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Bad Doberan Wechsel an der Spitze beim Deutschen Roten Kreuz Bad Doberan
Mecklenburg Bad Doberan

Deutsches Rotes Kreuz Bad Doberan: Wechsel an der Spitze

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08:00 26.11.2021
Karin Brümmer (r.) mit Kirstin Stüpmann 2015 bei der Ehrung der Blutspender in Kröpelin. 25 Jahre war Brümmer Präsidentin des Kreisverbandes Bad Doberan.
Karin Brümmer (r.) mit Kirstin Stüpmann 2015 bei der Ehrung der Blutspender in Kröpelin. 25 Jahre war Brümmer Präsidentin des Kreisverbandes Bad Doberan. Quelle: Anja Levien
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Bad Doberan

Ihre Herzen schlagen beide für das Deutsche Rote Kreuz: Karin Brümmer und Fred Wollnitzke engagieren sich seit Jahrzehnten für den Kreisverband Bad Doberan. Nach 25 Jahren als dessen Präsidentin hat Karin Brümmer das Amt jetzt an Fred Wollnitzke abgegeben. „Menschen zu helfen, ist das Wichtigste, was wir beim DRK machen“, sagt dieser.

„Ich habe so lange Stellung gehalten, bis ein Nachfolger da war“, sagt Karin Brümmer. Seit 1996 ist sie beim DRK in Bad Doberan. „Die haben damals einen Justiziar im Vorstand gebraucht“, erinnert sich die heute 88-Jährige an die Anfänge. Kurz darauf sei der Verband wegen Missmanagement pleitegegangen. „Weil ich neu und nicht belastet war, wurde ich gebeten, einen neuen Vorstand zu finden.“ Und weil sie niemand für den Vorsitz finden konnte, hat sie ihn selbst übernommen. „Als 2000 Fred Wollnitzke als Geschäftsführer kam, ging es vorwärts und die Arbeit hat Spaß gemacht.“

Wechsel an der DRK-Spitze: Fred Wollnitzke ist neuer Präsident des Kreisverbandes Bad Doberan und hat das Amt von Karin Brümmer übernommen. Quelle: DRK Kreisverband Bad Doberan

In 25 Jahren viel geschaffen

Am Anfang habe der DRK-Kreisverband eine Sozialstation betrieben, erinnert sich Karin Brümmer. Mittlerweile ist er Träger mehrerer Kindertagesstätten, Tagespflegen und betreutem Wohnen und Wohngruppen in der Region, hat einen Rettungsdienst und eine Wasserwacht, fördert mit dem Jugendrotkreuz die Lebensretter von morgen.

„Das haben wir alles in 25 Jahren geschafft. Das hat Arbeit gemacht, aber auch sehr viel Freude“, sagt sie rückblickend. „Das Rote Kreuz ist wie eine Familie für mich.“ Deshalb kann die Kühlungsbornerin auch noch nicht komplett loslassen. Als Ehrenpräsidentin werde sie weiterhin an Sitzungen des Vorstandes teilnehmen können. Die Verantwortung habe sie jetzt gerne abgegeben.

Weiterhin aktiv bleibe sie im Seniorenbeirat Kühlungsborn und im Kreis. „Ich brauche auch Aufgaben“, sagt sie. „Ich war immer dankbar, dass ich was machen konnte.“

Seit Kindheit mit dem DRK verbunden

Auch für Fred Wollnitzke sei das DRK wie eine zweite Familie. „Ich bin mit dem DRK aufgewachsen“, sagt der 67-Jährige. Sein Vater sei Krankenfahrer gewesen und er als Kind viel mit ihm mitgefahren. „Damals ging das noch.“

Es war also keine Frage für ihn, dass er sich zur Wahl des DRK-Präsidenten stellte. Für ihn sei jetzt das Ehrenamt das wichtigste. Mehr als 200 Engagierte zählt der Kreisverband. „Die möchte ich ausbilden, unterstützen und mit Material ausrüsten.“ Vor allem komme es jetzt darauf an, in die Gemeinschaft zu investieren. Die Corona-Pandemie habe den Zusammenhalt schwieriger gemacht. „Das ist meine größte Aufgabe, dass wir die Ehrenamtler zusammenhalten.“

Von Anja Levien