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Bad Doberan Das erste Mal im Ring: Kröpeliner boxt in Stralsund
Mecklenburg Bad Doberan Das erste Mal im Ring: Kröpeliner boxt in Stralsund
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17:00 22.02.2019
Steve Peglow (l.) trainiert gemeinsam mit Jane Eisbrich und Karsten Luther für seinen ersten Boxkampf. Quelle: Moritz Naumann
Kröpelin

Maler gegen Dachreiniger: Unter diesem Motto steigt Steve Peglow am Samstag zu seinen ersten Boxkampf bei der „Benefiz-Fight-Night“ in Stralsund in den Ring. Der 40-jährige trainiert seit drei Jahren im Tayoma-Fitnessstudio in Kröpelin. Inhaberin Jane Eisbrich und Streifenpolizist Karsten Luther haben den gebürtigen Kühlungsborner intensiv auf das Event vorbereitet und zeigten im Training keine Gnade. „Jetzt will ich auch den K.o. in der ersten Runde“, sagt Peglow.

Es quietscht in der Trainingshalle des Tayoma-Fitness-und-Yoga-Studios, denn die Schuhe von Steve Peglow stoppen und hüpfen immer wieder über den Sportboden. Dazu die dumpfen Geräusche von Schlägen: Peglow und sein Trainer Karsten Luther nutzen die ganze Halle für das Box-Training. Denn Kondition sei die wichtigste Grundlage, wenn Peglow am Samstag das erste Mal den Ring betritt.

Vom Jäger zum Gejagten

Eigentlich ist Peglow kein Boxer im herkömmlichen Sinne. Als er vor drei Jahren das Training bei Tayoma begann, nahm er an dem Kurs Fitnesskickboxen teil. „Damals war das noch als kontaktloser Sportkurs gedacht“, sagt Trainer Luther. Doch mit der Zeit wollte Peglow mehr: Aus Fitness- wurde Kontaktkickboxen und statt bloßem Training sucht er nun auch die Herausforderung eines richtigen Kampfes. Da für die „Fight-Night“ jedoch kein Gegner mit ähnlicher Erfahrung und Konstitution gefunden wurde, entschlossen sich Peglow und Luther, es mit Boxen zu versuchen. „Die beiden Sportarten sind sich ja sehr nahe, ich muss halt nur meine Beine still halten“, sagt Peglow und lacht.

Der 40-Jährige ist eigentlich gelernter Maurer, arbeitet heute aber als Maler. Und genau das ist auch der Aufhänger für die Amateurkämpfe bei der anstehenden „Benefiz-Fight-Night“. Sein Gegner: Thomas Bastian, von Beruf Dachreiniger. Peglow kennt seinen Gegner nicht persönlich, doch Trainer Luther ist dem Amateurboxer vor Kurzem durch Zufall begegnet. „Ich eröffne gerade in Bützow ein Fitnessstudio und hatte ein paar Dachreiniger am Haus. Plötzlich steht Stevens Gegner vor mir. Der erkannte mich auch gleich und meinte, dass wir uns dann ja bald sehen werden“, sagt Luther schmunzelnd. Bastian wolle Peglow im Ring jagen. „Mal gucken, ob der Jäger nicht zum Gejagten wird“, richtet Peglow eine Kampfansage an seinen Kontrahenten.

Hartes Training, leichter Kampf

Das Training findet in der Regel einmal in der Woche statt, in den letzten Monaten wurde das aber intensiviert: „Seit November trainiere ich drei bis vier Mal die Woche.“ Seinen Rücken stärkt ihm das Paar Eisbrich und Luther: „Jane hat sich um meine Fitness gekümmert und Karsten sorgt dafür, dass hinter den Schlägen Kraft steckt“, sagt Peglow, der zwar schon nervös ist, sich aber gut vorbereitet fühlt. Das mag vor allem an den Methoden seines Trainers liegen. Denn der große Streifenpolizist, der sich gerade in Elternzeit befindet, sei ohne Gnade. „Man braucht hartes Training, dann wird es ein leichter Kampf“, formuliert Luther das Credo, dass ihm auch schon sein früherer Trainer mit auf den Weg gegeben hatte.

Der Kampf ist auf drei Runden á zwei Minuten ausgelegt. „Das klingt nicht nach viel, ist aber ungeheuer anstrengend“, sagt Luther. Um 18 Uhr beginnen die Kämpfe und Peglow sei etwa zwischen 21.30 Uhr und 22 Uhr dran. Begleitet wird er von seinem 14-jährigen Sohn, der ebenfalls schon mit dem Kickboxsport begonnen hat. Seine Frau und die beiden anderen Kinder bleiben zu Hause. „Meine Frau ist etwas aufgeregt und will das nicht sehen, aber sie unterstützt mich mental“, sagt Peglow. Ob es ein einmaliger Ausflug in den Ring bleibe? „Ich will erstmal Blut lecken und mal sehen – dann wird das vermutlich auch nicht der letzte sein.“

Die Benefiz-Fight-Night in Stralsund

Am 23. Februar 2019 öffnet die Vogelsanghalle Stralsund ihre Türen für die fünfte „Benefiz-Fight-Night. Neben den 10 Benefiz-Kämpfen – einer ist jener von Steve Peglow – stehen weitere sieben professionelle K1-Kämpfe auf dem Programmplan. Zu den Highlights zählen gleich drei Titelkämpfe um den „Fight-Nights-Championtitel“. Im Hauptkampf des Abends bekommt es der deutsche Doppelweltmeister Ramon „the punisher“ Kübler mit dem Doppelweltmeister Levan „the Wolf“ Guruli aus Griechenland zu tun. Ein Großteil der Einnahmen werden gemeinnützigen Vereinen wie dem Chamäleon e.V., dem diakonischen Werk und dem internationalen Bund gespendet.

Moritz Naumann

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