes für Kultur- und Denkmalpflege eingestellt.
Als Grund für die Einstellung nannte die Behörde am Montag die Verjährung der möglichen Straftat nach drei Jahren. Diese Bewertung fuße auch auf dem Schlussbericht der unabhängigen Expertengruppe zu den Hintergründen des Umgangs mit wertvollem Kulturgut, hieß es weiter.
Im Frühjahr war bekannt geworden, dass die bis zu 7000 Jahre alten Einbäume wegen unsachgemäßer Lagerung in Schwerin regelrecht zerbröselt waren. Archäologen hatten die drei Einbäume 2002 in Stralsund entdeckt. Sie galten als archäologische Sensation und waren nach der Bergung zur Konservierung nach Schwerin gebracht worden.
Die Staatsanwaltschaft hatte im März dieses Jahres Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen, nachdem ein Nachfahre des Troja-Entdeckers Heinrich Schliemann Strafanzeige gestellt hatte.
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