Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Bad Doberan Bad Doberan: Duell der Polit-Neulinge
Mecklenburg Bad Doberan Bad Doberan: Duell der Polit-Neulinge
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:49 07.06.2019
Stichwahl in Bartenshagen-Parkentin: Tobias Priem und Christoph Wagner bewerben sich am 16. Juni um das Bürgermeisteramt. Quelle: Ralf Hirschberger/pa
Parkentin

Am 16. Juni kommt es in der Gemeinde Bartenshagen-Parkentin zur Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters. Im ersten Wahlgang konnte Tobias Priem von der Wählergruppe Bartenshagen/Parkentin 401 Stimmen für sich gewinnen. Kontrahent Christoph Wagner (Wählergruppe Gemeinschaft 2019) rangiert mit 371 Stimmen nur knapp dahinter.

Lediglich 30 Stimmen trennen Sie nach der Kommunalwahl am 26. Mai voneinander. Wie schätzen Sie ihr persönliches Ergebnis ein?

Tobias Priem: Ich habe mich sehr über das Ergebnis gefreut. Es zeigt mir, dass es sich gelohnt hat, mit den Einwohnern unserer Gemeinde den persönlichen Kontakt zu suchen. Auch das Ergebnis bei der Wahl zum Gemeindevertreter mit 513 Stimmen und damit fast 150 Stimmen vor dem Zweitplatzierten ist schon recht eindeutig und zeigt, dass mir die Gemeinde die Aufgabe zutraut.

Christoph Wagner: Für meine erste Kandidatur bei einer Gemeindevertreter- und Bürgermeisterwahl ist das ein gutes Ergebnis. Für mich war es ja mit Blick auf Politik ein kompletter Neustart. Mit vielen neuen Gesichtern haben wir es fast geschafft, in der Gemeindevertretung und Bürgermeisterwahl gleichzuziehen. Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und die Bürger unserer Gemeinde eine Veränderung wollen. Jetzt heißt es, dran zu bleiben, denn dieses Ergebnis haben wir durch unsere jahrelange Arbeit für die Gemeinde erreicht – und so muss es auch sein.

Für den Fall Ihrer Wahl: Welche Vorhaben möchten Sie in den kommenden Wochen und Monaten als erstes angehen?

Wagner: Ganz aktuell ist bei uns das Thema der fehlenden Kita-Plätze. Durch die Schließung einer Einrichtung stehen Eltern unserer Gemeinde und aus Nachbargemeinden vor großen Problemen. Ich sehe es als unsere Aufgabe an, alle Möglichkeiten zu nutzen, um hierfür eine zeitnahe Lösung zu erreichen, die alle Betroffenen zufriedenstellt. Sehr wichtig wird es außerdem sein, im Kreis der Gemeindevertretung eine gute Arbeitsatmosphäre zu schaffen, die auf einem Miteinander beruht. Klar ist auch, dass es mehr Transparenz geben muss und die Bürger unserer Gemeinde mit einbezogen werden. Ein weiterer Punkt ist, sich endlich mit den vielen Ehrenamtlern unserer Gemeinde zusammenzusetzen. Nur dank deren unermüdlichen Einsatzes konnte und kann ein Gemeindewesen als solches funktionieren.

Priem: Drei Punkte lassen sich besonders schnell umsetzen: Es wird umgehend mit der Umsetzung des Internetportals unserer Gemeinde begonnen, damit wir den Anschluss an die Zeit nicht verlieren. Es wird eine Bürgersprechstunde eingeführt, bei der unsere Einwohner mit Gemeindevertretern oder dem Bürgermeister über ihre Themen sprechen können. Bei Sitzungen des Bau- und Sozialausschusses werden unsere Einwohner in Zukunft die Möglichkeit haben, sich aktiver einzubringen und zu Punkten der Tagesordnung themenbezogen Fragen zu stellen.

Wie wollen Sie Ihre Politik durchsetzen – auf welche Unterstützer können Sie zählen?

Priem: Ich habe nicht vor, meine Interessen durchzusetzen, sondern die der Gemeinde. Daher steht die Unterstützung durch die Gemeindevertretung an erster Stelle – es geht nur miteinander. Ich bin mir sicher, dass unsere Gemeinde eine vielfältige und starke Gemeindevertretung gewählt hat und wir so eine gute Arbeit leisten können. Außerdem stehen alle Vereine, Feuerwehr, Kirche, Gewerbetreibende und Einwohner hinter ihrer Gemeinde und werden diese unterstützen, wenn es etwas zu tun gibt. Und nicht zuletzt wird uns das Amt Bad Doberan-Land nach wie vor bei all unseren Vorhaben mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Wagner: Wir als Wählergruppe wollen nicht einfach nur Angelegenheiten durchsetzen, sondern wir möchten unsere Mitbürger mitnehmen, sie überzeugen können und von unseren Ideen begeistern. Je mehr sich jeder einbezogen fühlt, umso mehr kann ein Gefühl von Gemeinschaft wachsen. Gerade gegenwärtig, nach Entstehung neuer Wohngebiete und dem Hinzuziehen neuer Familien, und in einer Zeit, in der man sich trotz räumlicher Nähe fern sein kann, sollte das Gefühl des Miteinanders ein großes Ziel sein. Als unsere Unterstützer sehe ich ganz klar mein Team. Viele Unternehmer unserer Gemeinde, mit denen ich schon seit langer Zeit in anderen ehrenamtlichen Bereichen zusammengearbeitet habe, werden uns auch unterstützen und unseren Weg mitgehen.

Ein kleiner Blick in die Glaskugel: Wie hat sich die Gemeinde in den fünf Jahren Ihrer Amtszeit verändert?

Wagner: Wir werden es schaffen, dass die Gemeinde wieder näher zusammenrückt – davon bin ich fest überzeugt. Was mir auf Vereinsebene trotz vieler Widerstände gelungen ist, wird auch auf Gemeindeebene zu meistern sein. Aktionen wie unser Aufräumtag, den ich über den Sportverein ins Leben gerufen habe, haben mir gezeigt, dass die Bürger unser Gemeinde für die gute Sache gerne zusammenkommen. Wir wollen, dass unser Dorf optisch ansprechend ist, hervorheben, wie viele schöne Plätze bei uns zu finden sind. Wir wünschen uns ein enges Zusammenspiel von Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit und die Etablierung traditioneller Zusammenkünfte für Familien. Wir werden vorhandene Gegebenheiten und Ressourcen nutzen, sowohl die persönlichen einzelner Unterstützer als auch die regionalen.

Priem: Es wird viel passieren: der Weiterbau des Fußweges in Bartenshagen, die Lehrküche der Grundschule in Parkentin, die Gründung der Jugendfeuerwehr, gemeinsame Gemeindefeste oder kulturelle Veranstaltungen. Wichtig ist, dass sich unsere Einwohner hier dauerhaft wohlfühlen. Somit muss die Gemeinde ihr Umfeld für alle Altersgruppen attraktiv gestalten. Dazu gehört auch, dass wir uns Gedanken darüber machen müssen, ob und wie es Möglichkeiten gibt, neuen Wohnraum zu schaffen und dabei den dörflichen Charakter unserer Gemeinde zu erhalten.

Warum sind Sie der richtige Bürgermeister für Bartenshagen-Parkentin?

Priem: Ich werde mich für die Belange und Interessen der gesamten Gemeinde einsetzen, engagieren und weiterhin das persönliche Gespräch mit unseren Einwohnern suchen. Mir ist es wichtig, dass sich jeder ernst genommen fühlt, egal ob jung oder alt. Da ich erst seit einigen Jahren in Bartenshagen wohne, kann ich neutral auf die Geschehnisse in unserer Gemeinde blicken und somit unvoreingenommen Entscheidungen treffen, die dem Gemeinwohl dienen.

Wagner: Ich habe ein richtig gutes Team mit vielen Leuten, die sich seit Jahren ehrenamtlich im Gemeindeleben einbringen und somit die Gemeinde und ihre Bürger bestens kennen. Diese Gemeinde ist mein Zuhause, ich bin hier groß geworden und habe hier meine Familie gegründet. Deshalb ist meine Motivation riesig, hier weiterhin gute Arbeit zu leisten und unsere Gemeinde zu gestalten. Ich bin jemand, der lieber Taten statt Worte sprechen lässt – das will ich sehr gern beweisen.

Lennart Plottke

Wo schmeckt’s am besten? Fünf Gastronomen wollen der Fernsehnation beweisen, dass sie viel auf der Pfanne haben.

07.06.2019

Die Manfred-Roth-Stiftung aus Bayern unterstützt den Schulverein der Regionalschule „Heinrich Schliemann“ in Neubukow mit 5000 Euro für digitale Unterrichtsmedien. Der Grundschule verhalf eine Finanzspritze des Kühlungsborner Lions-Club zu neuem Pausenmobiliar.

06.06.2019

Dr. Jutta Hoch will in der Münsterstadt eine Grünen-Ortsgruppe gründen. Die 66-Jährige ist auch Mitglied im neu gewählten Kreistag.

07.06.2019