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Bad Doberan Achter Kalender mit historischen Ansichten von Neubukow
Mecklenburg Bad Doberan Achter Kalender mit historischen Ansichten von Neubukow
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18:00 09.10.2019
Hans Albert Kruse hat das achte Jahr in Folge einen Kalender mit historischen Ansichten von Neubukow erstellt. Quelle: Anja Levien
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Neubukow

Das Rathaus Neubukow, die Kirche und einige Wohnhäuser in der Mühlenstraße haben eines gemeinsam – sie sind alle Denkmäler der Stadt. Zwölf von ihnen hat Hans Albert Kruse in seinem Jahreskalender für 2020 bedacht. Es ist der achte Kalender, den er aus Postkarten und Ansichten zusammengestellt hat, die er und seine Frau Sabine Kruse sammeln. Das Thema: „Denkmalgeschützte Gebäude in alten und neuen Ansichten.“ Laut der Denkmalliste des Landkreises Rostock gibt es 21 denkmalgeschützte Gebäude in der Schliemannstadt.

„Wir sind eine Kleinstadt, deshalb gibt es nicht so üppige Motive“, sagt Hans Albert Kruse und bezieht sich darauf, dass beispielsweise das Rathaus oder die Kirche in dem Kalender zu finden sind, obwohl sie in vorherigen Exemplaren schon zu sehen waren. Aber: „Es gibt keine Doppelung mit bisherigen Kalendern. Wir haben uns bemüht, immer neue Ansichten zu finden.“

Und wenn es um Denkmäler geht, dann dürfe das Rathaus nicht fehlen. Es wurde 1788 gebaut. Alte und neue Ansichten werden auf einem Kalenderblatt gegenübergestellt.

Geschichte der Häuser wird erzählt

Markantes Gebäude im Zentrum der Stadt ist das Wohn- und Geschäftshaus am Markt, in dem die Filiale der Ostseesparkasse Rostock untergebracht ist. Hans Albert Kruse hat auch immer ein bisschen Geschichte zu den abgebildeten Häusern im Kalender geschrieben. So erfährt der Betrachter, dass Richard Geiser hier Ende des 19. Jahrhunderts eine Druckerei gründete.

Ein positives Beispiel für eine Sanierung sei für Hans Albert Kruse das Wohnhaus am Bahnhofsplatz 2. „Die Architektur ist was Besonderes, gerade auch für Neubukow“, sagt Kruse. „Es war immer in Privatbesitz.“

Auflage von 300 Exemplaren

Zwei bis vier Wochen dauern die Arbeiten am Kalender, der in einer Auflage von 300 Exemplaren erschienen und von de dromjäger GbR herausgegeben wird. „Dieses Mal bedurfte es ein paar Recherchen und der Zustimmung der Hausbesitzer für die Namensnennung“, erzählt der Postkartensammler. Dabei hat der Hobbyhistoriker wieder einiges über seine Stadt erfahren. So gelangte das Wohnhaus mit Werkstatt und Stallgebäude am Mühlentor 7 nach fast 90 Jahren wieder in den Familienbesitz ,als Urenkelin Susanne Gericke mit ihrer Familie das Haus erwarb.

Auch das Wohn- und Geschäftshaus in der Mühlenstraße 5 steht unter Denkmalschutz. „Bis Anfang der 1970er Jahre befand sich hier das Schuhgeschäft mit angeschlossener Maß- und Reparaturwerkstatt von Franz Schade“, ist im Kalender zu lesen.

550 Neubukow-Postkarten in Sammlung

Das Material für weitere Kalender geht Hans Albert und Sabine Kruse nicht aus. 550 Karten mit Neubukow-Ansichten befinden sich in der Sammlung des Ehepaars. Hinzu kommen weitere mit Ansichten aus der Region.

Eine besondere Postkarte ist jetzt dazugekommen. Sie zeigt das Gutshaus in Altenhagen. Bild, Inhalt, Absender und Adressat verbinden drei Orte miteinander. „Mich reizte das“, sagt Hans Albert Kruse und kaufte die Postkarte, die im Übrigen am 1. Oktober Geburtstag gefeiert hat. Vor 150 Jahren, am 1. Oktober 1869, wurde die Postkarte eingeführt.

Hans Albert Kruse hat diese Postkarte aus dem Jahr 1906 erworben. Sie zeigt das Gutshaus Altenhagen. Quelle: Anja Levien

Adressiert ist das neue Exemplar in der Kruse-Sammlung an „Frau Staunau, Gutshaus Klein Strömkendorf.“ Geschrieben hat sie am 21. April 1906 Martha von Polier in Altenhagen. Die Nachricht: „Ich habe gestern ihren Korb, worin die Küken gekommen sind, nach Bukow geschickt und dort im Hotel Mohs abgeben lassen. In der Hoffnung, dass er richtig in ihre Hände gelangt, mit herzlichem Gruß.“

Info: Ein Kalender kostet 13 Euro und ist im Bürgerhaus, Am Brink 1, oder bei Foto Hans-Joachim Ihli, Keneser Straße 10, erhältlich.

Von Anja Levien

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