Doberaner Handballer scheitern an sich selbst
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Bad Doberan Doberaner Handballer scheitern an sich selbst
Mecklenburg Bad Doberan Doberaner Handballer scheitern an sich selbst
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11:12 11.11.2018
Jan Eric Traub (r.) konnte mit dem Doberaner SV auswärts erneut nicht punkten. Das Team bleibt auf einem Abstiegsplatz. Quelle: Foto: Anja Ott
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Berlin

Die Auswärtsmisere des Doberaner SV in der Oberliga Ostsee-Spree hält weiter an. Im gesamten Jahr 2018 ist den Handballern aus der Münsterstadt bislang noch kein Erfolg in der Fremde gelungen. Dieser Negativbilanz wurde am Sonnabend mit der 26:28 (12:13)-Niederlage beim BFC Preussen Berlin ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Damit verpasste die DSV-Sieben in der Tabelle auch den anhand der Resultate der unmittelbaren Konkurrenz möglichen Sprung auf Rang zehn. Stattdessen verbleibt man mit der mageren Ausbeute von sechs Punkten aus den bisherigen elf Partien auf einem Abstiegsplatz.

„Das Spiel war eigentlich die ganze Zeit lang eng“, stellte Youngster Jan Eric Traub fest und legte den mitentscheidenden Grund für die Doberaner Niederlage gleich nach: „Die Preussen haben die wichtigen Dinger reingemacht und wir eben nicht.“ Traub selbst zeigte eine gute Partie und zeichnete sich mit dem wachsfreien Spielgerät im Süden Berlins gleich für die ersten drei Treffer der Gäste verantwortlich. Er sorgte damit auch für den ersten Doberaner Vorsprung – 3:2 (4.).

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Danach entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe mit mehreren Führungswechseln. Die Hausherren lagen zur Pause knapp vorne, hatten zu diesem Zeitpunkt aber schon zwei Akteure mit einer Roten Karte verloren. Frederic Nitzsche traf Keeper Sebastian Prothmann bei seinem zweiten Siebenmeterversuch im Gesicht (21.), Thiemo Lautz folgte ihm in den letzten Sekunden der ersten Hälfte nach einem überharten Einsteigen. Die daraus resultierende Chance zum Ausgleich von der Strafwurfmarke ließ Doberans Sebastian Voigt, der kurzfristig doch einsatzfähig war, jedoch ungenutzt.

Weil die BFC-Sünder nicht unbedingt zur Kategorie der Leistungsträger gehörten, fiel ihr Fehlen bei den Berlinern nicht sonderlich ins Gewicht. Ganz anders verhielt es sich auf der Gegenseite beim vorzeitigen Abschied von Matthias Jahn, der seiner Mannschaft mit zwei aufeinanderfolgenden Zeitstrafen einen Bärendienst erwies. Summiert waren es für den 32-jährigen Kreisläufer deren drei und folgerichtig sah auch er von den Unparteiischen Rot (37.). „Damit haben wir uns in der Abwehr selbst geschwächt“, ärgerte sich Kapitän Sebastian Prothmann und fügte nicht nur aufgrund dieser Szene an: „In den entscheidenden Situationen sind wir einfach zu dumm.“

Die Mecklenburg kämpften zwar weiter, kamen aber in der zweiten Hälfte – auch aufgrund vieler einfacher Ballverluste – nicht mehr in den Genuss einer Führung. Und so war es ausgerechnet der ehemalige Doberaner Tom Kröplin, der die Preussen nach dem letztmaligen Ausgleich der Gäste (18:18/44.) mit seinem einzigen Treffer auf die Siegerstraße brachte. Über die Stationen 20:18, 23:20 und 26:25 (58.) blieben die beiden Zähler letztlich in Berlin.

Die Lage der DSV-Handballer bleibt damit prekär, aber keineswegs aussichtslos. Allerdings stehen sie am kommenden Sonnabend (19 Uhr, Stadthalle) im Landesderby gegen den ebenfalls im Kampf um Klassenerhalt verwickelten SV Fortuna Neubrandenburg (11. Platz/7:13 Punkte) abermals unter erhöhtem Erfolgsdruck. BFC Preussen: Groenendijk, HeeschPahlen 6, Bachmann 9, Blankenstein, Dittmann 1, Erdmann 1, Kröplin 1, Rogmann 1, Lautz, Bannicke 1, Klein 2, Nitzsche 1, Hanisch 5. Doberaner SV: Prothmann, F. VoigtS. Voigt 4/2, Rasch, Traub 5, Jahn, Stöwsand 1, Fandrich, Glaser 4, Paul 1, Schulz, Holst, Lehwald 6, Vizhbovskyy 5. Siebenmeter: BFC 3/2, DSV 3/2. Strafminuten: BFC 6 (inkl. Rote Karte für Nitzsche/21. und Lautz/30.), DSV 12 (inkl. Rote Karte für Jahn/36.)

Simone Seidel

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