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Bad Doberan Gemeinde erhebt Zweitwohnungssteuer
Mecklenburg Bad Doberan Gemeinde erhebt Zweitwohnungssteuer
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17:31 19.06.2019
Mitglieder der neuen Gemeindevertretung von Alt Bukow: v.l. Florian Podßun, Bürgermeister Manfred Wodars, Hans-Holger Wüstholz, Christian Woest, Thomas Menski, Christian Lorentz – nicht im Bild Roland Schmidt. Quelle: Thomas Hoppe
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Alt Bukow

Einstimmig votierten die Mitglieder der neuen Volksvertretung von Alt Bukow in ihrer ersten öffentlichen Sitzung am Dienstag für eine Zweitwohnungssteuersatzung in ihrer Gemeinde.

„Da kommt was zusammen“, hatte Bürgermeister Manfred Wodars vorausgeschickt, als er gefragt wurde, wie viele denn hier davon betroffen sein würden.

Dankeschön für Michael Woest, der in der vergangenen Wahlperiode 2. Stellvertreter des Bürgermeisters war. Quelle: Thomas Hoppe

„Das betrifft Immobilieneigentümer oder auch Wohnungsinhaber, die in der Gemeinde Alt Bukow nicht mit Hauptwohnsitz gemeldet sind“, ergänzte die Leitende Verwaltungsangestellte des Amtes Neubukow-Salzhaff, Anke Nausch. Diese Steuer solle ein Anreiz dafür sein, dass sich der eine oder andere dann doch mit Hauptwohnsitz anmeldet: „Das bringt mit wachsender Einwohnerzahl finanzielle Vorteile für die Gemeinde, wegen der steigenden Schlüsselzuweisungen.“ Zudem verwies Anke Nausch darauf, dass diese Steuer vor vielen Jahren von einer süddeutschen Gemeinde ins Leben gerufen wurde, weil die betreffenden Bürger, die in der Gemeinde zwar eine Immobilie haben, hier aber nicht mit einem Hauptwohnsitz gemeldet seien, ja trotzdem die Infrastruktur vor Ort mitbenutzten.

Deshalb sei es zulässig beim Steuersatz bis zu 20 Prozent zu gehen: „Biendorf hat 20, Rerik hat 20... Sie können sich aber auch auf nur 18, 15 oder 13 einigen“, erläuterte die Amtsleiterin und verwies darauf, dass Eigentümer, die ihre Wohnung dauerhaft an eine Familie vermieten würden, allerdings keine Zweitwohnungssteuer zahlen müssten. Dritt- und Viertwohnungen würden ebenfalls nicht besteuert. Wenn er allerdings mindestens zwei Monate auf seine Wohnung Zugriff habe, ohne hier gemeldet zu sein, sei der Eigentümer für das ganze Jahr zweitwohnungssteuerpflichtig, ebenso bei Leerstand. Alle Volksvertreter folgten dem Vorschlag des Bürgermeisters, den Steuersatz dafür auf 20 Prozent des jährlichen Mietaufwands festzulegen.

Manfred Wodars war am 26. Mai als einziger Kandidat mit 209 von 242 gültigen Stimmen als Bürgermeister wiedergewählt worden. Diese 86,36-prozentige Zustimmung war mit deutlichem Abstand die höchste im Amtsbereich gewesen, quasi auf Platz zwei folgte Bürgermeister Kai-Uwe Schlotmann in der Gemeinde Am Salzhaff mit 76,03 Prozent.

Manfred Wodars (l.) übergibt Alexander Klimt und Christian Woest (vorn) ihre Ernennungsurkunden als „Ehrenbeamte“. Quelle: Thomas Hoppe

Als stellvertretende Bürgermeister wurden Christian Woest und Hans-Holger Wüstholz (beide Wählergemeinschaft Alt Bukow) gewählt. Beide sind auch Mitglieder des neuen Haupt- und Finanzausschusses, dem als sachkundige Bürger Brigitte Peters und Alexander Klimt angehören sowie der Gemeindevertreter Christian Lorentz. Im Rechnungsprüfungsausschuss arbeiten die beiden Stellvertreter des Bürgermeisters sowie Frauke Timm als sachkundige Bürgerin mit.

Einstimmig bestätigten die Volksvertreter die Wahl des Gemeindewehrführers Alexander Klimt und seines Stellvertreters, Christian Woest.

Thomas Hoppe

Am Montag konstituiert sich die neue Stadtvertretung in Bad Doberan und wählt einen Vorsteher. Im Gespräch ist MVs Justizministerin Katy Hoffmeister, die bei der Wahl am 26. Mai 438 Stimmen erhielt. Thema ist ebenso die Besetzung der Ausschüsse. Die Anzahl der Sitze soll erhöht werden.

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