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Bad Doberan Badeunfall in Börgerende: Strand könnte bald bewacht werden
Mecklenburg Bad Doberan Badeunfall in Börgerende: Strand könnte bald bewacht werden
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17:35 30.08.2019
Der Strand von Börgerende wird bisher nicht von Rettungsschwimmern bewacht. Quelle: W&N Immobilien-Gruppe
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Börgerende-Rethwisch

Eine Frau ist am Freitagmorgen aus der Ostsee bei Börgerende (Landkreis Rostock) vor dem Ertrinken gerettet worden. Gegen acht Uhr hatte eine Familienangehörige – vermutlich die Tochter – die Frau aus dem Wasser gerettet. Diese war nach Angaben der Feuerwehr im Wasser ohnmächtig geworden. Zurück am Strand gelang es der Retterin, gemeinsam mit Passanten, die Frau wiederzubeleben. Dort übernahm die Freiwillige Feuerwehr Börgerende-Rethwisch die Erste Hilfe.

„Als wir eintrafen, war die Dame bereits wieder ansprechbar“, sagt Robert Weigel, Wehrführer der Gemeinde Börgerende-Rethwisch. Ebenfalls im Einsatz war die Freiwillige Feuerwehr Nienhagen. „Wir haben geholfen, die Frau zum Rettungshubschrauber Christoph 34 zu tragen. Der flog sie dann in die Südstadtklinik nach Rostock“, sagt Wehrführer Birger Mendrina. Die Feuerwehr Bad Doberan sei ebenfalls alarmiert worden, weil sie ein Rettungsboot besitzt. Das kam jedoch nicht zum Einsatz.

Gemeinde will Seebad werden

Bislang ist der Strand von Börgerende-Rethwisch nicht durch Rettungsschwimmer bewacht. Bürgermeister Horst Hagemeister (parteilos) hofft jedoch, dass sich das bald ändern wird. Dann nämlich, wenn die Gemeinde offiziell ein „Staatlich anerkanntes Seebad“ wird. Vor einiger Zeit hat sie diesen Titel beim Sozialministerium in Schwerin beantragt. Dafür müssen verschiedene Auflagen erfüllt werden. Der Ort braucht unter anderem eine Arztpraxis, Strandpromenaden, vom Straßenverkehr ungestörte Parkanlagen, Strand- oder Landschaftswege sowie Möglichkeiten für Spiel und Sport. Und es müssen bestimmte klimatische Bedingungen herrschen.

Den Beschluss, sich um den Seebad-Titel zu bemühen, hatte die Gemeinde bereits im Jahr 2002 gefasst. In diesem Zusammenhang wurden auch die erforderlichen Immissions- und Klimagutachten erstellt. Allerdings sind diese Gutachten inzwischen mehr als zehn Jahre alt und musste deshalb jetzt erneuert werden, erläutert Hagemeister. Kostenpunkt: 20 000 Euro. Nun seien alle Unterlagen nachgereicht worden.

Er ist zuversichtlich: Das für die Titelvergabe zuständige Komitee tage immer zweimal im Jahr. „Ich gehe davon aus, dass sie bei ihrer nächsten Sitzung – vielleicht noch im Dezember oder im Frühjahr – über unseren Antrag beraten und uns dann den Titel verleihen werden“, sagt Horst Hagemeister. „Ich hoffe, zur nächsten Saison ist es dann soweit.“ Mit dem Titel würde die Gemeinde dann auch Kurtaxe verlangen. Damit könne dann auch ein bewachter Strand finanziert werden. „Der ist dann ohnehin Pflicht“, sagt der Bürgermeister.

Rettungsboot für Feuerwehr geplant

Unabhängig davon soll aber nach wie vor die Freiwillige Feuerwehr bei der Wasserrettung zum Einsatz kommen. Um die Rettungswege kürzer zu machen, will Börgerende-Rethwisch demnächst auch ein eigenes Boot für die Wehr anschaffen. „Wir haben das gerade auf der Gemeindevertretersitzung beschlossen“, sagt Hagemeister. „Hoffentlich haben wir das schon bis zum Jahresende.“ In diesem Jahr habe es bereits mehrere Badeunfälle gegeben, bei denen allerdings nicht immer die Feuerwehr zum Einsatz kam.

Von Cora Meyer

Marco Wenzlaff ist Ergotherapeut mit der Spezialisierung auf Alpakatherapie. Er und seine Tiere sind ein eingespieltes Team. Der OSTSEE-ZEITUNG gewährt er Einblick in seine Arbeit mit der siebenjährigen Jasmin und erklärt, wieso die Vierbeiner Menschen heilen können.

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