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Bad Doberan AfD will Ausschüsse im Internet übertragen
Mecklenburg Bad Doberan AfD will Ausschüsse im Internet übertragen
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19:07 01.05.2019
Die Parkplatzsituation in Kühlungsborn liegt Peter Kempe am Herzen. Im vergangenen Sommer hatte er neue Parkautomaten auf dem Parkplatz neben Lidl in der Herrmannstraße beklagt. (Archiv) Quelle: Cora Meyer
Kühlungsborn

Amtsblatt und Live-stream: Die Politik soll näher zu den Kühlungsborner Bürgern kommen. Dieser Ansicht ist zumindest Peter Kempe, der bei der Kommunalwahl im Ostseebad für die Alternative für Deutschland (AfD) antritt. „Die Einwohner aus Kühlungsborn wollen informiert werden, was hinter den Türen im Rathaus beschlossen wird – und das nicht erst, wenn es beschlossen wurde“, ist sich der 66-Jährige sicher. Dabei könnte ein Amtsblatt helfen, das seiner Ansicht nach an alle Haushalte verteilt werden sollte. Dabei denkt er vor allem an die älteren Ostseebadbewohner. Denn: „Das Durchschnittsalter der Hälfte der Einwohner von Kühlungsborn liegt bei über 55 Jahre“, sagt Kempe.

Auch die Sitzungen der verschiedenen Gremien in Kühlungsborn könnten seiner Meinung nach im Internet zu verfolgen sein. Denn neben Senioren könnten vor allem auch Menschen, die auf einen Rollstuhl oder auf einen Rollator angewiesen seien, davon profitieren. Je nach Witterungsverhältnis im Herbst und Winter würden diese nicht unbedingt das Rathaus aufsuchen. Diese Bürger könnten die Sitzungen dann vom heimischen PC aus verfolgen.

Wohnungen und Parkplätze für Kühlungsborner

„Man könnte fast den Eindruck gewinnen, die bisherigen Stadtvertreter haben die Basis zu den Kühlungsbornern verloren“, sagt Peter Kempe. Das sei seiner Ansicht nach auch ein Grund dafür, warum sich in diesem Jahr so viele Bürger zur Wahl stellten. Um die 21 Sitze in der Stadtvertretung bewerben sich am 26. Mai 99 Kandidaten verschiedener Gruppen und Parteien. Peter Kempe kritisiert, dass über viele Themen bereits jahrelang geredet würde, bislang allerdings nichts passiert sei. Dabei gehe es um Schwerpunkte wie die Parkplatzsituation und bezahlbaren Wohnraum. „Wir haben einen hohen Arbeitskräftebedarf, den wir so nicht decken können“, betont der 66-Jährige. Ohne Wohnungen und Parkplätze für die Angestellten in der Gastronomie und im privaten Handwerk würde das Ostseebad das bisherige Niveau und die Qualitätsstandards auf lange Sicht nicht halten können.

Deshalb will er sich dafür einsetzen, dass in Kühlungsborn-West ein Parkhaus gebaut wird. „Nur mit einem solchen würden wir die Parkplatznot drastisch regulieren.“

Weniger Wohnraum für Urlauber zulassen

„Brisant“ findet Peter Kempe auch das Thema Nebenwohnsitze und den geplanten Neubau von Hotels. Die Kühlungsborner hätten ihm gesagt, es reiche. Mehr ginge nicht an Urlaubern. Der Diplom-Sozialbetriebswirt fragt sich, warum die Stadtvertreter noch zwei Hotelneubauten zuließen. Außerdem sei dringend ein „Zweckentfremdungsverbot von Mietwohnungen“ erforderlich. Hinzu käme ein „begrenzt zur Verfügung stehender Strand, der jetzt schon im Sommer überfüllt ist“.

Gleichzeitig setze sich die AfD dafür ein, dass die Region für Urlauber noch attraktiver wird und der Molli eines Tages bis nach Warnemünde fährt. „Hierzu haben schon erste Gespräche mit den Nachbargemeinden stattgefunden, um das Projekt ins Rollen zu bringen.“ Peter Kempe beklagt, dass unter anderem der Bau einer Schwimmhalle und die elektrische Kurkarte nicht realisiert worden seien, „obwohl das vor fünf Jahren in den Wahlprogrammen einiger Parteien stand“.

Feuerwehr und Vereine unterstützen

Peter Kempe war als Oberbrandmeister in der freiwilligen Feuerwehr des Ostseebades aktiv. „Ich werde mich für den Nachwuchs einsetzen und Anreize schaffen, um so die Jugendlichen zu motivieren.“ Dazu gehört seiner Ansicht nach, dass Jugendliche, die fünf Jahre lang der Wehr angehören, kostenlos die Führerscheinprüfung ablegen dürfen.

Auch die Vereine, die im geplanten Bürgerhaus Räumlichkeiten erhalten sollen, wolle die AfD unterstützen. Dabei wolle sich Peter Kempe auch für „unsere Jugend und das mittlere Alter einsetzen, dass diese auch in ihrer Freizeit mal tanzen oder zur Disco gehen können und das bis in die Morgenstunden.“

Cora Meyer

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