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Bad Doberan Das Ziel: Störungsarme Arbeitszeit
Mecklenburg Bad Doberan

Das Ziel: Störungsarme Arbeitszeit 

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20:28 02.01.2020
Amt Neubukow-Salzhaff hat dienstags und donnerstags Sprechzeiten. Quelle: Thomas Hoppe
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Neubukow

Da auch über die beiden wöchentlichen Sprechtage hinaus häufig Anrufe eingegangen seien sowie Bürgerinnen und Bürger außerhalb der festgelegten Sprechzeiten ihre Anliegen persönlich im Amt Neubukow-Salzhaff vorgetragen hätten, fassten die Mitglieder des Amtsausschusses auf ihrer letzten Sitzung des Jahres 2019 einen Beschluss „zur störungsarmen Arbeitszeit“ – einstimmig.

Damit bleibt jetzt das Verwaltungsgebäude am Panzower Landweg 1 „außerhalb der Sprechzeiten verschlossen“ und „die telefonische Erreichbarkeit wird eingeschränkt“.

Teilweise sehr belastende Umstände

In der Vergangenheit sei eine störungsarme Bearbeitung von Anträgen und Personalsachfragen sowie die entsprechende Erarbeitung von Stellungnahmen, Beschlussvorlagen und Haushaltsplänen nicht möglich gewesen, hieß es unter anderem in der Beschlussbegründung. Diese Umstände seien von den Mitarbeitern „als teilweise sehr belastend“ dargestellt worden und in einem Fall könne nicht ausgeschlossen werden, dass „die Ursache der Erkrankung durch Stressfaktoren am Arbeitsplatz“ ausgelöst worden sei.

„Die Mitarbeiter verfügen derzeit über keine störungsarme Arbeitszeit, in der komplexe Sachverhalte erarbeitet und bearbeitet werden können“ , lautete das Fazit der Erläuterungen.

Um dies künftig zu gewährleisten, würde nun die Verwaltung außerhalb der Sprechzeiten für die persönliche Erreichbarkeit der Bürgerinnen und Bürger geschlossen und auch die telefonische Erreichbarkeit für die Bürgerinnen und Bürger außerhalb der Öffnungszeiten der Verwaltung eingeschränkt.

Eine durchgängige Erreichbarkeit für die Bürgermeister der amtsangehörigen Gemeinden Alt Bukow, Am Salzhaff, Bastorf, Biendorf, Carinerland und Rerik soll jedoch auch außerhalb der Sprechzeiten gewährleistet sein. Die Leitende Verwaltungsbeamtin Anke Nausch kündigte an, dass die Bürgermeister mit der Installation einer neuen Schließanlage auch Schlüssel dafür erhielten.

Die 1. Stellvertreterin des Amtsvorstehers, Biendorfs Bürgermeisterin Peggy Freyler, merkte dazu an: „Ich finde es sehr richtig, das so zu handhaben, dass hier etwas Ruhe ins Haus kommt, nicht permanent Publikumsverkehr herrscht und die Mitarbeiter ihre umfänglichen Aufgaben abarbeiten können.“ Extra-Termine werde es ja sicher weiter geben.

Amtsvorsteher Thomas Jenjahn ergänzte, dass es in Neubukow – „im Gegensatz zu anderen Verwaltungen“ – zwei lange Sprechtage gebe.

Dienstags und donnerstags ist von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr (dienstags bis 18 Uhr) geöffnet.

Alt Bukows Bürgermeister Manfred Wodars steuerte noch bei, dass er kürzlich beim Amt für Landwirtschaft und Umwelt gewesen sei: „Da ist zu, abgeschlossen, da ist es aussichtslos, wenn man keinen Termin hat außerhalb der Sprechzeiten. Und das ist auch okay irgendwo.“

Neue Kernarbeitszeit orientiert sich an Sprechzeiten

„Zu den Sprechzeiten muss dann aber auch wirklich jemand ansprechbar sein“, warf die Bastorfer Gemeindevertreterin Christel Rossow ein. Sie hatte im Rostocker Grundbuchamt erlebt, wie 30 Minuten vor Ende der Sprechzeit die betreffende Kollegin bereits gegangen war und deren Vertretung krankheitsbedingt fehlte. Doch nur diese beiden Mitarbeiterinnen kannten das nötige Passwort für die zu regelnde Angelegenheit.

Wie im Amt Neubukow-Salzhaff zudem erläutert wurde, werde hier von der Amtsleitung und dem Personalrat eine Änderung der Kernarbeitszeit favorisiert. „Diese soll sich künftig ausschließlich an den Sprechzeiten orientieren und somit eine flexiblere Einteilung der Arbeitszeit ermöglichen.“

Zuvor hatten die Mitglieder des Amtsausschusses auch die neue Verwaltungsgebührensatzung einstimmig angenommen. Die bisherige Verwaltungsgebührensatzung sei längst veraltet gewesen, viele Sachen auch technisch seit den 90er Jahren überholt, hatte Anke Nausch vorausgeschickt und erklärt, dass sie eindeutig mehr Einnahmen erwarte. Im neuen Amts-Haushaltsplan wurden die entsprechenden Erträge von bislang 1000 Euro auf 1500 Euro erhöht.

Von Thomas Hoppe

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