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Bad Doberan Bad Doberan: Wahlgewinner von Erfolg überrascht
Mecklenburg Bad Doberan Bad Doberan: Wahlgewinner von Erfolg überrascht
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17:14 27.05.2019
Alle 25 Plätze im Stadtparlament Bad Doberan sind besetzt. Nach der Wahl 2013 blieben zwei Sitze frei, weil Einzelbewerber Jochen Arenz Stimmen für drei Sitze erhalten hatte. Quelle: Benjamin Barz
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Bad Doberan

Überraschung in Bad Doberan: Mit der Bürgermeisterliste Jochen Arenz holt eine neue Wählergruppe die meisten Stimmen in der Münsterstadt und zieht mit vier Kandidaten ins Stadtparlament ein. Erfolgreich war die Kommunalwahl auch für die CDU. Die Christdemokraten legten zu und haben mit vier Sitzen einen mehr als zur vergangenen Wahl. Die künftige Stadtvertreterversammlung ist bunt gemischt: Alle sieben neu gegründeten Wählergruppen ziehen ein. So das vorläufige Ergebnis der Wahl.

„Wir sind überrascht und hätten nicht damit gerechnet“, sagt Tim Schwanbeck von der Bürgermeisterliste Jochen Arenz, für die 15,7 Prozent der Wähler stimmten. Der Betriebswirt erhielt die meisten Kreuze und ist mit Carolin Lubetzki, Marcus Fourmont und Andreas Markgraf gewählt. „Wir freuen uns darüber und nehmen den Wählerauftrag an.“

Zwölf Parteien und Gruppen werden künftig die Entwicklung der Stadt mitbestimmen. „Ich denke, dass wir Mehrheiten finden werden“, sagt Tim Schwanbeck. Die Bürgermeisterliste Jochen Arenz haben beispielsweise viele thematische Schnittstellen mit der Wählergruppe Für Doberan.

Diese trat ebenfalls zum ersten Mal an, erhielt 12,3 Prozent der Stimmen und kann damit drei Sitze besetzen. Torsten Schellin, Detlef Wegner und Claudia Timm ziehen in die Stadtvertretung ein.

CDU gewinnt im Vergleich zur Wahl 2013 Wählerstimmen

Ein erfolgreicher Abend war es auch für die CDU, die mit 15,4 Prozent der Stimmen nur knapp hinter der Bürgermeisterliste Jochen Arenz landet. Hier ziehen mit Katy Hoffmeister, Hans-Joachim Krüger und Wolfgang Scheil neue Stadtvertreter ins Parlament. Die meisten Stimmen sammelte Caroline Brandt.

„Wir haben gehofft, aber nicht gedacht, dass es realistisch ist“, sagt Caroline Brandt. Die Freude sei groß. Ob sich Mehrheiten in der neuen Stadtvertretung finden lassen? „Es sind einige dabei, mit denen wir in der Vergangenheit sachlich-orientiert gut gearbeitet haben“, sagt Brandt. Bei den neuen Gruppen müsse man schauen, „einige kommen mit Illusionen rein, die nicht umsetzbar sind.“

Linke und SPD bekommen drei Sitze

Auf drei Plätze kommen die Linke und die SPD. Die Linke verliert im Vergleich zur Wahl 2013 Prozentpunkte und fällt von 14,36 auf 12,9 Prozent. Die Anzahl der Sitze bleibt. Monika Schneider, Gerlinde Heimann und Nico Arndt wurden wiedergewählt.

Auch die SPD macht Einbußen, fällt um 3,21 Prozentpunkte auf 11,7 Prozent. Das kostet einen Sitz in der Stadtvertretung. „Das ist schade“, sagt Birgit Mersjann, die mit Hartmut Polzin und Gebhard Zeug wiedergewählt wurde. Auch wenn es zwölf Gruppierungen in der Stadtvertreterversammlung sind, sei sie zuversichtlich, dass sich Mehrheiten finden lassen. „Ein großer Dank gilt vor allem den Wahlhelfern, die bis in die Nacht hinein ausgezählt haben“, so Mersjann.

Einen Sitz weniger hat künftig auch die UDI. Bei 7,9 Prozent der Wählerstimmen entfielen die meisten auf Hannes Roggelin und Dr. Alexandra Lex.

Viele Gruppen mit einem Sitz im Parlament

Die neuen Gruppen Aktiv für Mensch und Umwelt, Bürger für Bürger, Jugend-Umwelt-Sport und „Kurort und Seeheilbad Status“ erhalten jeweils einen Sitz.

Für Aktiv für Mensch und Umwelt (3,2 Prozent) ist Carsten Großmann gewählt. „Man wünscht sich immer mehr Sitze, aber mit dem Gesamtergebnis sind wir glücklich“, sagt der Bauingenieur und spricht damit zum einen die Wahlbeteiligung an, die bei 56,1 Prozent liegt, zum anderen die Bürgerbeteiligung, die durch die vielen vertretenden Gruppen nun möglich sei. Mit den anderen Wählergruppen, wie der Bürgermeisterliste oder Für Doberan, gebe es viele thematische Schnittstellen. „Ich glaube, dass neue Themen angesprochen werden können.“

Karin Schwede sitzt für Bürger für Bürger (5,5 Prozent) in der Stadtvertretung. Andreas Jahncke zieht für Jugend-Umwelt-Sport (4,1 Prozent) ins Parlament ein, Dr. Hans-Dieter Kleine für die Freien Wähler (2,7 Prozent) und Harry Klink für Kurort und Seeheilbad Status (2,3 Prozent).

Der Bürgerbund kommt auf 2,7 Prozent und verliert im Vergleich zur vergangenen Wahl zwei Sitze und wird künftig mit Heike Ohde vertreten sein.

Die Einzelbewerber Thomas Gipp und Nikolas Theodorou und der Tourismusbund mit Tillmann Hahn und Heinz Beuter haben es nicht in die Stadtvertretung geschafft.

Anja Levien

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