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Bad Doberan Doberan: Jubiläum für das Münster
Mecklenburg Bad Doberan Doberan: Jubiläum für das Münster
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16:00 31.05.2018
1368 fand die Schlussweihe des Münsters statt, da war der Bau des Gotteshauses schon viele Jahre beendet.
1368 fand die Schlussweihe des Münsters statt, da war der Bau des Gotteshauses schon viele Jahre beendet. Quelle: Anja Levien
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Bad Doberan

Dem Münster Bad Doberan steht ein ganz besonderes Jubiläum bevor, das mit einer Jubiläumswoche mit Vorträgen und Führungen begannen werden soll: Am 4. Juni vor 650 Jahren erhielt das Gotteshaus seine Schlussweihe. Interessant: Untersuchungen des Bauwerkes haben ergeben, dass das Münster an dem Tag nicht erst fertig gebaut worden war, sondern schon viele Jahre stand und genutzt wurde. Warum Weiheakt und Fertigstellung des Münsters viele Jahrzehnte auseinanderliegen, dafür gibt es laut Münster-Kustos Martin Heider mehrere Indizien.

„Anfang des 14. Jahrhunderts gab es einen Mönchskrieg, der bis Mitte des 14. Jahrhunderts dauerte. Das war ein innerklösterlicher Konflikt zwischen den Mönchen mecklenburgischer Herkunft und denen aus dem Mutterkloster Amelungsborn. Es ging dabei um die Ämter im Kloster.“ Zudem habe zu bestimmten Zeiten kein Bischof zur Verfügung getanden. Und: „1349/50 war die Pest, wo wir nicht wissen, inwieweit sie sich auswirkte.“

Auf die Geschichte des Münsters wird während der Jubiläumswoche vom 4. bis 10. Juni in Vorträgen und Führungen eingegangen. Am Montag, 4. Juni, hält Landessuperintendent im Ruhestand Carl-Christian Schmidt einen Vortrag zur Schlussweihe. Am Mittwoch, 6. Juni, geht Martin Heider auf das Schicksal des Klostergebäude-Bestandes von 1368 nach der Klosterauflösung im Jahr 1552 ein. Am Freitag, 8. Juni, wird erstmals das Buch „Die Ausstattung des Doberaner Münsters – Kunst im Kontext“, das von Gerhard Weilandt und Kaja von Cossart herausgegeben wird, vorgestellt. Justizministerin Katy Hoffmeister, die für Kirchenangelegenheiten zuständig ist, wird ein Grußwort halten. Am Abend findet dann ein festliches Jubiläumskonzert statt. Zu hören ist die Uraufführung einer Orgelmesse, die Giso Weitendorf zur Zisterziensermesse „Jesu redemptor“ schrieb. Am Sonnabend und Sonntag findet der Klostermarkt am und im Wirtschaftsgebäude statt, auf dem sich 40 Handwerker präsentieren. Unter Mitwirkung von Gästen aus Amelungsborn und Pelpin findet am 10. Juni der ökumenische Gottesdienst statt.

Levien Anja

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