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Bad Doberan Gemeinderäte verändern ihr Gesicht
Mecklenburg Bad Doberan Gemeinderäte verändern ihr Gesicht
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17:07 28.05.2019
Die Stimmzettel sind ausgezählt: Nach der Kommunalwahl haben sich die Kräfteverhältnisse in einigen Gemeindevertretungen verschoben. Quelle: Anja Levien
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Bad Doberan

214 Kandidaten für 86 mögliche Sitze in den Gemeinderäten – Rekordbeteiligung zur Kommunalwahl im Amt Bad Doberan-Land. „So viele Bewerber hatten wir tatsächlich noch nie“, sagt Michael Theis, Leiter im Amt Bad Doberan-Land.

Große Veränderungen gibt es nach der Wahl unter anderem in Börgerende-Rethwisch. Stärkste Kraft in der Gemeindevertretung ist künftig die Wählergruppe Bündnis BürgerNähe Börgerende-Rethwisch, die auf Anhieb vier Sitze gewann. Dahinter folgen die Wählergruppe WIR mit drei Sitzen sowie die CDU mit zwei Mandaten. Jeweils einen Sitz holten die SPD, die Wählergruppe Feuerwehr & Handwerk plus sowie die Unabhängige Wählerschaft Börgerende-Rethwisch.

„Wir sind natürlich glücklich, einen Sitz in der Gemeindevertretung zu haben – aber es hätten gern ein, zwei mehr sein können.“ Johanna Ferretti (Grüne), künftige Gemeindevertreterin Nienhagen Quelle: Sabine Hügelland

Auch der Gemeinderat im Ostseebad Nienhagen hat nach der Wahl ein neues Gesicht. Neben CDU (5 Sitze), SPD (2), Bürgerinitiative Gemeinsam für Ostseebad Nienhagen (3) und Linken (1) sind hier erstmals auch die Grünen vertreten. „Wir sind natürlich glücklich, einen Sitz in der Gemeindevertretung zu haben“, sagt die künftige Abgeordnete Johanna Ferretti. „Aber es hätten gern ein, zwei mehr sein können.“ Mit Blick auf mögliche Partner hat Ferretti vor allem BIG und Linke im Blick: „Wir sind schon eine starke Truppe, die gute Politik machen will.“

Ein anderes Bild dagegen in Bartenshagen-Parkentin: Hier lenken in Zukunft die beiden Wählergruppen Bartenshagen/Parkentin (fünf Sitze) und Gemeinschaft 2019 (vier Sitze) sowie Einzelbewerber Egon Kron die Geschicke der Gemeinde. „Eingezwängt fühle ich mich aber nicht“, sagt Kron. „Sollte es bei bestimmten Themen unterschiedliche Auffassungen geben, sehe ich mich hier auch ein bisschen als Vermittler.“

In Admannshagen-Bargeshagen bekam Hans-Peter Stuhr mit 1015 Stimmen den größten Wählerzuspruch. Insgesamt ist die Union mit gleich sechs Sitzen auch stärkste Kraft im Gemeinderat – gefolgt von der Wählergruppe Bürgerbewegung (3 Sitze) um den neuen Bürgermeister Uwe Leonhardt sowie der SPD, der Wählergruppe Großgemeinde und Einzelkandidat Andreas Wegner mit jeweils einem Sitz.

Eine schwierige Aufgabe kommt gleich auf die neue Gemeindevertretung in Retschow zu: Weil der bisherige Bürgermeister Berno Grzech bei seiner erneuten Kandidatur mehr Nein- als Ja-Stimmen bekam und somit nicht wiedergewählt wurde, müssen jetzt die Gemeindevertreter einen Bürgermeister aus ihrer Mitte heraus bestimmen. Hier ist die Wählergruppe Aktionsbündnis Retschow künftig mit drei, Die Linke sowie die Wählergruppe Freiwillige Feuerwehr Retschow mit je zwei Sitzen vertreten. Dazu kommt Einzelbewerber Rüdiger Tremp.

„In Hohenfelde mussten bei der Wahl alle sechs Kandidaten durchkommen – sonst wäre eine Ergänzungswahl notwendig geworden.“ Michael Theis, Leiter Amt Bad Doberan-Land Quelle: Lennart Plottke

Auch in Hohenfelde gibt es eine Besonderheit: „Hier sind eigentlich acht Sitze für die Gemeindevertretung zu vergeben“, erklärt Amtsleiter Michael Theis. „Es gab aber nur fünf Kandidaten.“ Rechnet man den Posten für den neuen Bürgermeister Stefan Bruhn dazu, waren nach den gesetzlichen Vorgaben mindestens sechs Posten zu besetzen. „Es mussten bei der Wahl also alle sechs Kandidaten durchkommen“, betont Theis. „Ansonsten wäre hier eine sogenannte Ergänzungswahl notwendig geworden.“ Letztlich schafften es alle fünf Einzelbewerber in den Gemeinderat – drei von acht Sitzen bleiben in der neuen Legislaturperiode frei.

In Steffenshagen holte die Wählergruppe FFw Steffenshagen erneut vier Sitze – gefolgt von der CDU (2) sowie den Einzelbewerbern Andreas Hoffmann (parteilos) und Joachim Glaser (AfD). In der Nachbargemeinde Reddelich haben alle fünf Kandidaten von der Wählergruppe Frischer Wind für Reddelich und Brodhagen künftig einen Sitz in der Gemeindevertretung. Zudem ziehen die Einzelbewerber Chris Ammon, Antje Hackendahl und Tim Wunderlich ein.

Die Gemeindevertretung in Wittenbeck setzt sich aus der Wählergruppe Unabhängige Wählergemeinschaft Wittenbeck (UWW) mit zwei Sitzen sowie den Einzelbewerbern Torsten Schikowski, Marco Jürß und Thomas Zietz zusammen. Weil Dirk Stübs als einziger Kandidat der Linken auch weiterhin Bürgermeister ist, bleibt sein gewonnener Sitz im Gemeinderat frei.

Lennart Plottke

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