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Bad Doberan Das ist neu bei den Doberaner Renntagen
Mecklenburg Bad Doberan Das ist neu bei den Doberaner Renntagen
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14:22 25.07.2019
21 Rennen sind am 2. und 3. August 2019 auf der Rennbahn in Bad Doberan geplant. Quelle: Joachim Kloock
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Bad Doberan

Dieses Jahr wird einiges anders, kündigt Helmut Rohde, Präsident des Rennvereins Bad Doberan, an. „Wir versuchen, Dinge zu ändern, damit wir die Aufmerksamkeit im Galopprennsport bekommen, die wir brauchen“, sagt er. Doch nicht nur sportlich soll am 2. und 3. August auf die Rennbahn zwischen Bad Doberan und Heiligendamm geschaut werden. Auch Doberaner, Einheimische und Touristen sollen für Belebung sorgen. „Wir hoffen, dass die ganze Region dabei sein wird“, sagt Präsidiumsmitglied Bernd Grübler.

Dafür haben sich der Rennverein und die Event-Agentur von Olaf Straube einiges ausgedacht. So wird am Sonnabend um 9 Uhr zum gemeinsamen Frühstück auf die Rennbahn eingeladen. „Die ersten 500 Besucher bekommen ein Frühstückspaket umsonst“, sagt Rohde. Lidl sponsert die Pakete. Im Biergarten mit 1000 Plätzen könne gemütlich mit Bühne und Rennbahn im Blick gefrühstückt werden. Um 9.45 Uhr spielt das Jugendmusikkorps aus Rostock, 11 Uhr ist dann Rennstart.

Seit September 2018 führt Helmut Rohde den Verein. Vorgänger Volker Schleusner hatte sein Amt niedergelegt, nachdem der restliche Vorstand gegen seinen Willen entschieden hatte, die Rennen 2018 abzusagen. Als Grund wurde der schlechte Zustand des Geläufs genannt. „Wir haben uns jetzt nicht um die Vergangenheit gekümmert, sondern die Rennen neu aufgesetzt“, sagt Rohde.

Preisgeld soll Jockeys aus ganz Deutschland locken

Neuerung im sportlichen Bereich: „Wir haben das Preisgeld enorm angezogen“, sagt Helmut Rohde. 150 000 Euro Preisgeld seien an beiden Tagen ausgeschrieben. Mit 5000 bis 22 500 Euro sind die Rennen dotiert. „Dazu sind wir gezwungen, so dass wir auch die Szene aus Köln und Baden-Baden gewinnen können.“ Für Trainer und Jockey müsse sich der weite Weg an die Küste lohnen. Insgesamt gibt es 21 Rennen an zwei Tagen. Finanziert würden diese über Sponsoren, darunter Glashäger Brunnen und Idee Kaffee.

PMU-Rennen

Am Freitag gibt es drei und am Sonnabend sechs Rennen, die vom französischen Wettanbieter PMU weltweit übertragen werden. „Egal ob die Menschen in Amerika oder Japan wetten, Doberan taucht da auf. Das ist auch ein wichtiges Stück Werbung für die Region“, sagt Rennverein-Präsident Helmut-Rohde.

Glashäger Brunnen feiert in diesem Jahr seinen 111. Geburtstag. „Wir sind erster und längster Sponsor der Renntage“, sagt Fanny Scharein, Eventmanagerin bei Glashäger. „Wir haben eine enge Verbundenheit zur Region, so auch die Galopprennbahn, daher ist uns die Partnerschaft sehr wichtig.“ Glashäger helfe gerne dabei, die Region voranzubringen. Und so sponsert der Getränkehersteller nicht nur das erste Rennen, sondern auch die „Glashäger Ponyschule“.

Hier können Kinder nicht nur Ponys streicheln und auf ihnen Reiten, sondern auch einen Wissensparcours absolvieren. Am Ende bekommen die Kinder eine Urkunde, die ihnen bescheinigt, dass sie den Umgang mit dem Pony erlernt haben, erzählt Fanny Scharein.

111 Jahre Geburtstag feiert Glashäger in diesem Jahr und ist von Anfang an auch Sponsor der Doberaner Renntage. Bernd Grübler (v.l.), Helmut Rohde vom Rennverein-Präsidium und Olaf Straube von der Event-Agentur freuen sich auf die Renntage am 2. und 3. August. Quelle: Anja Levien

Für die Erwachsenen steht an den beiden Tagen das Wetten im Vordergrund. Mit einem Wetteinsatz von 50 Cent kann man dabei sein. „An den Wettkassen informieren ausreichend Helfer, wie das Wetten funktioniert“, sagt Rohde. Vor jedem Rennen werden im Führring die Pferde vorgestellt.

Nieten-Tombola an beiden Tagen

„Wer nicht gewinnt, sollte seinen Wettschein aufheben“, rät der Rennverein-Präsident. Wer diesen in eine Lostrommel wirft und bis zum Ende bleibt, hat die Chance, am Freitag einen Diamanten im Wert von 2500 Euro und am Sonnabend einen Hotelgutschein vom Grand Hotel Heiligendamm für zwei Übernachtungen zu gewinnen.

Das Programm der Renntage

Freitag: Rennstart um 12.10 Uhr, insgesamt 9 Rennen. „Glashäger Ponyschule“, Wettnieten-Verlosung

Sonnabend: Frühstück 9 Uhr, 9.45 Uhr Konzert des Jugendmusikkorps Rostock, Rennstart um 11 Uhr, insgesamt 12 Rennen. „Glashäger Ponyschule“, Wettnieten-Verlosung

Eintritt: Erwachsene 10 Euro, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Eintritt. Am Freitag zahlen Damen mit Hut 5 Euro. VIP-Karten kosten Freitag 65 Euro, Sonnabend 120 Euro.

Parken/ Bus und Bahn: Parkplätze gibt es direkt an der Rennbahn. Der Bus der Linie 121 hält hier ebenso wie die Mecklenburgische Bäderbahn Molli.

Blitzeinschlag in Sprinkleranlage

Neben dem Programm hat sich der Rennverein auch um die Infrastruktur gekümmert. Seit Jahresbeginn sei der Verein dabei, das Geläuf herzurichten. „Die Probleme auf der Bahn ergeben sich durch die Witterung der vergangenen Jahre“, sagt Rohde. „Das Geläuf war knochentrocken, da konnte man kein Pferd drauf lassen.“ Mit einer computergesteuerten Sprinkleranlage wurde das Geläuf bewässert.

Dann musste der Verein selbst Hand anlegen. Grund: „Wir hatten einen Blitzeinschlag“, sagt Rohde. Die Technik fiel aus, die Anlage musste per Hand bedient werden. „Wir hatten nachts Leute auf der Bahn, die die Sprenger dann verstellt haben.“ Mittlerweile sei das Geläuf weich, der Rasen im Innenfeld angewachsen, die Absperrung gestrichen.

Für die Zukunft müsse aber geschaut werden, ob zwei Brunnen für die Wassergewinnung gebaut werden. Die Genehmigung dafür sei da, es hänge an der Finanzierung.

Bei 300 000 Euro liege der Gesamtetat für die Renntage, sagt Helmut Rohde. Allein zwischen 40 000 und 60 000 Euro koste die Infrastruktur und die Unterhaltung der Rennbahn. Mit den Planungen für eine feste Infrastruktur werde nach den Renntagen begonnen.

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Anja Levien

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