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Bad Doberan Deshalb sind Grundschuleltern jetzt verunsichert
Mecklenburg Bad Doberan Deshalb sind Grundschuleltern jetzt verunsichert
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15:45 13.09.2019
Vier Klassenzimmer und ein Computerraum befinden sich in der Grundschule Rerik. Um die 20 Schüler werden hier pro Jahr unterrichtet.. Quelle: Cora Meyer
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Bastorf/Am Salzhaff

Die Gemeinden im Landkreis Rostock sorgen sich um die Zukunft ihrer Grundschüler. Zwei Kommunen beklagen, dass Kinder aus einzelnen Ortsteilen auf verschiedene Schulen gehen sollen. Grund für die Befürchtungen ist die neue Satzung über die Schuleinzugsbereiche, die zum kommenden Schuljahr überarbeitet wird.

In der Gemeinde Am Salzhaff sollen nach Angaben von Bürgermeister Kai-Uwe Schlotmann Kinder aus den Ortsteilen Pepelow und Klein Strömkendorf in die Grundschule nach Neubukow und die Kinder aus Teßmannsdorf und Rakow nach Rerik. Dorthin sollen auch die Grundschüler aus Bastorf und dem Ortsteil Kägsdorf gehen. Bislang wurden sie mit den Kindern aus den Ortsteilen Hohen Niendorf und Mechelsdorf in Kühlungsborn unterrichtet.

Die Kinder würden durch die Veränderungen des Schuleinzugsbereiches auseinandergerissen, sagt Kai-Uwe Schlotmann. Außerdem kämen weitere Fahrwege auf die Kinder zu. Die Gemeindevertreter von Am Salzhaff beschlossen auf ihrer jüngsten Sitzung, dass die Grundschüler der Gemeinde einem gemeinsamen Schulstandort zugeordnet werden sollten. Favorisiert werde Rerik. Dorthin sollen die Kinder aus Bastorf und den Ortsteilen nicht gehen. Zumindest wenn es nach dem Willen der Gemeindevertreter geht. Das Gremium sprach sich dafür aus, dass auch die Grundschüler aller Ortsteile in Kühlungsborn unterrichtet würden.

Landkreis und Kommunen beraten

Der Landkreis gibt Entwarnung – zumindest vorerst. Endgültig beschlossen sei nach Angaben des Sprechers noch nichts. „Die Satzung ist in der Überarbeitung“, sagt Anja Kerl, Dezernentin für Finanzen und Soziales. Geplant sei, die neue Satzung im Sitzungslauf für den Dezember-Kreistag in den Ausschüssen zu beraten und darauffolgend im Kreistag zu beschließen. Die Ämter, Städte und Gemeinden haben dabei ein Mitspracherecht: „Die Überarbeitung der Satzung wird mit den Kommunen vor Ort beraten“, sagt Anja Kerl. „Das Schulverwaltungs- und Kulturamt geht aktiv auf sie zu.“ Das könne, so die Dezernentin, durch einen persönlichen Termin mit der Leiterin oder Mitarbeitern des Schulverwaltungs- und Kulturamtes oder im formalen Rahmen einer schriftlichen Beteiligung erfolgen. „Wir sind bemüht, möglichst oft vor Ort ins Gespräch zu kommen.“

„„Im Landkreis Rostock gilt die Maßgabe, dass kein Schulstandort geschlossen werden soll.“ Anja Kerl, Schuldezernentin Quelle: Lennart Plottke

Schulen sollen nicht geschlossen werden

Dem Ostseebad Rerik würde die überarbeitete Satzung zugutekommen. Dort bangt man derzeit um die Existenz der Grundschule. „Momentan werden jedes Jahr zwischen 21 und 23 Jungen und Mädchen in Rerik eingeschult“, sagt Bürgermeister Wolfgang Gulbis. 20 Schüler sind nötig, um eine Klasse aufrechtzuerhalten. Das ist im Schulgesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern festgelegt. Eine Ausnahme dafür gibt es im Landesschulgesetz nur, wenn die Schulwege zu einer anderen Schule für die Mädchen und Jungen unzumutbar weit sind. „Dann könnte eine Grundschule auch mit weniger Kindern bestehen bleiben“, sagt Michael Fengler, Sprecher des Landkreises. In diesem Jahr habe zur Mindestanzahl ein Schüler gefehlt, hieß es aus dem Elternrat der Reriker Grundschule. Kämen, wie nach Angaben der Bürgermeister von Bastorf und Am Salzhaff geplant, Schüler aus dem Amt Neubukow-Salzhaff hinzu, wäre dieses Risiko vermutlich gebannt.

„Im Landkreis Rostock gilt die Maßgabe, dass kein Schulstandort geschlossen werden soll“, sagt Anja Kerl. Die Kreisverwaltung handele dementsprechend ausgleichend über das gesamte Kreisgebiet. Einzelheiten wolle man dazu jedoch noch nicht in die Öffentlichkeit tragen. „Es sind noch einige Beratungen notwendig, diesen wollen wir nicht vorgreifen.“

Von Cora Meyer

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