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Mecklenburg Achtzigerjahre-Hitmaschine: Orchestral Manoeuvres in the Dark in Rostock
Mecklenburg Achtzigerjahre-Hitmaschine: Orchestral Manoeuvres in the Dark in Rostock
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10:43 26.11.2019
Bunt und poppig ging es am Montagabend in der Rostocker Stadthalle zu, es gastierte die Band Orchestral Manoeuvres in the Dark vor 2800 Fans. Im Vordergrund Sänger und Bassist Andy McCluskey . Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

2800 Gäste hatten sich eingefunden, als am Montagabend Orchestral Manoeuvres in the Dark in der Stadthalle Rostock gastierte. Es war der erste Auftritt der Gruppe in Rostock. Das OMD, so die gebräuchliche Band-Abkürzung, gehört zu den britischen Achtzigerjahre-Ikonen. Die Gruppe um Andy McCluskey (Gesang, Bass) und Paul Humphreys (Keyboards, Gesang) hatte in jenem Jahrzehnt ihre größte Zeit, wie sich auch beim Konzert in Rostock erweisen sollte, denn viele der gespielten Songs stammten aus der Ära. Für das Konzert der aktuellen Tour hatten sich Andy McCluskey und Paul Humphreys um Martin Cooper (Keyboards, Saxophon) und Stuart Kershaw (Schlagzeug) verstärkt.

Eine Hitmaschine aus den Achtzigern

In dieser Formation spielten die Musiker auch in Rostock viele ihrer Hits. Es ist ein Phänomen, das man bei vielen Achtzigerjahrebands im Nachhinein feststellen kann: Sie waren richtige Hitmaschinen, auch wenn der Bandname vielleicht nicht bei jedem haften geblieben ist. So auch das OMD, zu deren großen Erfolgen zweifellos „Maid of Orleans“, „Locomotion“ und auch „Electricity“ gehören.

Vor 40 Jahren erschien die erste OMD-Single

Diese Titel und noch viele mehr spielten die Musiker am Montagabend in Rostock, das Best-of-Programm reichte für fast zwei Stunden Konzert. Und auch einen Geburtstag konnte das OMD begehen: Vor 40 Jahren ist ihre erste Single erschienen – das war „Electricity“. Also kamen Titel aus der langen Bandkarriere zu Gehör, das immer noch ein wichtiges Element in sich tragen, das bis zum heutigen Tage nicht verschwunden ist, die Tanzbarkeit nämlich. So ist das bei fast allen Synthiepop-Bands jener Ära, denn das OMD reiht sich ein in die Synthiepop-Phalanx von Ultravox, Yazoo, Human League oder Depeche Mode sowieso. Tanzbarkeit? Ja, die funktioniert immer noch, die OMD-Musiker sind jetzt zwar um die Sechzig, das Publikum ein bisschen jünger. Aber die Beweglichkeit ist nicht verschwunden.

Ein feiner Achtzigerjahre-Nostalgie-Abend

Die Produktivität von Orchestral Manoeuvres in the Dark hat zwar ein bisschen nachgelassen, ist aber nicht versiegt. Vor zwei Jahren hatte die Band ihre bislang letzte CD veröffentlicht, so wurde die OMD-Karriere bis in die Gegenwart hinein verlängert. Genug Material also, um daraus einen feinen Nostalgie-Abend zu machen. Auch in Rostock klappte das: Andy McCluskey und Paul Humphreys hauchten mit ihren Musikern den alten Songs neues Leben ein. Auch live und im Sound blieben sie auf der Höhe der Zeit, wenn sie „So in Love“, „Dreaming“ oder „Tesla Girls“ spielten.

Die Lieder der eigenen Jugend

Natürlich war das OMD-Konzert für viele der Gekommenen auch eine Nostalgie-Veranstaltung, denn wie so oft waren viele Besucher in das Konzert gegangen, um die Hits der Jugendzeit zu hören. Die Euphorie wurde auch körperlich ausgedrückt: Das Publikum im Saal blieb fast das ganze Konzert über vor seinen Stühlen stehen, um den Synthie-Pop zu feiern. Nicht nur OMD-Sänger Andy McCluskey war am Ende begeistert – und auch ein bisschen gerührt.

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Von Thorsten Czarkowski

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