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Bad Doberan Doberaner Kinoverein sucht Mitstreiter
Mecklenburg Bad Doberan Doberaner Kinoverein sucht Mitstreiter
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06:01 19.01.2019
Torsten Schellin, Vorsitzender des Kino- und Kulturvereins, kassiert den Eintritt fürs Mittwochskino von Sabine Görtler. Quelle: Anja Levien
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Bad Doberan

 Jeden Mittwoch ist Kinotag in Bad Doberan. Dann lädt der Kino- und Kulturverein der Münsterstadt ins Kamp-Theater ein. 17 und 20 Uhr beginnen die Vorstellungen in der Severinstraße. Doch der Verein belebt nicht nur mit den regelmäßigen Filmvorführungen die Stadt, er organisiert zudem Themenabende und Kabaretts. Das geht nicht ohne Ehrenamtler und die sucht der Verein jetzt.

„Wir brauchen neue, aktive Mitglieder, die sich einbringen wollen“, sagt Torsten Schellin, Vorsitzender des Kino- und Kulturvereins. 50 reguläre Mittwochskinos gebe es im Jahr mit jeweils zwei Vorführungen. „Die müssen mit Personal abgedeckt werden, die hinter Tresen stehen oder die Karten verkaufen“, erläutert Torsten Schellin. „Das machen wir am Mittwoch in zwei Schichten.“

29 Mitglieder zähle der Verein derzeit, etwa die Hälfte sei aktiv. „Auch die passiven Mitglieder sind wichtig“, sagt Torsten Schellin, würde sich aber über Neumitglieder freuen, die Ideen haben und bei der Umsetzung der Vereinsvorhaben mitgestalten. Für dieses Jahr haben sich die Mitglieder das Projekt „100 Jahre Kino in Bad Doberan“ vorgenommen, verrät Torsten Schellin. Die Geschichte des Kinos soll aufgearbeitet werden. „Ein Stummfilmstar hat hier mal gelebt.“

Von Theater bis Kabarett

Einmal im Jahr organisiert der Verein ein plattdeutsches Theater sowie ein Kabarett. Hinzukommen zwischen zehn und 15 Kinoveranstaltungen für die Schulen und Horte. „Die sind am Tag. Für die nehme ich mir beispielsweise einen halben Tag frei.“ Insgesamt komme der Verein auf 120 Veranstaltungen im Jahr. „Das ist bei 365 Tagen im Jahr eine ganze Menge.“

Das Kamp-Theater in Bad Doberan. Quelle: Anja Levien

Am 24. Februar wird es wieder einen Heimatfilmnachmittag geben. Bei diesem würden Filme gezeigt, die Bezug zur Region haben. „Der Doberaner Filmtag ist super angenommen worden. Wir haben einen Polizeiruf aus den 70er Jahren gezeigt, der hier gedreht wurde und Material von der 800-Jahrfeier“, erinnert sich der Vereinsvorsitzende. Ende Februar wird „Das große Fest“ gezeigt. Der Film wurde in Heiligendamm gedreht. „Dazu zeigen wir vielleicht den ein oder anderen Kurzfilm aus der Region.“

Kino und Kultur für alle

„Wir wollen Kino und Kultur für alle, von jung bis alt, anbieten“, sagt Schellin. „Dafür brauchen wir auch junge Akteure, die mitüberlegen, was wir für die junge Generation tun können.“ Der Verein würde davon leben, dass er Hinweise erhalte und dadurch Veranstaltungen für diese gestalte. „Es macht uns Spaß. Wir mögen gute Filme, sonst würden wir das nicht machen.“ Der Verein würde gerne mehr Veranstaltungen anbieten. „Wir würden gerne mehr machen, aber die Belastungsgrenze ist erreicht“, so Schellin, der seit Juni 2017 den Vorsitz innehat.

„Blowboys“ im Kamp-Theater

Shantys, maritimem Folk und norddeutsches Liedgut einmal anders, präsentieren die „Blowboys“ an diesem Sonnabend, 19. Januar, im Kamp-Theater. Die 14 Jungs treten ab 20 Uhr auf. Sie halten die Tradition der Shantychöre und der Seefahrtsmusik an den Küsten Norddeutschlands aufrecht, interpretieren die Lieder auf ihre ihnen eigene Weise und verzichten dabei weitestgehend auf eine einheitliche Chorkleidung mit Fischerhemden und Halstüchern. „Die Shantys sind frisch arrangiert und sind etwas für Jung und Alt“, sagt Torsten Schellin, Vorsitzender des Kino- und Kulturvereins. Der Eintritt kostet an der Abendkasse 18 Euro.

Die Filme bekommt der Verein über den Landesverband für Filmkommunikation. Dabei setzt er aufs Programmkino. Anspruchsvolle Kinder- und Familienfilme und Dokumentationen werden gezeigt. Für die Filmrechte muss der Verein zahlen, ebenso eine Miete für den Kinosaal im Kamp-Theater. Zwischen 25 und 100 Kinobesucher sehen sich mittwochs den Film im Kamp-Theater an. „Kaufmännisch gedacht, ist das Mittwochskino defizitär“, sagt Schellin. „Aber durch Fördermittel und Zusatzveranstaltungen bekommen wir das ausgeglichen.“

„Kino ist nicht Fernsehen“

Der Bad Doberaner organisiert gerne und schaut auch gerne Filme, begründet er sein Engagement. „Kino ist nicht Fernsehen. Das kann nicht nur Netflix oder Amazon ersetzt werde.“ Die Atmosphäre sei einmalig, wenn andere Kinobesucher mit einen über den Film lachen. „Filme können Sie überall sehen, Kino gibt es nur bei uns“, wirbt daher auch der Kino- und Kulturverein Bad Doberan auf seinen Flyer.

Kontakt Kino- und Kulturverein: info@kino-verein.de oder www.kino-verein.de

Anja Levien

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