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Neun neue Steuerberater für MV

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Christina Klingbeil ist eine der jungen Steuerberaterinnen, die am 3. Februar in Rostock aus den Händen von Kammerpräsident Dr. Holger Stein ihre Bestellungsurkunde erhielten.
Christina Klingbeil ist eine der jungen Steuerberaterinnen, die am 3. Februar in Rostock aus den Händen von Kammerpräsident Dr. Holger Stein ihre Bestellungsurkunde erhielten. Quelle: Anette Pröber
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Rostock

Kammerpräsident Dr. Holger Stein gratulierte den neuen Berufskollegen, die coronabedingt bei zwei aufeinander folgenden Veranstaltungen die Übergabe der Urkunden erlebten. Freude und Erleichterung bestimmten die kleinen Runden. „Das vergangene Jahr wird unvergessen bleiben. Niemand konnte im Frühjahr 2020 wissen, ob es überhaupt Steuerberater-Prüfungen geben wird“, blickte Steuerberater Stein zurück. Zum Glück sei vieles möglich geworden: virtuelle Schulungen, schriftliche Prüfungen in der Rostocker Messehalle und eine mündliche Prüfung unter Einhaltung von Abstandsregelungen.

Steuerberater als Anker und Seelsorger

„Wir sind bundesweit die erste Kammer, die ihre Bestellungen vornimmt und das zeitlich wie immer – zu Beginn des Jahres“, erklärte der Präsident. Natürlich hätte es die Kammer gefreut, wenn die Zahl der Prüflinge größer gewesen wäre. Der Berufsnachwuchs sei im Land weiter stark gefragt, gerade in Zeiten wie diesen. In vielen Kanzleien arbeiteten die Mitarbeiter bereits an der Grenze der Belastbarkeit. Steuerberater seien maßgeblich an der Umsetzung der Hilfs- und Förderprogramme für die Unternehmen des Landes beteiligt. „Wir leisten in der Corona-Krise existenzielle Arbeit. Steuerberater sind verlässliche Anker, oft aber auch Seelsorger.“

Optimistisch in die Zukunft blicken

Wer unter Corona-Bedingungen eine der schwersten Berufszulassungsprüfungen besteht, könne optimistisch in seine Zukunft schauen, meinte Kammerpräsident Dr. Holger Stein. Er freute sich zudem, dass die Ausbildung von den Kanzleien in Mecklenburg-Vorpommern tatkräftig unterstützt wird. Alle neuen Berufskollegen waren für die Vorbereitung auf die Prüfungen freigestellt worden.

Freude auf neue Aufgaben

„Das Jahr war alles in allem sehr anstrengend. Ich war im ersten Lockdown mit meinem achtjährigen Sohn zu Hause, musste ihm die Lehrerin ersetzen und zugleich selbst lernen“, sagte Katharina Dettmann (36) aus Penzlin, die bislang als Steuerfachwirtin in Neubrandenburg tätig war. Jetzt darf sie sich Steuerberaterin nennen und freut sich bereits auf ihre neuen beratenden Aufgaben in der Kanzlei. Glücklich nahm auch Christina Klingbeil ihre Urkunde aus den Händen von Dr. Holger Stein entgegen. Die 29-Jährige ist nunmehr eines der jüngsten Kammermitglieder. 891 Mitglieder zählt die zweitkleinste Kammer Deutschlands, darunter 763 natürliche Personen. Christina Klingbeil, die von der Insel Rügen stammt, arbeitete nach ihrem Studium in mehreren Kanzleien des Landes. Bei ihrem Arbeitgeber in Rostock wird sie künftig vor allem Start-ups betreuen. Die Verantwortung für die jungen Mandanten reize sie sehr, so die junge Steuerberaterin.

Mehr auf www.stbkammer-mv.de

Von Anette Pröber