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Bad Doberan Altes Amtshaus: Die aufwändigste Baustelle der Stadt
Mecklenburg Bad Doberan Altes Amtshaus: Die aufwändigste Baustelle der Stadt
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07:51 16.11.2013
Drei Millionen Euro kostet die Sanierung des Amtshauses in Bad Doberan. Sie wird damit teurer als geplant. Trotz etlicher Rückschläge liegt der Bau im Zeitplan.
Drei Millionen Euro kostet die Sanierung des Amtshauses in Bad Doberan. Sie wird damit teurer als geplant. Trotz etlicher Rückschläge liegt der Bau im Zeitplan. Quelle: Andreas Meyer
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Bad Doberan

Wo die Kirchengemeinde Bad Doberan ab Ende 2014 ihr neues Zuhause beziehen will, herrscht das Chaos: Fußboden gibt es nicht, Bagger und auch Denkmalpflege pflügen durch das nackte Erdreich. Die alten Wände sind von Gerüsten und Planen verhüllt, das Dach ist weg. Dennoch: Die Arbeiten am alten Amtshaus am Münster, der zweitgrößten Baustelle der Stadt, liegen voll im Zeitplan. Doch das grenzt fast schon an ein kleines Wunder.

Denn die rund drei Millionen Euro teure Sanierung (nur in die neue Kamp-Schule fließt derzeit noch mehr Geld) gestaltet sich schwieriger als gedacht – und immer wieder bremsen Rückschläge die Handwerker: „Erst im September ist uns die Südwand des Gebäudes umgefallen“, so Franz Berndt, Vorsitzender des Bauausschusses der Kirchengemeinde. Wenige Tage nach einem Besuch von Energieminister Volker Schlotmann (SPD) war das. Aus heiterem Himmel stürzten Teile der Fassade um. Vermutlich, weil der Zustand von Fundament und hölzernem Fachwerk schlechter ist, als zunächst angenommen. „Wir stoßen laufend auf neue Probleme“, erklärt Berndt.

Auch der historische Fußboden ist nicht mehr ausreichend: Der große Saal, in dem nach der Eröffnung des Amtshauses bis zu 160 Gäste Platz nehmen können, wird quasi ein „Haus im Haus“ – ein Kubus, der in die alte Fassade eingelassen wird. „Und der ist für den alten Unterbau. Wir haben nämlich direkt unter dem Amtshaus eine Torflinse“, erklärt der Fachmann. Deshalb mussten Beton-Säulen in den Boden gedrückt werden. Trotz aller Rückschläge ist Berndt optimistisch: „Ende 2014 ist die Sanierung beendet.“

Andreas Meyer