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Bad Doberan Bad Doberan: So will das Museum mehr Besucher ansprechen
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Bad Doberan: So will das Museum mehr Besucher ansprechen

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19:17 28.02.2020
Lisa Riess (31) ist die Leiterin des Stadt- und Bädermuseums in Bad Doberan. Quelle: Lena-Marie Walter
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Bad Doberan

„Ich würde gern einmal etwas zu Bad Doberan in den 90er Jahren machen“, sagt Lisa Riess, Museumsleiterin des Stadt- und Bädermuseums der Münsterstadt. „Das ist ja das Jahrzehnt, in dem ich aufgewachsen bin und das eventuell auch meine Generation ansprechen würde.“ Solche Ideen hat die 31-Jährige viele – im Rahmen der Sonderausstellungen versucht sie, diese umzusetzen und so die Anwohner und Touristen anzusprechen.

Schnelle Umsetzung der neuen Ideen

Noch stärker soll sich der Fokus auf die Zusammenarbeit mit anderen Veranstaltern der Stadt richten, um den Gästen passend zu den Sonderausstellungen ein Programm anbieten zu können. Diese Ziele würde Lisa Riess bereits gern im Frühjahr dieses Jahres in die Tat umsetzen: „Wir planen zur Frauenwoche eine Ausstellung über die Geschichte der Frauen und schlagen darin einen Bogen zu Bad Doberan.“ Im Februar startet auch die Vortragsreihe „Frauensalon“ der Doberaner Galerie Roter Pavillon. Eine Zusammenarbeit würde sich in den Augen der Leiterin sehr gut anbieten.

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In der Nachsaison plant das Team um Lisa Riess, noch einmal die Architekten- und Baumeisterausstellung zu zeigen, die bereits im vergangenen Jahr kurz zu sehen war. Für diejenigen, die diese bereits besucht haben, soll es sich trotzdem lohnen – die Ausstellung soll um einige Stücke erweitert werden. Mit dabei sind Exponate von Hans Carlson, dem Erbauer des Doberaner „Backenzahns“ – das Ehrenmal zum Gedenken der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten.

In Vorbereitung auf die Ausstellung möchte Lisa Riess bei verschiedenen Einrichtungen, wie beispielsweise der Denkmalschutzbehörde, eine Zusammenarbeit anfragen. Die Ausstellung werde ab September oder Oktober im Möckelhaus zu sehen sein.

Ausstellungen im Doberaner Museum

Stadt- und Bädermuseum Bad Doberan:

Im Stadt- und Bädermuseum Bad Doberan wird die Geschichte von Bad Doberan und Heiligendamm anhand vieler Exponate veranschaulicht. Thematisiert werden unter anderem Bademoden und -sitten sowie die Entwicklung des ersten deutschen Seeheilbades Heiligendamm.

Neben historischen Grafiken und Gemälden regionaler Künstler sind auch medizinische Geräte sowie Zier- und Gebrauchsgegenstände ausgestellt. Ein Teil befasst sich auch mit der Geschichte des Zisterzienserklosters Doberan.

Das Museum hat vom 16. September bis zum 14. Mai von Dienstag bis Freitag zwischen 10 und 16 Uhr geöffnet, Samstags bis 16 Uhr. Vom 15 Mai bis zum 15. September öffnet das Haus von Dienstag bis Freitag um 10 Uhr und schließt um 17 Uhr, Samstags ist ab 12 Uhr geöffnet.

Ein Besuch in der Dauer- sowie Sonderausstellung kostet 3 Euro, 2 Euro für Ermäßigte.Die Familienkarte kostet 6 Euro. Mit einer Kombikarte erhalten Erwachsene für 5 Euro und Ermäßigte für 3,50 Euro Eintritt ins Museum und Doberaner Münster. Eine Familienkarte kostet 10 Euro.

Sonderausstellungen über längeren Zeitraum

Derzeit können Besucher die Ausstellung „Im Auge des Betrachters – Doberaner Kunstschätze“, die aus dem bisherigen Bestand des Museums zusammengestellt ist, bestaunen. Schon während der Aufbauphase der Sonderausstellungen kam der Museumsleiterin eine neue Idee: „Wir wollen den Besuchern zeigen, wie es aussieht, wenn wir die Sonderausstellungen vorbereiten. Dann kann man sehen, was alles zur Vorbereitung gehört und wie viel Arbeit dahintersteckt.“

Dies ist auch ein weiterer Grund, warum das Team des Museums auf mehr Veranstaltungen setzen möchte. Aufgrund dessen will die Leiterin zukünftig die Sonderausstellungen über einen längeren Zeitraum als bislang in den Museumsräumen stehen lassen und passend zum Thema beispielsweise Vorträge organisieren.

Sinkende Besucherzahlen – Museum setzt auf mehr Werbung

Die Ideen sollen neue und alte Besucher ansprechen, denn die Besucherzahlen sind rückläufig, wie die Museumsleiterin Lisa Riess erzählt. Um in dem Museum wieder mehr Zulauf zu generieren, setzt die Historikerin nun auf Internetpräsenz. So können Touristen das Stadt- und Bädermuseum nun auch auf Portalen finden. Mit dieser Strategie verfolgt die Historikerin ein klares Ziel: „Die Touristen sollen uns wahrnehmen. Sie sollen nicht nur wegen des Münsters nach Bad Doberan kommen und zufällig an unserem Gartentor vorbeispazieren. Wir müssen als Kulturort wahrgenommen werden. Ich hoffe auch, dass wir die Doberaner mit den Sonderausstellungen ansprechen können und uns mit mehr Werbung besser aufstellen.“

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