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Bad Doberan Blutspenden in Bad Doberan: Umzug wegen Schutz vor Corona-Infektionen
Mecklenburg Bad Doberan

Blutspenden in Bad Doberan: Umzug wegen Schutz vor Corona-Infektionen

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11:35 23.04.2020
Cornelia Klischke vom DRK-Kreisverband Bad Doberan. Quelle: Thomas Hoppe
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Bad Doberan

Das monatliche Blutspenden des DRK Kreisverbandes wird zumindest für die nächsten zwei Male, am 6. Mai und 3. Juni jeweils von 13 bis 18 Uhr, ins Schulungs- und Logistikzentrum der DRK am Waldrand 13 verlegt. Das sei die Folge aus den Maßnahmen zum Schutz vor Corona, sagt Cornelia Klischke, Ehrenamtskoordinatorin des Kreisverbandes. „Im Logistikzentrum haben wir die Möglichkeit, die Leute mittels eines Schleusensystems zur Blutabnahme zu geleiten. So kann der Mindestabstand eingehalten werden.“

Normalerweise findet das monatliche Blutspenden in den Räumlichkeiten des Betreuten Wohnens in Bad Doberan statt. Dort sei laut Klischke jedoch nicht die Möglichkeit gegeben, den Mindestabstand zu wahren. „Da begegnen sich die Leute auf dem Flur und stehen dicht an dicht“, so Klischke.

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Aufruf an alle, die Langeweile haben

Auch für zusätzliche Schutzmaßnahmen werde gesorgt sein. „Das erste, was wir machen, ist Fieber messen und zwar von jedem Spender“, sagt Klischke. „Leute mit erhöhter Temperatur dürfen nicht Spenden.“ Zudem werde jeder Spender einen Mundschutz bekommen, genau wie das medizinische Personal. Um zu lange Schlangen vor der Blutabnahme zu vermeiden, werden auch zwei Ärzte anwesend sein und den Vorgang beschleunigen. Zur weiteren Unterstützung werde auch ein Team der Medical Task Force vor Ort sein.

Klischke will diesmal vor allem diejenigen zum Spenden ermuntern, die sonst nicht kommen. „Alle über 17-Jährigen die sich gesund fühlen und Langeweile haben oder nicht zur Schule gehen können, sind herzlich eingeladen“, sagt sie. „Und auch die, die sonst keine Zeit zum Spenden haben, weil sie arbeiten müssen.“

Die Ehrenamtskoordinatorin verbindet mit dem Spendenaufruf auch ein Zeichen an die Menschen der Stadt in schwierigen Zeiten. „Die Einwohner von Bad Doberan sollen merken, dass es wieder vorangeht.“

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Von Flemming Goldbecher