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Bad Doberan Bessere Polizeipräsenz im Ostseebad gefragt
Mecklenburg Bad Doberan Bessere Polizeipräsenz im Ostseebad gefragt
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14:38 27.02.2019
Lars Zacher (r.) und Christoph Zocher vom CDU-Ortsverband Kühlungsborn vor der ehemaligen Polizeistation in der Karl-Risch-Straße Quelle: Rolf Barkhorn
Kühlungsborn

 Heute Abend, am 28. Februar, um 19 Uhr tagt die Kühlungsborner Stadtvertretung öffentlich in der Aula des Schulzentrums. Dazu liegt unter anderem eine Beschlussvorlage von der CDU-Fraktion vor, die eine verbesserte Präsenz der Polizei im Ostseebad zum Ziel hat. Wörtlich heißt es im Entwurf: „Der Bürgermeister wird beauftragt, alle Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass eine geeignete Polizeistation an prominenter Stelle im Ort geschaffen wird.“

Vorschläge für neuen Standort der Polizeistation

Auch konkrete Standortvorschläge werden unterbreitet: Die ehemalige Polizeistation in der Karl-Risch-Straße oder Räume im geplanten Bürgerhaus neben dem Parkhaus – beides im Stadtteil Ost gelegen – sollten mit in Betracht gezogen werden, heißt es. „Wir brauchen eine sichtbare Präsenz der Polizei an einem prominenten Standort, wo sie nicht zu übersehen ist. Abschreckung durch Präsenz ist auch ein Stück weit Prävention“, argumentiert Lars Zacher, Stadtvertreter und Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Kühlungsborn.

Ziesig unterstützt CDU-Vorschlag

Vor allem die Ereignisse in den vergangenen Wochen und Monaten in Kühlungsborn hätten gezeigt, wie wichtig es sei, für Sicherheit zu sorgen. „Wir hatten mehrere Raubüberfälle, Einbrüche, Diebstähle und Körperverletzungen zu verzeichnen. Dass das so nicht weitergehen darf, weiß jeder“, betont Zacher. In Gesprächen mit den Bürgern und im sozialen Netzwerk sei das Thema intensiv diskutiert worden. „Unser Eindruck daraus ist, dass wir bei den Bürgern mit unserem Vorschlag offene Türen einrennen“, sagt Lars Zacher. Deshalb rechnet er damit, dass auch eine Mehrheit der Stadtvertreter der Beschlussvorlage seiner Fraktion zustimmen wird.

Mit Bürgervorsteher Uwe Ziesig (parteilos) haben die Christdemokraten für ihren Vorschlag schon mal einen Unterstützer. „Ich finde die Idee gut, die Polizei wieder am Standort der ehemaligen Station in Ost unterzubringen. Auf die zahlreichen Delikte und Vorkommnisse, die dem Image unseres Ortes nur schaden, hatte ich Anfang des Jahres schon hingewiesen“, so Ziesig. Allerdings sei ihm klar, dass sich solch ein Vorhaben nicht von heute auf morgen umsetzen lasse. Wie die Polizei im Ort aufgestellt werde, sei keine Entscheidung, die in Kühlungsborn getroffen werde.

Bürgermeister Rüdiger Kozian sieht das ähnlich: „Dass die Polizei stärker präsent sein muss, ist eine Forderung, die auch ich unterstütze. Aber ich bin nicht der Innenminister, der darüber zu entscheiden hat, wie stark die Polizei in einzelnen Orten vertreten ist. Mit den verantwortlichen Stellen werden wir Gespräche dazu führen. Innenminister Lorenz Caffier wird demnächst nach Kühlungsborn kommen. Der Grund seines Besuches ist zwar ein anderer, aber ansprechen werde ich dieses Thema dann auch.“

Der Bürgermeister warnt allerdings davor, zu blauäugig an das Thema heranzugehen. Mehr Präsenz der Polizei zu fordern, sei vor Wahlen generell ein beliebtes Thema: „Aber es darf uns nicht passieren, dass wir viel Geld für die Schaffung einer neuen Polizeistation ausgeben und das Gebäude dann leer bleibt, weil die Polizei gar nicht die Kapazitäten hat, um es dauerhaft zu besetzen.“

Lars Zacher, der gar nicht bestreitet, dass das Thema Sicherheit auch Bestandteil des Wahlprogramms seines Ortsverbandes zur Kommunalwahl ist, rechnet damit, dass für eine neue Polizeistation kein ganzes Haus benötigt wird. „Da reichen sicher zwei oder drei Räume, die man der Polizei verpachten kann. Wichtig aber ist ein Standort, an dem ihre Präsenz auch für alle sichtbar ist!“

Polizei signalisiert Gesprächsbereitschaft

Die Polizei selbst signalisiert Gesprächsbereitschaft in dieser Angelegenheit. Polizeihauptkommissar Gert Frahm von der Pressestelle der Polizeiinspektion (PI) in Güstrow erklärt dazu: „Die dargestellten Argumente für einen Standort in Kühlungsborn-Ost sind nicht von der Hand zu weisen. Von daher würde das Ansinnen zu Standortgesprächen seitens der Polizeiinspektion Güstrow auch nicht abgelehnt werden. Wenn uns eine konkrete Planung vorgetragen wird, kann sicher intensiver darüber nachgedacht werden.“

Gleichzeitig verteidigt der Polizeisprecher den gegenwärtigen Standort der Station im Stadtteil West: „Die Station liegt dicht an der gut besuchten Promenade, und die Bewohner von Kühlungsborn wissen nach drei Jahren sehr wohl, wo sie ist. Eine Beschilderung ist ebenfalls vorhanden.“ Auch betont Frahm, dass die Polizei über das Hauptrevier in Bad Doberan „durchweg erreichbar“ sei.

Rolf Barkhorn

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