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Bad Doberan Doberaner Ärztin engagiert sich für Klimaschutz und Artenvielfalt
Mecklenburg Bad Doberan Doberaner Ärztin engagiert sich für Klimaschutz und Artenvielfalt
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10:37 07.06.2019
Jutta Hoch engagiert sich für Umwelt und Naturschutz und möchte in Bad Doberan eine Grünen-Ortsgruppe gründen. Quelle: privat
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Bad Doberan

Wenn Dr. Jutta Hoch über Natur- und Umweltthemen spricht, kann es schon mal emotional werden: „Unsere Erde verblutet“, sagt die 66-Jährige und schluckt. „Es gibt bereits irreversible Schäden – und die Politiker reden und reden.“ Um das Dilemma auch bildhaft deutlich zu machen, zieht die langjährige Doberaner Internistin einen Vergleich aus ihrer Praxis heran: „Wenn hier ein Patient hereinkommt und stark blutet, kann ich mich doch auch nicht nur ans Telefon hängen und stundenlang mit Krankenkassen oder sonstigen Behörden diskutieren – da ist sofortige Hilfe gefragt.“

Mit Blick auf den Klimaschutz und die Artenvielfalt müsse man sich jetzt engagieren und Dinge auf den Weg bringen, ist Hoch überzeugt: „Es ist an der Zeit, sich zu positionieren und sich zu seinen Idealen zu bekennen – der Wunsch, aktiv etwas für die Natur zu machen, ist schon lange in mir.“ Um ihrer Stimme mehr Gewicht zu verleihen, möchte Hoch in Bad Doberan eine Grünen-Ortsgruppe gründen: „Die gibt es bislang in unserer Stadt noch nicht – aber sicher viele Menschen, die ähnlich denken und sich für grüne Belange einsetzen wollen.“

Während dieses Vorhaben im kommenden Herbst richtig starten soll, hat Jutta Hoch ein ganz persönliches Projekt bereits erfolgreich in die Tat umgesetzt: „Ich habe mich für den neuen Kreistag beworben – und die Doberaner haben mich prompt gewählt“, sagt die engagierte Frau. „Ich hoffe sehr, in diesem Gremium mit grünen Ideen etwas bewegen zu können.“

Seit 30 Jahren Vegetarierin aus Überzeugung

Dass es sich dabei nicht nur um Lippenbekenntnisse handelt, beweist die vierfache Mutter und achtfache Oma schon in ihrem ganz persönlichen Umfeld: „Ich esse etwa seit 30 Jahren kein Fleisch mehr – und das nicht, weil ich dünner werden wollte, sondern aus fester Überzeugung.“ Ein weiteres Erweckungserlebnis sei eine Wanderung auf dem Jakobsweg im Jahr 2013 gewesen, so Hoch: „Da habe ich 900 Kilometer allein bewältigt – und mir danach gesagt, dass ich es mir auf meinem eigenen kleinen Fleckchen Erde so schön wie möglich machen sollte.“

So ist auf ihrem Grundstück am Kollbruchweg nach und nach eine große, blühende Anlage entstanden – mit Blumen-, Nutz- und japanischem Garten, Rhododendronbüschen, Fischteich und Buchsbaum. „Ich habe vor einigen Jahren die Zen-Meditation kennengelernt und mich auch davon inspirieren lassen“, erklärt Hoch.

Darüber hinaus habe sie von der Stadt eine 3700 Quadratmeter große Grünfläche gepachtet, um hier im Herbst eine große Wildblumenwiese entstehen zu lassen, sagt die pensionierte Medizinerin: „Gleich nebenan gibt es seit einiger Zeit einen kleinen Gnadenhof, auf dem ein paar Lämmer würdevoll aufwachsen können – da engagiert sich vor allem meine Tochter Antje Schulz sehr.“

All diese Aktivitäten und viele weitere Ideen gelte es jetzt, in einer Grünen-Ortsgruppe zu bündeln, macht Jutta Hoch deutlich: „Die Menschen und gerade auch junge Familien lassen sich für diese drängenden Themen begeistern – das habe ich in vielen Gesprächen gespürt.“

Infos für Interessenten: dbr.gruen@icloud.com

Lennart Plottke

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