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Bad Doberan Auf Motivsuche im Entenmoor
Mecklenburg Bad Doberan Auf Motivsuche im Entenmoor
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13:00 21.06.2019
Thomas Hopp, Geschäftsführer der Agrar GmbH Kirch Mulsow, im Naturschutzgebiet Entenmoor. Quelle: Werner Geske
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Klein Mulsow

Thomas Hopp ist Frühaufsteher. Das ist der erste Geschäftsführer der Agrar GmbH Kirch Mulsow, schon von Dienst wegen. Doch dass er die Morgenstunde so mag, liegt auch daran, dass der 56-Jährige ein ausgesprochener Naturfreund und zudem ein leidenschaftlicher Hobbyfotograf ist. Oft verstaut der Landwirt eine Kamera in seinem Pick-up, um am Wegesrand das eine oder andere Foto zu schießen.

Mit Vorliebe startet er aber an den Wochenenden zur Fotopirsch durch das Carinerland. Auch wenn er sich auf den Weg nach Klein Mulsow macht, ist hin und wieder die Kamera an Bord. Dort besitzt die Agrar GmbH Stallungen und hat zudem eine Herde Charolais-Rinder auf der Weide stehen.

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Hopp liebt die so ursprüngliche Landschaft mit ihrer reichen Tierwelt rings um das Dorf. Deshalb geht er dort besonders gern zu früher Stunde auf Motivjagd: „Die Natur ist dann noch so frisch. Außer Tierstimmen ist nichts zu hören. Und wenn die Sonne aufgeht, ist das ein einzigartiger Moment“. Solche Stunden erlebt der Amateurfotograf allerdings nicht nur vor der eigenen Haustür. Auch bei seinen Urlaubsreisen, die ihn oft durch Deutschland führen, gehört die Fotoausrüstung dazu. Und selbst dann geht es häufig früh aus den Federn.

Naturschutzgebiet umfasst 31 Hektar

An diesem Morgen Anfang Juni nimmt sich Hopp wieder einmal etwas Zeit für eine fotografische Stippvisite im Entenmoor Moitin. Das liegt nur einen Katzensprung von Klein Mulsow entfernt. „Das Naturschutzgebiet umfasst 31 Hektar und ist ein sogenanntes überstautes Kesselmoor“, erklärt Thomas Hopp. „Die seltene Seeschwalbe brütet in dieser Region. Aber auch verschiedene Entenarten fühlen sich hier sehr wohl. Zudem sind seltene Amphibienarten wie Kammmolch, Rotbauchunke und Moorfrosch im Moor heimisch“, lässt er wissen.

Das Naturparadies zu betreten, ist allerdings nicht angeraten. Zu leicht könnten die Tiere beunruhigt und die Pflanzenwelt zerstört werden. Thomas Hopp nutzt aus diesen Gründen auch Objektive mit großer Brennweite. So muss er Tieren und Pflanzen nicht allzu nahe kommen. Im Laufe der Zeit sind ihm einzigartige Aufnahmen gelungen. Feldhasen beim Spiel, Rehe mit Kitzen, Füchse mit ihren Jungen, Fischreiher und Kraniche im Flug – sie alle gaben lieferten Hopp schon Motive.

Bestandsaufnahme der Pflanzen und Tiere

Bei seiner morgendlichen Pirsch begegnet Thomas Hopp an diesem Tag auch Mitarbeitern des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg. Sie sind im Entenmoor, einem Fauna-Flora-Habitat unterwegs, um eine Bestandsaufnahme über die Pflanzen und Tieren zu machen, die in diesem besonderen Lebensraum leben. Vor allem den Beständen der Rotbauchunke und dem Kammmolch gilt das Interesse der Fachleute. „Ich denke, Sie werden Erfreuliches feststellen können. Denn was ich in dieser Hinsicht so sehe und erlebe, macht Mut“, gibt ihnen der Chef der Agrar GmbH mit auf den Weg.

Werner Geske

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