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Bad Doberan 15 Wahlvorschläge für Stadtvertretung in Bad Doberan
Mecklenburg Bad Doberan 15 Wahlvorschläge für Stadtvertretung in Bad Doberan
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06:01 13.03.2019
Der Ratssaal in Bad Doberan vor der Stadtvertreterversammlung. Wer wird nach der Kommunalwahl 2019 hier sitzen? 13 Parteien und Gruppen sowie zwei Einzelbewerber stellen sich zur Wahl. Quelle: Anja Levien
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Bad Doberan

Noch nie hat es so viele Bewerber für die Stadtvertretung in Bad Doberan gegeben wie zur Wahl in diesem Jahr. 15 Wahlvorschläge mit 93 Kandidaten sind laut Wahlleiter Michael Zöllkau eingegangen. Bis Dienstag 16 Uhr konnten Bewerbungen abgegeben werden. Drei Parteien, zehn Wählervereinigungen und zwei Einzelbewerber wollen über Vorhaben und Entwicklung der Stadt entscheiden. Ob die 27 Frauen und 66 Männer zugelassen werden, entscheidet sich am Montag 18. März. Dann tagt um 18 Uhr der Wahlausschuss.

Neu gegründet hat sich die Wählergemeinschaft Jugend-Umwelt-Sport. Bekanntes Gesicht dabei ist Stadtvertreter Andreas Jahncke, der bisher für Handwerk & Gewerbe plus in der Stadtvertretung saß. Jetzt möchte er mit neuen Personen, neue Impulse setzen, sagt er. Hauptthema der sieben Männer und Frauen: Jugend, Umwelt, Sport.

Auch Karin Schwede hat der Wählergemeinschaft Handwerk & Gewerbe plus den Rücken gekehrt. Mit sechs Kandidaten stellt die Stadtvertreterin die Liste „Bürger für Bürger“. „Wir wollen uns neu aufstellen und Schwung reinbringen, das Soziale aufgreifen und Bad Doberan beleben“, sagt sie.

Umweltschützer stellen sich auf

Carsten Großmann aus Bad Doberan hat sich oft in der Einwohnerfragestunde der Stadtvertreterversammlung zu Wort gemeldet. Das reicht dem Bad Doberaner nicht mehr aus. Zusammen mit vier weiteren Kandidaten bildet er die Wählervereinigung „Aktiv für Menschen und Umwelt“. „Die Mitglieder der Gruppe sind hauptsächlich im Umweltschutz aktiv, engagieren sich aber auch im Behindertenbeirat und in Elternbeiräten“, so Großmann. Diese Themen sollen auch Schwerpunkt sein: Schulen, Kindergärten, Umwelt, Barrierefreiheit.

Ebenfalls neu mit dabei ist die Wählergemeinschaft „Kuss“. Die Abkürzung steht für Kurstadt und Seeheilbadstatus. Acht Kandidaten finden sich auf der Liste wieder, darunter auch Harry Klink. „Wir wollen Bad Doberan in vielen Punkten als Kurort nach vorne bringen“, sagt Klink, der bei der vergangenen Wahl als Stadtvertreter für die FDP ins Parlament gewählt wurde. In diesem Jahr wird die FDP keine Liste aufstellen.

Linke, CDU, SPD und UDI wieder dabei

Bisher mit drei Vertretern in der Stadtvertretung möchte die Linke auch in der nächsten Legislatur mitreden. Acht Kandidaten stellen sich zur Wahl, informiert Fraktionsvorsitzende Gerlinde Heimann, darunter auch die bisherigen Vertreter Monika Schneider und Nico Arndt. Hauptthemen seien Jugend, Kultur, Verkehr, Wohnen und Tourismus. So wollen sich die Linken unter anderen für die Sicherung und Erweiterung bezahlbaren Wohnraums einsetzen und neue Kita-Plätze schaffen.

Für die CDU stellen sich 15 Kandidaten zur Wahl. Nicht mehr mit dabei ist der derzeitige Bauausschussvorsitzende Joachim Seehaus. Neu in den CDU-Reihen ist Hans-Joachim Krüger, Chef des Bauhofes Bad Doberan, der im Juni in Rente geht. Angeführt wird die Liste von der Fraktionsvorsitzenden Caroline Brandt. Auf den nachfolgenden beiden Plätzen folgen die Vorsitzende des Ortsverbandes, Magdalena Edner, sowie Angelika Rosenfeld. Schwerpunkte sind unter anderem Ordnung und Sicherheit, Wirtschaft und Tourismus, Kultur, Schulstandort und Kinderbetreuung.

Die SPD stellt sich mit acht Kandidaten zur Wahl der Stadtvertreterversammlung auf. Mit dabei sind wieder Birgit Mersjann, Hartmut Polzin, Gebhard Zeug und Burkhard Scheffler. „Die SPD Bad Doberan tut weiterhin alles, dass Bad Doberan eine lebens- und vor allem liebenswerte Stadt bleibt und sich in touristischer und kultureller Hinsicht für Besucher und vor allem für die Doberaner gut weiterentwickelt“, teilt Fraktionsvorsitzende Birgit Mersjann mit.

Sieben Kandidaten hat die Unabhängige Doberaner Initiative (UDI) auf ihrer Liste, die von den Stadtvertretern Hannes Roggelin und Prof. Thomas Römhild angeführt wird. Die UDI setze sich für einen einladenden Gesundheitstourismus und die dafür notwendige Infrastruktur, für die Herstellung eines anziehenden städtischen Zentrums mit Fußgängerzone und großzügiger Bepflanzung sowie „Bürgerwerkstätten“ für ein generationsübergreifendes soziales Miteinander ein, teilt Fraktionsvorsitzender Guido Lex mit.

Freie Wähler stellen drei Kandidaten

Erstmals mit dabei sind die Freien Wähler. Drei Kandidaten stellen sich zur Wahl. Diese wollen sich unter anderem für eine Stichtagregelung für die Straßenausbaubeiträge einsetzen. Und: „Absolut katastrophal ist derzeit die Situation, was die Kindergärten angeht“, sagt Kandidat Martin Lösche. Der Bedarf an Plätzen in Bad Doberan könne nicht gedeckt werden. Er selbst sei Elternratsvorsitzender bei den „Drümpelspatzen“.

Die acht Kandidaten auf der Bürgermeisterliste Jochen Arenz unterstützen die Ziele, die auch der neue Bürgermeister verfolgt, sagt Tim Schwanbeck. Zur Wahl stellen sich unter anderem auch Andreas Markgraf, Chef der Hansemesse in Rostock, und Torsten Dunkelmann, Erfinder der Wanderung „Dein Ostseeweg“. Die Kandidaten setzen sich für ein lebendiges Bad Doberan voller Kultur und Veranstaltungen ein, wollen attraktive und sichere Spielplätze in allen Stadtteilen sowie eine fußgänger- und fahrradfreundliche Stadt.

Thomas Gipp als Einzelbewerber am Start

Thomas Gipp, der in den vergangenen Jahren mit dem Bürgerbund zusammengearbeitet hat, stellt sich als Einzelbewerber der Wahl. Sein Hauptanliegen: Die Verkehrssituation in der Innenstadt verändern. „Es gefällt mir nicht, dass wir keine Umgehungsstraße haben“, sagt er.

Der Bürgerbund geht mit sieben Kandidaten in die Kommunalwahl. „Auf den Spitzenplätzen treten mit Heinz Keuer als Mitglied der Grünen und Beatrice Ehrler als Theater- und Sozialpädagogin zwei Kandidaten an, die bereits Erfahrung mit der Arbeit in der Stadtvertreterversammlung haben“, sagt Bürgerbund-Vorsitzende Heike Ohde. Der Bürgerbund werde sich besonders in den Bereichen Umwelt, Kultur, Jugend, Familie und Senioren engagieren. Nach wie vor werde die ausgewogene Entwicklung Heiligendamms einen Schwerpunkt in der Arbeit bilden. Der Ausbau einer barrierefreien Innenstadt und des Fahrradwegenetzes seien zwei von mehreren Schwerpunkten.

Tourismusbund hat wirtschaftliche Entwicklung im Blick

Der Tourismusbund geht mit den Stadtvertretern Tillmann Hahn und Dr. Heinz Beuter ins Rennen. Schwerpunkt wird die wirtschaftliche Entwicklung Bad Doberans sein, so Hahn. Der Tourismus als Hauptwirtschaftsfaktor schaffe Arbeitsplätze und generiere Einnahmen, die auch kulturelles und Vereinsleben in der Stadt ermöglichten.

Anders als angekündigt wird es keine Kandidatur von Bündnis 90/ Die Grünen in Bad Doberan geben. Wie Klaus-Michael Bull mitteilt, hat die Spitzenkandidatin Dr. Jutta Hoch ihre Kandidatur aus persönlichen Gründen zurückgezogen. Ulrich Ludwig, der bisher als Einzelkandidat im Parlament saß, tritt nicht mehr an. Ebenso Herbert Baor. Es werde keine Liste Handwerk & Gewerbe plus geben.

Zur vergangenen Kommunalwahl 2013 hatten die Bad Doberaner die Wahl zwischen elf Wahlvorschlägen mit 82 Bewerbern, sagt Michael Zöllkau. Zehn Vorschläge wurden in die Stadtvertreterversammlung gewählt, 23 Sitze am Ende nur besetzt. Da auf Einzelbewerber Jochen Arenz mit etwa 12 Prozent der Stimmen drei Sitze fielen, es hier aber durch die Einzelkandidatur keinen Nachrücker gibt, blieben zwei unbesetzt.

Wahlergebnis 2013

Mit 14,91 Prozent erhielt die SPD bei der Kommunalwahl 2013 die meisten der abgegebenen Stimmen, dicht gefolgt von der Linken mit 14,36 Prozent. Die Unabhängige Doberaner Initiative (UDI) konnte 12,98 Prozent der Stimmen für sich gewinnen, Einzelbewerber Jochen Arenz 12,04 Prozent. Die CDU erhielt 11,82 Prozent und damit drei Sitze im Parlament. Der Bürgerbund konnte mit 11,19 Prozent ebenfalls drei Sitze besetzen. Für Handwerk & Gewerbe plus stimmten 6,85 Prozent, der Tourismusbund erhielt 6,37 Prozent, die FDP 4,61 und die NPD 3,49 Prozent. Die Gruppe Rentner schaffte es nicht ins Parlament (1,36 Prozent).

Anja Levien

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