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Bad Doberan Das Ostseebad Kühlungsborn würdigt die Ansichtskarte
Mecklenburg Bad Doberan Das Ostseebad Kühlungsborn würdigt die Ansichtskarte
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06:00 29.08.2019
Urlauberin Sandra Neuffer aus der Nähe von Stuttgart ist Kühlungsbornfan und freut sich über den neuen Kalender mit alten und neuen Ansichten des Ostseebades. Quelle: Rolf Barkhorn
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Kühlungsborn

Wer verschickt heute noch Ansichtskarten aus seinem Urlaubsort an Verwandte, Freunde und Kollegen? Es geht schneller mit dem Smartphone ein Selfie anzufertigen, als die Karte mit der richtigen Briefmarke zu versehen. Aber den Auslagen in Andenkenläden und Kiosken nach zu urteilen, scheinen die bunt bedruckten Pappkarten trotzdem kaum etwas von ihrer Beliebtheit eingebüßt zu haben.

Kalender zum 150. Geburtstag der Ansichtskarte

Weil sich der erste in Deutschland nachgewiesene Versand einer bedruckten Postkarte, durch Buchhändler August Schwartz von Oldenburg nach Magdeburg, im kommenden Jahr zum 150. Mal jährt (Quelle Wikipedia), widmet das Ostseebad Kühlungsborn dem Medium Ansichtskarte zum Jubiläumsjahr extra einen Kalender im A3-Format. Enthalten sind sowohl alte, als auch neue Ansichten des Ortes. Die alten Ansichten, die zum einen aus dem Fundus der Heimatstube im Haus „Rolle“ und zum anderen aus der Privatsammlung des Kühlungsborners Wolfgang Baade stammen, wurden jeweils den auf den einzelnen Monatsseiten aktuellen Farbaufnahmen in kleinerem Format beigestellt. Die neuen Aufnahmen stammen vom Fotografen und Fotodesigner René Legrand. So kann der Betrachter alte und neue Ansicht vergleichen.

Bedruckter Urlaubsgruß als Werbeträger

Viele der älteren, für den Kalender ausgesuchten Aufnahmen, stammen noch aus der Zeit vor der Stadtgründung Kühlungsborns 1938. Darauf verweist auch Bürgermeister Rüdiger Kozian (parteilos) in seinem Grußwort, das im Kalender abgedruckt ist.„Von Anfang an hatte die Ansichtskarte auch für die Badeorte Arendsee, Brunshaupten und Fulgen eine herausragende Bedeutung.“ Nicht nur Motive von Meer und Landschaft, sondern auch Fotografien von Hotels, Pensionen seien von den Gästen vom Urlaubsort an der Küste aus in alle Welt verschickt worden. Damit kommt der bunten Postkarte also auch eine wichtige Rolle als Werbeträger zu.

Heute sind ältere Ansichtskarten vor allem auch Zeitzeugnisse einer vergangenen Epoche. „Sie dokumentieren aus alten Zeiten die Architektur und die Entwicklung des Ostseebades auf eine sehr anschauliche Weise“, so Kozian, der in seinem Grußwort auf zahlreiche weitere Zeitdokumente im Fundus der Heimatstube verweist.

Interessantes aus der Ortsgeschichte

Auch der Betrachter des neuen Kalenders mit dem Titel „Ostseebad Kühlungsborn so schön heute und früher“ erfährt anhand der Abbildungen, wie der Ort an ausgewählten Standorten früher ausgesehen hat, dass es am westlichen Abschnitt der Küste in Arendsee mal eine Gaststätte mit Namen „Riedenkrug“ gab und, dass der Pavillon im Konzertgarten Ost früher ein Schindeldach mit einer dünner nach oben verlaufenden Spitze hatte.

Interessant und bezeichnend für die Entwicklung des Ostseebades ist das Monatsblatt für September. Es zeigt in großem Format eine Ansicht des neu errichteten Bootshafens und als beigefügte Ansichtskarte Segelboote, die an der alten Seebrücke von Brunshaupten festgemacht sind.

Seit kurzem ist der Kalender, der von Mitgliedern des Vereines der Heimatfreunde Kühlungsborn erstellt und in einer Auflage von 1500 Exemplaren gedruckt wurde, für sieben Euro an verschiedenen Stellen des Ostseebades erhältlich. Dazu gehören die Touristinformation im Haus des Gastes, die Heimatstube im Haus „Rolle“ (beides in der Ostseeallee), die Buchhandlung Neumeister (Strandstraße) sowie die Tankstellen des Ostseebades. Für Sandra Neuffer, Urlauberin aus Baden-Württemberg, ist die Bildersammlung „ein tolles Andenken an unseren diesjährigen Urlaub im wunderschönen Kühlungsborn“. Auch die Idee der Heimatfreunde, alte Ansichten des Ortes neben neue Aufnahmen zu stellen, gefällt ihr.

Von Rolf Barkhorn

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