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Bad Doberan Wird hier bald Bauschutt verwertet?
Mecklenburg Bad Doberan Wird hier bald Bauschutt verwertet?
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06:00 26.01.2019
Voraussichtlicher Platz für die neue Bauschuttrecyclinganlage in Kröpelin. Quelle: Thomas Hoppe
Kröpelin

 Unweit des Hundehäger Weges, hinter der Milchviehanlage und beim Sandtagebau an dieser Stelle, möchte eine Grimmener Firma künftig Bauschutt recyceln. Dafür hat die Günter Papenburg AG im November des vergangenen Jahres einen entsprechenden Antrag für den Betrieb der Anlage gestellt, über dessen Genehmigung das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt in Rostock entscheiden soll. Dafür ist auch die Stadt Kröpelin zur Abgabe einer Stellungnahme aufgefordert worden und der hiesige Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau, Planung, Umwelt und Landschaftsschutz hat am vergangenen Montagabend dazu beraten.

„Nach den vorliegenden Unterlagen empfiehlt der Ausschuss der Stadtvertretung, dem Antrag kein Einvernehmen der Stadt zu erteilen“, heißt das Fazit des Kröpeliner Bauamtsleiters, Rüdiger Kropp, nach dieser Sitzung, wo der Antrag geprüft wurde. Der Fachausschuss hat auf mehrere Mängel in den Unterlagen hingewiesen. So sei das neue Wohngebiet „Schönbusch“ im Kröpeliner Ortsteil Jennewitz insbesondere im Hinblick auf luftverunreinigende Stoffe, die möglicherweise vom Standort der Anlage ausgehen könnten, sowie auf Schallemissionen zu untersuchen, was bisher in den vorliegenden Gutachten nicht geschehen sei. Zudem fordern die Ausschussmitglieder die Betriebszeit der Anlage von bislang 6 Uhr bis maximal 22 Uhr auf 6 bis 18 Uhr zu reduzieren. Rüdiger Kropp: „Denn wir haben im Nahbereich dieser Anlage mit der Straße des Friedens ein reines Wohngebiet, in dem die Lärmbelastung am Tag nicht höher sein darf als 55 Dezibel A und nachts nicht höher als 35 dbA“.

Das A zeigt an, dass im Schalldruck-Messgerät die Signale so gefiltert wurden, dass sie den Eigenschaften des menschlichen Gehörs entsprechen.

Zudem weisen Verwaltung und Volksvertreter in Kröpelin darauf hin, dass in rund 400 Metern Entfernung von der geplanten Anlage eine sogenannte Splittersiedlung existiert, zu der die besonders schützenswerten Einrichtungen von der Volkssolidarität mit dem Betreuten Wohnen und vom ASB das Mutter-Kind-Therapiezentrum gehören.

Bei der vorliegenden Schallimmissionsprognose vermissen die Kröpeliner Informationen darüber, wann die zu erwartenden Geräuschquellen, wie Hydraulikbagger mit Spitzmeißel oder Brech- und Siebanlage gleichzeitig auftreten. „Wenn Maschinen und Geräte gleichzeitig arbeiten, ergibt das einen höheren Schallwert“, erklärt der Bauamtsleiter.

Der Niederlassungsleiter der Günter Papenburg AG, Willi Säger, sieht das gelassen: „Die Bedenken der Stadt gehen an das Stalu und die entscheiden beziehungsweise informieren uns, welche Nachforderungen von den Behörden kommen. Das werden wir entsprechend beachten“. Ihm ist wichtig, dass die Anlage der Zwischenlagerung und Verwertung von Betonbruch und von Aushubböden dient: „Das ist keine Deponie, hat nichts mit Müll zu tun und ist alles ungefährlich. Man braucht eben eine Genehmigung, wenn man irgendwo alles das, was beim Abbruch eines Hauses entsteht, lagern, absieben und der Bauindustrie wieder zuführen oder es entsprechend entsorgen möchte“.

Thomas Hoppe

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