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Bad Doberan Blaue Flagge – wehendes Gütezeichen
Mecklenburg Bad Doberan Blaue Flagge – wehendes Gütezeichen
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15:33 07.06.2019
Bad Doberans Bürgermeister Jochen Arenz (l., parteilos) sowie die Mitarbeiter der Touristinformation, Danielle Zimmermann und Sebastian Bönner präsentieren die Blaue Flagge. Zum 24. Mal erhält Heiligendamm das Symbol für einen sauberen Strand und beste Wasserqualität. Quelle: Rolf Barkhorn
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Heiligendamm/Kühlungsborn/Nienhagen

Sie wehen wieder an ihren Stammplätzen in der Region: am Strand in Heiligendamm, im Ostseebad Nienhagen und gleich zweimal in Kühlungsborn, am Mittelstrand und im Bootshafen – so als sei es eine Selbstverständlichkeit. Doch das ist die „Blaue Flagge“ nicht. Die wird als Gütezeichen für die Einhaltung hoher Umweltstandards jedes Jahr aufs Neue vergeben, durch die Stiftung für Umwelterziehung. „An Stränden, wo diese Flagge weht, können sich die Gäste darauf verlassen, dass auf Sauberkeit viel Wert gelegt wird und dass auch das Badewasser über eine gute Qualität verfügt“, weiß Danielle Zimmermann von der Touristinformation der Stadt Bad Doberan.

Zum 24. Mal in Heiligendamm

Für die Beachtung der strengen Umweltkriterien am Strand des Seebades Heiligendamm gab es die Umweltauszeichnung in diesem Jahr immerhin schon zum 24. Mal! „Darauf sind wir sehr stolz“, meint Doberans Bürgermeister Jochen Arenz (parteilos) und verweist darauf, dass eine solche symbolträchtige Auszeichnung immer auch eine Verpflichtung ist. Dafür, dass die strengen Kontrolleure der Stiftung, die stets unangemeldet kommen, den Heiligendammer Strand auch künftig positiv bewerten, sorgen unter anderem die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes. „In regelmäßigen Abständen fahren sie den Strand ab und leeren die Abfallbehälter, die in ausreichender Zahl bereitstehen“, informiert Danielle Zimmermann.

Bei den Kriterien für den Erhalt der Flagge nimmt die Information und Aufklärung der Gäste einen wichtigen Platz ein. Angaben zu Umwelt- und Naturschutz sowie über Untersuchungsergebnisse von Wasserproben finden die Strandbesucher im Schaukasten an der Strandpromenade.

Aufklärung und Information wichtig

Information und Aufklärung sind auch das A und O im Sportboothafen in Kühlungsborn, wo die Blaue Flagge zum 13. Mal gehisst wurde. Dazu sagt Hafenmeister Jens Buchwald: „Skipper, die wissen, dass sie ihr Schmutzwasser aus Bilge und Fäkalientank bei uns kostenlos entsorgen können und den Platz kennen, wo die Container für den Abfall stehen, kommen nicht auf die Idee, ihren Unrat einfach über Bord zu kippen.“ Seinen Gästen, die als Dauerlieger oder als Wasserwanderer im Hafen festmachen, bescheinigt der Kühlungsborner ein insgesamt hohes Umweltbewusstsein. „Die meisten Skipper sind selbst sehr darauf bedacht, die Umwelt intakt zu halten“, betont Jens Buchwald.

Ähnliches sagt Strandkorbvermieter Jörg Schoof über seine Gäste: „Das Umweltbewusstsein der Strandbesucher hat sich in den vergangenen Jahren zum Positiven entwickelt. Es kommt eher selten vor, dass Gäste etwas liegen lassen.“ Gut angenommen wird laut Schoof der kostenlose Strandascher, den Gäste bei ihm und seinen Kollegen erhalten. Damit soll verhindert werden, dass Raucher ihre Zigarettenreste achtlos wegwerfen.

Antrag wird im Herbst gestellt

Doch mit Aufklärung und dem gesteigerten Umweltbewusstsein der Gäste allein ist der Erhalt der Blauen Flagge noch nicht gesichert. Dazu sind noch einige Hausaufgaben formeller Art zu machen. „Allein der Antrag an die Stiftung, den unsere Sekretärin jeden Herbst ausfüllt, enthält neun Seiten, Anhänge zur Nachweisführung von Strandreinigung und Abfallentsorgung nicht mitgerechnet. Der Aufwand wird jedes Jahr mehr“, sagt Ulrich Langer, Geschäftsführer der Tourismus, Freizeit- und Kultur GmbH Kühlungsborn.

Dass am Mittelstrand von Kühlungsborn die Blaue Flagge in diesem Jahr schon zum 23. Mal in Folge weht, sei aber schon ein Grund, stolz zu sein, findet Langer und ergänzt: „Für einen zertifizierten Tourismusort wie das Seebad Kühlungsborn ist es jedoch wichtig, dieses bedeutende Gütezeichen vorweisen zu können.“

Rolf Barkhorn

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