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Bad Doberan Auf Herzens-Mission im Norden unterwegs
Mecklenburg Bad Doberan Auf Herzens-Mission im Norden unterwegs
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17:37 11.07.2019
Bei Neubukows Pastor Johannes Pörksen (oben) sind derzeit Richard Hasenbichler, Waldemar Schmolla, Hubert Lechner, Markus Müller (unten) und Manfred Danielis zu Gast. Sie verbringen eine Woche ihres Urlaubes damit, mit anderen über ihren Glauben zu sprechen. Quelle: Sabine Hügelland
Neubukow

„Grüß Gott“: Fünf Männer und eine Frau aus Österreich und Deutschland sind jetzt auf Herzens-Mission in Neubukow und Umgebung unterwegs. Sie verbringen eine Woche ihres Urlaubes damit, anderen die christliche Botschaft näherzubringen. Ein schöner Grill-und Spiel- Nachmittag für Kinder im Fritz-Reuter-Ring, Gespräche mit Senioren, in Gemeinden, Vorträge, aber auch direkt an der Haustür – es geht ihnen darum, den christlichen Glauben in Norddeutschland populärer zu machen.

„Bisher trafen wir hier nur auf freundliche Menschen. Sie lehnen uns nicht ab und sind offen“, sagt Richard Hasenbichler, dem die anderen beipflichten. „In großen Städten ist das anders“, sagt Manfred Danielis.

Unterstützung für Rumänien

„Wir lernten uns auf Missionarsreisen nach Rumänien kennen“, sagte Hubert Lechner aus Kufstein-Tirol. Seit 1990 fährt der Österreicher Richard Hasenbichler nach Rumänien. „Weil ich von einem Missionar hörte, dass es dort nur wenige Menschen gibt, die im Glauben stehen.“ Doch es geht ihnen auch darum, zu unterstützen, und so fuhren 1990 die ersten 13 großen Lastwagen mit Hilfsgütern nach Rumänien. Danach folgten noch viele weitere. „Inzwischen gibt es dort eine gute und gewachsene christliche Gemeinschaft“, sagt Hasenbichler.

Gleiche Entfernung nach Neubukow

Als die Freunde wieder einmal zusammensaßen, kam die Idee auf, doch einmal nach Norddeutschland zu reisen. „Wir haben gehört, dass es hier nur wenig Christen gibt und wenn Gott uns hierherschickt, dann soll’s so sein“, sagte Richard Hasenbichler. „Wir arbeiten aus dem Herzen heraus“, sagt Manfred Danielis, der ursprünglich aus Wismar stammt, jetzt aber Münchner ist. „Außerdem sind es von Österreich 1000 Kilometer nach Rumänien und 1000 Kilometer hierher, erstaunlich“, sagt Hubert Lechner. Über Bekannte, die den Neubukower Pastor kennen, verschlug es die Sechs nun an die Küste.

Pastoren erhalten neue Impulse

Zu Gast sind sie bei dem Pastoren-Ehepaar Margret und Johannes Pörksen. „Ich bin dankbar für diesen Besuch“, sagt er. „Da ich sehr eingespannt bin in einem fast schon festen Programm, erhalte ich durch diesen Besuch neue Impulse für meine Arbeit.“

Es geht nicht um den Erfolg, so viele wie möglich in die Gemeinde zu bekommen. „Sondern darum, die Menschen zu erreichen, die es möchten.“ In Westenbrügge und Neubukow gehören um die 1000 Menschen zur Kirche. Seit Kurzem zählen auch Kirch Mulsow und Alt Bukow zu seinem Bereich. Das sind noch einmal weitere 330 Mitglieder. „Anderen die gute Botschaft von Christus weitersagen, ihnen von dem erzählen, was man mit Gott erlebt hat – das ist Evangelisation“, sagt der Pastor.

Morgens beginnen alle mit einer Andacht, bevor sie ausschwärmen. „Wir waren auch in Westenbrügge. Die Kirche steht ja in guter Position, so auf dem Hügel“, sagt Hubert Lechner. Nach Kühlungsborn wollen sie auch einmal schauen. Ihren Glauben tragen die Christen in die Dörfer und kommen dabei mit Einwohnern ins lockere Gespräch. „Wir machen Bibelarbeit“, sagt er. „Es ist jedoch jedem seine Entscheidung, ob er zum Glauben kommen möchte oder nicht. Zwingen kann man dazu niemanden.“

Gespräche über das Leben

Die Frage, warum immer weniger Menschen an Gott glauben, löste eine kleine Diskussionsrunde aus: „Wann schreit der Mensch nach Gott? Wenn es ihm schlecht geht“, sagt Lechner. „Wenn es ihnen gut geht, brauchen ihn viele nicht. Für alle negativen Dinge wird Gott verantwortlich gemacht.“ Auch die Kriege werden ihm in die Schuhe geschoben. „Dabei ist es doch der Mensch, der handelt.“

Bei den Senioren wurden viele Fragen an Markus Müller aus Darmstadt gerichtet. „Aber wir haben auch Volkslieder gesungen und über das Leben gesprochen. Es hat mir Freude bereitet“, sagt er. „Natürlich hat man es als Christ auch nicht immer leicht. Wir haben unsere Probleme, die uns nicht abgenommen werden. Doch wenn wir welche haben, dann wissen wir, wohin wir uns wenden können. Unser fester Glaube hilft uns“, sagt Hubert Lechner.

Sabine Hügelland

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