Darüber hinaus verbuchte das Festival um Intendant Thomas Hummel die höchste Besucherzahl seiner 16-jährigen Geschichte. 12 450 Gäste wollten den musikalischen Schwerpunkt „Preußens Glanz — eine musikalische Spurensuche“ erleben — die Veranstalter konnten sich über eine Auslastung von 95 Prozent freuen.
Dabei ist die Idee des Festivals, den Ostseeraum kulturell zu vereinen, nicht nur programmatische Basis der dreiwöchigen Klassik-Reihe im September/Oktober, sondern wurde schon 2008 mit dem Baltic Youth Philharmonic vertieft. Gemeinsam mit der Nord Stream AG gründete das Usedomer Musikfestival ein Jugendsinfonieorchester, das sich aus talentierten Studenten aller zehn mit der Ostsee verbundenen Staaten zusammensetzt.
Unter der Leitung von Gründungsdirigent Kristjan Järvi gab das Orchester sieben Konzerte in sechs Ländern und zeichnete dabei für drei Festivaleröffnungen verantwortlich. Im Juli traten die jungen Musiker zudem in Finnland, Litauen und Dänemark auf.
Doch nicht nur auf musikalischer Ebene konnte die Insel punkten — im März erlebten die Usedomer Literaturtage ihre erfolgreiche Premiere. Literarische Größen wie Andreas Kossert, Kazimierz Brakoniecki, Artur Daniel Liskowacki sowie Joachim Kaiser, Kritiker und Mitglied der Gruppe 47, sorgten für großes Publikumsinteresse. Das Sommerkonzert komplettiert die kulturellen Aktivitäten der Veranstalter des Usedomer Musikfestivals, das vom Förderverein Usedomer Musikfestival e.V. getragen wird.
An der Finanzierung des Musikfestivals waren neben dem NDR zahlreiche Förderer und Sponsoren beteiligt. Neben Bundes- und Landesregierung, dem Landkreis Ostvorpommern, den Ämtern Usedom-Nord und Usedom-Süd, den Städten Wolgast und Swinemünde sowie den Gemeinden der Insel Usedom war auch in diesem Jahr die aus rund 80 Förderern der Region bestehende Unternehmensinitiative für das Usedomer Musikfestival mit im Boot.



















