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Bad Doberan Börgerende ist jetzt elektromobil
Mecklenburg Bad Doberan Börgerende ist jetzt elektromobil
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15:00 07.06.2019
Eröffneten jetzt offiziell die neue E-Ladestation in Börgerende: Bürgermeister Horst Hagemeister (l.) und Unternehmer Carlo Schmidt. Quelle: Lennart Plottke
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Börgerende

„Eigentlich müsste man jetzt in der ,Eon Drive-App’ die Ladestation in Börgerende sehen“, sagt Carlo Schmidt und tippt auf sein Smartphone. Dumm nur, dass dem Geschäftsführer der ortsansässigen Wind-Projekt GmbH mal wieder der mangelhafte Netz-Ausbau einen Strich durch die mobile Rechnung macht. Zumindest kurzzeitig – dann zeigt die Karte auf dem Bildschirm doch noch die Pension „Strandschloss Arielle“ an der Seestraße als Standort an. Hier hat Schmidt gemeinsam mit der Eon Energie Deutschland GmbH eine Ladestation für Elektrofahrzeuge installiert. „Das ist die erste öffentliche Station in dieser Gegend“, macht Schmidt deutlich. „Für unsere Gäste ist das ideal – und die Nachfrage ist ja da.“

Mit 22 Kilowatt Ladeleistung bewege sich die Anlage in der „Mittelklasse“, erklärt Schmidt: „Damit kann man im Stadtverkehr bis zu 100 Kilometer zurücklegen.“ Idealerweise könne die „Betankung“ aus Windstrom erfolgen, der direkt vor Ort produziert wird, betont der Wind-Projekt-Chef: „Das ist ja eines unserer Steckenpferde – bei optimalem Lastmanagement wird der Strom da verbraucht, wo er auch produziert wird.“

Ostsee-Gemeinde kann mit Nachhaltigkeit punkten

Gerade als Gemeinde an der Ostsee könne man so bei Urlaubern und auch Einheimischen mit Nachhaltigkeit punkten, meint Carlo Schmidt: „Wir haben hier saubere Luft, sauberes Wasser – und jetzt auch eine saubere Tankstelle.“ Neben der individuellen Nutzung könne er sich künftig auch einen elektromobilen Dorfbus vorstellen, blickt Schmidt voraus: „Dieses Projekt prüfen wir gerade – auch mit unserem Partner Eon Energie.“

Es gelte jetzt, zügig Antworten auf Fragen zur E-Mobilität zu finden, sagt auch Robert Woesner, Key Account Manager bei Eon Energie: „Da haben wir vor allem auch die Post- oder Pflegekräfte im Blick – die sind in dieser Region am Tag etwa 40 Kilometer mit ihren Fahrzeugen unterwegs und bieten sich für E-Fahrzeuge geradezu an.“ Noch sei hier der Landkreis Rostock insgesamt sehr dünn besiedelt, so Woesner: „Aber immer mehr Leute kommen aus den Großstädten mit ihren E-Autos zu uns und suchen entsprechende Ladestationen – das kann ein wichtiger Punkt bei der Wahl des Urlaubsortes sein.“

Standort-Vorteil für Börgerende-Rethwisch

Dass Elektromobilität die Zukunft sei, sollte längst jedem klar sein, sagt Bürgermeister Horst Hagemeister: „In anderen Ländern ist das teilweise schon im öffentlichen Nahverkehr normal – da hinken wir in Deutschland noch meilenweit hinterher.“ Umso glücklicher sei er, dass es mit Carlo Schmidt und seiner Wind-Projekt GmbH jemanden im Ort gebe, der jetzt der Öffentlichkeit am Strandschloss eine Ladestation zur Verfügung stelle, so Hagemeister.

Dabei setzt Schmidt künftig nicht nur auf sauberen Strom: „Gerade für das platte Land sind wasserstoffbetriebene Fahrzeuge besser geeignet – denn eine Betankung dauert hier nur zwei, drei Minuten.“ Das Problem: Bislang gibt es mit der Wasserstoffstation in Rostock nur eine Anlage in MV – und diese wird hauptsächlich von Mitarbeitern der Wind-Projekt GmbH genutzt. „Mit unseren beiden Fahrzeugen sind Reichweiten von bis zu 450 Kilometern realistisch“, sagt Schmidt. „Diese Fahrzeuge besitzen gerade in unserer Region klare Vorteile gegenüber den rein per Batterie betriebenen E-Autos.“

Lennart Plottke

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