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Bad Doberan An Heiligabend nicht allein
Mecklenburg Bad Doberan An Heiligabend nicht allein
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15:02 23.12.2018
Die Mitarbeiter der „Suppenküche“ um Leiterin Barbara Niehaus (2.v.l.) sorgen für einen stimmungsvollen Abend im Gemeindehaus. Quelle: Lennart Plottke
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Bad Doberan

„Ich muss jetzt schnell wieder in die Küche“, sagt Barbara Niehaus und lacht. „Der Pudding brennt sonst an.“ Es ist viel los im „Treffpunkt Suppenküche“ der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Bad Doberan. Auch und vor allem an Heiligabend. „Die Räume sind geschmückt, es brennen Kerzen, und es gibt ein großes Festessen mit Hackbraten, Rotkohl, Kartoffeln oder Klößen“, macht Leiterin Niehaus einen Besuch im Gemeindehaus schmackhaft. „Das Besondere: Das Fleisch wird halal zubereitet – um möglichst viele Menschen zu uns einladen zu können.“

Mit etwa 50 bis 60 Gästen rechne sie am Montag zwischen 11 und 1 Uhr, so Niehaus: „Das gemeinsame Feiern von Weihnachten in diesem Rahmen wird immer sehr gut angenommen.“ Dabei dürfen sich Besucher nicht nur am 24. Dezember über kleine Präsente freuen – vor allem für Kinder gibt es schon in den Tagen zuvor eine vorgezogene Bescherung. Denn auf einem Tisch im Flur des Hauses stapeln sich Hunderte bunte Päckchen – liebevoll eingepackt und beschriftet mit „Für Jungen“ oder „Für Mädchen“ sowie ganz unterschiedlichen Altershinweisen.

Geschenke aus Bonn für Doberaner Kinder

„Das ist schon seit vielen Jahren eine schöne Tradition“, erklärt Barbara Niehaus. „Die Pakete kommen von einer katholischen Kirchgemeinde aus Bonn – den Kontakt hat ein früheres Doberaner Gemeindemitglied hergestellt.“ Drei riesige, prall gefüllte Umzugskartons wurden allein in diesem Jahr von Bonner Kommunionkindern in die Münsterstadt geschickt: „Eine tolle Geste gerade zu Weihnachten.“

Für herzliche Gesten und menschliche Wärme sorgen an Heiligabend auch die Mitarbeiter im Doberaner Johanniterhaus. Der Weihnachtsbaum ist längst geschmückt, die Krippe steht an ihrem Platz. „Das ist immer sehr emotional“, sagt Pflegedienstleiterin Bärbel Wüste. „Da wird es sicher auch einige Tränen geben.“ Die 136 Bewohner dann aufzufangen, für sie da zu sein – „das haben sich alle Mitarbeiter auf die Fahnen geschrieben“.

Freuen sich unterm Weihnachtsbaum im Johanniterhaus auf Heiligabend (v.l.): Bärbel Stübe, Hannelore Franke, Martina Stübe und Käthe Rotzoll. Quelle: Lennart Plottke

Am Vormittag gibt es eine gemütliche Runde bei Kerzenschein, mit Glühwein und Punsch: „ Dazu werden gemeinsam Lieder gesungen, einige Bewohner tragen auch selbst Gedichte vor“, sagt Wüste. „Und dann kommt natürlich auch der Weihnachtsmann.“ Nachmittags folgt bei Kaffee und Kuchen in allen Wohnbereichen die Bescherung, zum Abendbrot gibt’s ganz klassisch Kartoffelsalat mit Würstchen. „Auch die Angehörigen können gern mit dabei sein“, erklärt die stellvertretende Pflegedienstleiterin Martina Stübe. „Das wird immer sehr gut angenommen.“

Privatleben steht an zweiter Stelle

Im Betreuten Wohnen wird es ebenfalls festlich. „Bei vielen Bewohnern ist die Familie weit weg“, sagt Stübe. „Bei uns muss Weihnachten trotzdem niemand allein sein.“ Dafür seien alle Mitarbeiter involviert, macht Bärbel Wüste deutlich: „Unser eigenes Privatleben steht da ein wenig hinten an – aber das gehört seit vielen Jahren dazu.“

Um Gemeinsamkeit geht es auch im „Haus Gottesfrieden“ der Landeskirchlichen Gemeinschaft am Alexandrinenplatz. Ab 17 Uhr wird hier wieder das „Weihnachtsfest für Alleinstehende“ gefeiert. Schwester Hilde Häckel bereitet mit ihrem Team ein Festessen vor, dazu werden Weihnachtslieder gesungen. Die Andacht hält Pastor Christoph Scharf.

Im Haus Gottesfrieden gibt es das Krippenspiel "Der Engel mit dem Stoppelbart". Quelle: Christoph Scharf

Bereits um 15 Uhr findet im Gemeindesaal der traditionelle Krippenspiel-Gottesdienst mit Bescherung für alle Kinder statt. „Jeder ist dazu herzlich willkommen“, erklärt Pastor Scharf. „In diesem Jahr heißt das Stück ,Der Engel mit dem Stoppelbart’ – es handelt von einer ganz besonderen Krippenspielprobe mit zwei ,echten Verbrechern’ und einem Polizeieinsatz in der Kirche.“

Infos: 038 203/85 25 90 oder 0177/19 71 226

Lennart Plottke

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