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Bad Doberan Doberaner in zwei Altersstufen spitze
Mecklenburg Bad Doberan Doberaner in zwei Altersstufen spitze
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17:31 19.05.2019
Juliane Kossow (l.) und Leonie Klischke halfen Leonie Herz , die die Verletzte spielte. Maja Schult (Mi.) war Schiedsrichterin. Quelle: Sabine Hügelland
Rerik

War das ein Katastrophenfall entlang des Salzhaffs? An vielen Stellen lagen Verletzte in Decken eingehüllt oder mit Kopfverbänden. Es handelte sich um den DRK-Kreiswettbewerb Jugendrotkreuz in Rerik, der unter dem Motto stand: „Gemeinsam Mensch“.

Um die 250 Teilnehmer machten mit, darunter auch Mimen und Schiedsrichter.

Giftige Pflanzen wie der Goldregen und die Tollkirsche können bei Verzehr dramatische gesundheitliche Folgen haben. Was muss in so einem Fall ein Jugendrotkreuzler wissen?

Was ist bei einer Vergiftung zu tun?

Um solche und viele andere Fragen ging es an diesem Sonnabend. Leonie Klischke und Juliane Kossow aus der Doberaner Mannschaft legten eine Decke unter angewinkelte Beine und sprachen auch immer wieder Leonie Herz an, die den Part der Erkranken übernahm. Die beiden Ersthelferinnen wussten genau, was bei bei einer Vergiftung zu tun ist.

„Der Wettbewerb macht Spaß, weil auch das Ambiente hier so schön ist“, sagte Wiebke Gensich, die erklärte, welche giftigen Planzen es in Deutschland gibt.

17 Mannschaften – darunter auch sechs Kitas – in vier Altersklassen untergliedert, traten gegeneinander an. Als Gastmannschaft starteten die Wasserwacht Rostock und der Schulsanitätsdienst aus Laage.

Die jungen Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Bad Doberan e.V. maßen sich in einem Wettbewerb an zwölf Stationen – die kleinen an sechs – auf verschiedenen Themengebieten wie Erste Hilfe, Rotkreuzgeschichte, Spiel und Spaß.

Lob für die Kreisleiterin vom Jugendrotkreuz

„Ein großes Lob geht an Maria Schult, der Kreisleiterin des Jugendrotkreuz, denn sie macht das im Ehrenamt“, sagte die Präsidentin des DRK Kreisverbandes Bad Doberan Karin Brümmer. „Die Hauptverantwortung dieses Wettbewerbs liegt auf den Schultern der Ehrenamtler, die Hauptamtler unterstützen nur.“

Obwohl alle Kinder doch recht gefordert wurden, geistig wie auch körperlich, blieben sie mit Leidenschaft bei ihren Aufgaben. „Der Sieger fährt zu den Landesmeisterschaften“, sagte Karin Brümmer. „Die Anforderungen an den Stationen sind natürlich den Altersklassen angepasst“, so die Präsidentin. „Wichtig ist, die Gruppe muss zusammenarbeiten und, dass jeder überhaupt erkennt, was zu machen ist. Es ist spannend zu sehen wie sie an ihre Aufgaben herangehen. “

Cornelia Klischke: „Die Kinder wollen sich doch auch messen, deshalb verteilen wir Punkte.“ Quelle: Sabine Hügelland

Karin Brümmer, Frank Schulz, stellvertretender Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes und Cornelia Klischke vom DRK, liefen die Stationen ab. Sie sahen unter anderem, wie die Jugendrotkreuzler aus Rostock gerade einen vom Klettergerüst gefallenen Verletzten versorgten. „Die Wettbewerbs-Teilnehmer sind die Helfer von morgen“, sagte Cornelia Klischke. „Die Kinder und Jugendlichen lernen durch die Wettkämpfe auch ihre Angst zu überwinden und werden motiviert sich weiterzuentwickeln“, so Frank Schulz.

Frank Schulz: „Die Wettkampfteilnehmer lernen auch ihre Angst zu überwinden.“ Quelle: Sabine Hügelland

„Die Kinder wollen sich doch messen, deshalb verteilen wir Punkte, auch, wenn das manchmal von einigen Eltern als nicht so gut empfunden wird“, sagte Cornelia Klischke.

Die drei schauten auch Carl Kasch zu, der gerade seiner Mannschaft nur durch Mimik beibrachte worum es geht. Zuvor hatte er einen Zettel aus einer Tüte gezogen, den ihm Gunnar Wegener aus der Kita in Kritzmow reichte. „Ist schon ein bisschen schwer“, sagte Carl, doch Spaß, das war zu sehen, hatten alle Beteiligten. Der Betreuungszug sorgte mit Nudeln und Tomatensoße sowie Erbseneintopf aus der Feldküche zum Mittag dafür, dass alle Teilnehmer wieder ihre Kraft auftanken konnten.

Am 18. Mai traten am Salzhaff in Rerik insgesamt 17 Teams gegeneinander an.

Maria Schult war nach dem Wettkampf zufrieden mit dem Ablauf: „Es machte Spaß und alles lief gut. Seit Mitte Januar befanden wir uns in der heißen Phase der Vorbereitung“, so die 28-Jährige. Bald beginnen die Planungen für 2020.

Maria Schult: „Seit Mitte Januar haben wir den Wettbewerb vorbereitet.“ Quelle: Sabine Hügelland

In der Altersstufe eins (10-12) gewann die JRK Mannschaft „Die Doberaner“. Die Wasserwacht Doberan holte in der Altersklasse bis 16 Jahre den Sieg und bei den über 16-Jährige waren die Rövershäger die Sieger. Bei den Kleinen holte der Hort „Schlumpfenland“ aus Sanitz den ersten Platz.

Sabine Hügelland

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