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Bad Doberan Bargeshagen bekommt Discounter
Mecklenburg Bad Doberan Bargeshagen bekommt Discounter
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10:36 01.06.2019
Bargeshagen aus der Luft: Rechts neben der Bundesstraße soll auf Höhe des Admannshäger Damms ein Discounter gebaut werden.
Bargeshagen aus der Luft: Rechts neben der Bundesstraße soll auf Höhe des Admannshäger Damms ein Discounter gebaut werden. Quelle: Manfred Sander
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Bargeshagen

Schon im kommenden Jahr könnte in Bargeshagen ein Verbrauchermarkt gebaut werden. „Es gibt zwei ganz konkrete Interessenten“, sagt der bisherige Bürgermeister Eduardo Catalán (FDP). „Die werden jetzt in den kommenden Monaten ordentlich Druck machen.“ Favorisierter Standort ist eine etwa 7000 Quadratmeter große, bislang unbebaute Fläche an der B 105.

„Hier sollen nach unseren Vorstellungen neben dem neuen Discounter mit einer Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern auch mehrgeschossige Wohnhäuser entstehen“, erklärt Catalán. „Der Bedarf ist in beiden Fällen auf jeden Fall vorhanden.“

Denn die Gemeinde müsse dringend auch Wohnraum für Familien mit Kindern schaffen – und das möglichst preiswert, so Catalán: „Bei uns wurden in den vergangenen Jahren jede Menge neue Einfamilien- und Doppelhäuser gebaut – aber bezahlbare Drei- und Vierraumwohnungen sind immer noch totale Mangelware.“

„Für den Bau eines Discounters gibt es zwei ganz konkrete Interessenten – die werden in den kommenden Monaten ordentlich Druck machen.“ Eduardo Catalán, bisheriger Bürgermeister Quelle: Lennart Plottke

Um das neue Gebiet optimal erschließen zu können, soll in Verlängerung des Admannshäger Damms ein Kreuzungsbereich eingerichtet werden. „Das bietet sich an dieser Stelle geradezu an“, meint Catalán. „Auch die damit sehr günstige Erreichbarkeit des Marktes inklusive der dann vorhandenen Infrastruktur ist für potenzielle Betreiber sicher ein schlagendes Argument.“

Gewerbegebiet wird um vier Hektar erweitert

Damit die geplanten Baumaßnahmen umgesetzt werden können, muss zunächst der Flächennutzungsplan der Gemeinde angepasst werden. „Denn neben diesem Bereich wird es auch beim gegenüberliegenden Gewerbegebiet am Admannshäger Damm Veränderungen geben“, kündigt Catalán an. „Dieses Gebiet soll um vier Hektar erweitert werden – uns liegen entsprechende Anfragen von Betrieben, insbesondere für das produzierende Gewerbe, vor.“

Dieses neue Gebiet sollte auch mit Blick auf Windkraft und Elektroenergie auf dem neuesten Stand sein, meint Bargeshagens Bürgermeister: „Die Voraussetzungen sind bestens – fünf Windräder stehen nur wenige Meter entfernt auf dem Messfeld in Admannshagen.“ Deshalb sei hier jetzt eine große Fläche auch für die Nutzung von Solarenergie und Energiespeicher vorgesehen, erklärt Catalán: „Langfristiges Ziel ist, den Energiebedarf der Gemeinde zu decken und den Rest weiterzugeben.“

Dieser Aspekt sei neben der ­Erweiterung des Gewerbegebietes und dem geplanten Wohnungsbau auch für das Energieministerium in Schwerin interessant, erklärt Planer Ronald Mahnel: „Unter dem Motto ,Grüne Gewerbegebiete‘ wird immer auch nach solchen vernetzten Geschichten ­gesucht – da könnte die Gemeinde punkten.“

Langfristige Planungen über mehrere Jahrzehnte

Mit der Änderung des Flächennutzungsplanes solle jetzt eine Entwicklung angeschoben werden, „die in den kommenden zehn, 20 oder auch 30 Jahren greifen kann“, erklärt Catalán: „Wir sprechen hier von einem längerfristigen Zeitstrahl – das kann jetzt ein großer Wurf werden.“ In den 1990er-Jahren sei der Flächennutzungsplan zum letzten Mal grundlegend geändert worden: „Und die damals vorgesehenen Dinge wurden dann zum großen Teil Stück für Stück abgearbeitet.“

Der neue Bauausschuss und die neu gewählte Gemeindevertretung müssten sich jetzt abschließend mit dem geänderten Flächennutzungsplan sowie dem entsprechenden Bebauungsplan beschäftigen, blickt Catalán voraus: „Wir sind hier schon sehr weit – ich gehe davon aus, dass spätestens zum Ende dieses Jahres alles in trockenen Tüchern ist und wir ab 2020 mit ersten Baumaßnahmen beginnen können.“

Lennart Plottke

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