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Bad Doberan Rathauschef geht Stadtteilproblemen nach
Mecklenburg Bad Doberan Rathauschef geht Stadtteilproblemen nach
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21:39 18.05.2019
Von rechts stehend: Arno Gutzmer (WIG), Bürgermeister Jochen Arenz und Petra Mader (AWG) stellen sich den Fragen und Anregungen von Bewohnern des Bad Doberaner Stadteils Buchenberg. Quelle: Thomas Hoppe
Bad Doberan

Rund 70 Bürgerinnen und Bürger sind der Einladung des Bad Doberaner Bürgermeisters Jochen Arenz, der Vorstandsvorsitzenden der Allgemeinen Wohnungsbaugenossenschaft (AWG), Petra Mader, und des Geschäftsführers der Wohnungsbau- und Investitionsgesellschaft (WIG), Arno Gutzmer, zu einer gemeinsamen Stadteilbegehung über den Buchenberg gefolgt. „Wir wollen den Bewohnern die Möglichkeit geben, Kummer und Sorgen los zu werden und können eventuell an manchen Stellschrauben drehen“, nennt Petra Mader ihre Gründe, der Initiative des Rathauschefs zu diesem Rundgang zu folgen. Sie könne die im Wohngebiet fehlende Kaufhalle nicht herbeischaffen, aber sich um Schlaglöcher und andere Dinge kümmern, die in den Zuständigkeitsbereich der AWG fallen würden.

„Wenn die Treppe nicht kommt, können Sie mich vom Buchenberg jagen!“

Der Rathauschef freut sich, dass so viele Bürgerinnen und Bürger gekommen sind und stellt ihnen zunächst auf dem Platz vor der AWG-Geschäftsstelle den neuen Leiter des städtischen Bauhofs, Andreas Molkentin, vor. Sein langjähriger Vorgänger, Hans-Joachim Krüger, gehe Ende des Monats in Rente. Dann verspricht Arenz den Bau einer seit Jahren angedachten Treppe vom Buchenberg zum Parkentiner Weg: „Wenn die Treppe nicht kommt, können sie mich vom Buchenberg jagen!“ Dazu hatte er im April vor den Stadtvertretern erklärt: „Wir planen die Treppe in diesem Jahr und nächstes Jahr wird gebaut.“

Er verspreche nicht, was er nicht halten könne, schickt der Verwaltungschef im ausführlichen Bürgergespräch vor der Begehung am AWG-Haus voraus und informiert, dass es auf dem Buchenberg bald eine Hundewiese geben soll sowie eine neue Bushaltestellenüberdachung.

Zu Linderung der Parkplatznot im Stadtteil, die die Bürger hier sehr bewegt, begrüße er die Idee vom Vorsitzenden des Gartenvereins, Andreas Peters, eine Parkfläche für etwa 40 Autos mit der Stadt quasi zu tauschen. Der Gartenverein würde seine bisherige Fläche nahe der Garagen in der Tarnow-Straße an die Stadt abtreten, wenn diese im Ausgleich „auf der anderen Seite“ 40 neue Parkplätze schaffen würde.

Parken und Versorgung sind hier gravierendste Probleme

„Das würde aber erst im Jahr 2021 was werden – aber wir versuchen, das hinzubekommen“, erklärt Jochen Arenz. Für die aktuellen Parkplatzprobleme habe er zur Zeit auch keine Lösung: „Doch ich sehe die Notwendigkeit. Jetzt stellen manche Leute in der Not ihre Autos auf eine Wiese und kriegen Knöllchen, aber dadurch entsteht nicht ein Parkplatz mehr.“

Die Themen Parken und Lebensmittelversorgung kristallisieren sich in dem fast 40-minütigen „Forum“ vor den AWG-Büros als die gravierendsten auf dem Buchenberg heraus. Wie der Bürgermeister dazu mitteilen muss, gibt es keine fahrenden Händler im Landkreis, die zur Versorgung der Bewohner auf dem Buchenberg beitragen könnten. „Es gibt auch niemanden, der es machen möchte“, ergänzt Jochen Arenz. Die frühere Fläche eines Discounters sei mittlerweile vermietet: „Wir haben ein Gespräch gehabt, dass Busse von hier aus regelmäßig zum Edeka und zum Krankenhaus fahren, aber eine andere Lösung gibt es nicht.“

Gesprochen wird unter anderem auch über fehlende Hundetoiletten, obwohl die Stadt im Jahr 5000 Euro für die Tüten ausgebe, über Sperrmüll und kaputte Fußwege.

Am 18. Mai trafen sich die Spitzen aus dem Bad Doberaner Rathaus, der WIG und der AWG mit rund 70 Bürgern des Stadtteils Buchenberg, um über die Alltagsprobleme in diesem Wohngebiet zu sprechen und sie vor Ort in Augenschein zu nehmen.

Für das nächste Jahr verspricht der Bürgermeister, dass in den Stadthaushalt 2020 auch Mittel für Bänke und Papierkörbe eingestellt würden, die dann auf den Buchenberg kämen.

„Ich werde in diesem Jahr in jedem Stadtteil einen Rundgang machen“, versichert Jochen Arenz der OZ: „Mir macht das richtig Freude!“.

Thomas Hoppe

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