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Bad Doberan Eduardo Catalán: „Jeder ist ersetzbar!“
Mecklenburg Bad Doberan Eduardo Catalán: „Jeder ist ersetzbar!“
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13:18 27.01.2019
Bürgermeister Eduardo Catalán verabschiedet sich schon mal. Quelle: Thomas Hoppe
Bargeshagen

 „Ich wünsche allen noch mal ein erfolgreiches neues Jahr und möchte mich bei Ihnen verabschieden. Ich werde in der neuen Legislatur nicht mehr zur Verfügung stehen, weder in der Gemeindevertretung noch als Bürgermeister. Ich hoffe, dass wir noch einen geeigneten Kandidaten finden, um das Zepter weiterzugeben. Jeder ist ersetzbar, das ist so. Vielen, vielen Dank!“

So leitete der Bürgermeister von Admannshagen-Bargeshagen, Eduardo Catalán (FDP), unter Beifall vom Redenteil des Neujahrsempfangs der Gemeinde am vergangenen Freitag zum Buffet-Besuch über. Zuvor hatte er gemeinsam mit Gemeindevertreter Hans-Peter Stuhr vor den rund 100 Gästen in der Bargeshäger Kulturscheune Bilanz gezogen und die aktuelle Situation der Gemeinde geschildert.

Demnach sei jetzt der Bauhof bestens gerüstet mit neuester Technik, der Radweg in der Tannenstraße ist fertig, die Küche im Jugendklub wurde erneuert, das Mehrgenerationenhaus soll im September eingeweiht werden und Verkehrsmessungen hätten ergeben, dass es seit fünf Jahren auf der B 105 „kaum signifikante Veränderungen“ gab: „Auch in Admannshagen Ausbau ist der Verkehr ist nicht mehr geworden“, betonte Eduardo Catalán. Schmerzlich sei, dass der Sportverein noch immer kein neues Zuhause habe und welche Situation in der Schule herrsche. In Aussicht stellte der Bürgermeister Planungen für ein neues großes Wohngebiet nahe des Tannenparadieses – südlich der B 105 – und für ein neues Gewerbegebiet. Die Gemeinde sei mittlerweile ein Kompetenzzentrum für Windkraft, hier finde die Zertifizierung für ganz Europa statt und hier gebe es einen der wenigen Windkanäle für Flügel. Näher rückt in Admannshagen das Zentrum für regenerative Energien mit 40 Windkraftingenieuren: „Dieser Windpark wird noch in diesem Jahr in Bau gehen. Geplant ist zudem ein Speicher, Solarflächen sind vorhanden“. Eindringlich schilderte Catalán die Begehrlichkeiten Rostocks, was Bauflächen betrifft, und versprach quasi, dass irgendwann die Eingemeindungsdiskussion beginnen werde: „Da kommt es drauf an, wie groß ist der Happen? Ist er groß, wird er sich verschlucken. Also wird er sich lieber die kleinen Happen nehmen“.

Hans-Peter Stuhr bot in seinem ausführlichen Überblick auch Statistik – 600 Senioren über 65 Jahre in der Gemeinde, doch ein Durchschnittsalter von 42/43 Jahren, elf Jugend-Fußballmannschaften in Spielgemeinschaft mit Parkentin, zwei aktive Jugendklubs – aber insbesondere eine lange Liste zu erwartender Aktivitäten, auf der auch die Premiere der Band „Tonfisch“ im April sowie ein neues 400 000 Euro-LF 20 für die Wehr stehen. Wenn heute die Gemeindevertretung zustimmt, soll das Fahrzeug in 20 Monaten geliefert werden.

Für ihren besonderen Einsatz zum Wohle der Gemeinde wurden der langjährige Bürgermeister Klaus-Peter Wiendieck (1990 bis 2009 im Amt) und der Verkehrsexperte Dipl.-Ing. Franz Pierer geehrt. Als „Partner der Feuerwehr“ wurde der Fahrzeug- und Karosseriebau Parkentin gewürdigt.

Die Ehrung für Altbürgermeister Klaus-Peter Wiendieck nahm seine Frau Rosemarie entgegen, weil ihr Gatte erkrankt ist. Quelle: Thomas Hoppe
Der Bargeshäger Franz Pierer (70), ein studierter Verkehrsplaner, hat sich als Rentner um die Verkehrssituation in der Gemeinde gekümmert. Quelle: Thomas Hoppe

Thomas Hoppe

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