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Bad Doberan Ehepaar engagiert sich in der Gemeinde
Mecklenburg Bad Doberan Ehepaar engagiert sich in der Gemeinde
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14:00 24.11.2018
Das Ehepaar Monika und Peter Strichow aus Krempin. Quelle: Werner Geske
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Krempin

Peter (76) und Monika (66) Strichow wollten es genau wissen und fuhren deshalb ins Kirchenarchiv nach Schwerin. Dort erhielten sie das, was sie bislang eher geahnt hatten, amtlich bestätigt: Das Gehöft an der Dorfstraße ist nachweislich mindestens seit 1715 im Besitz ihrer Familie.

„Damals gehörte das Anwesen meinem Urahn Jochen Christof Strichow“, sagt der heutige Besitzer. Auch er hat ein sehr enges Verhältnis zu dem 1896 errichteten Backsteingebäude: „Ich wurde hier als Bauernsohn geboren. Bis heute verbinden sich viele schöne Erinnerungen mit diesem Haus, in dem meine Eltern noch bis in die 1990er Jahre lebten.“ In die Fußstapfen des Vaters wollte Peter Strichow aber nicht treten. Dagegen lockte ihn nach der Armeezeit Anfang der 1960er Jahre die Suche nach dem Schwarzen Gold. Doch Erdölkumpel war auf Dauer dann doch nicht sein Ding. Als der VEB Nahverkehr Rostock ihm ein Angebot machte, nahm er an und befuhr von nun an mit seinem Bus die Straßen der Hansestadt: „Und immer unfallfrei. Darauf bin ich stolz.“

In Rostock lernte er seine Monika, eine gelernte Verkäuferin, kennen. Beide heirateten 1973 in Neubukow. Groß gefeiert wurde auf dem Grundstück der Strichows in Krempin. „Viele Kollegen vom Nahverkehr und vom Konsum waren gekommen. Meine Schwiegereltern schlachteten extra ein Schwein“, erinnert sich Monika Strichow, die sich in Krempin gleich heimisch fühlte. „ Wir waren oft hier zu Besuch und wollten irgendwann auch ganz hierher ziehen“, erzählt das Ehepaar.

Engagement in der Gemeinde

Als es 1994 soweit war, dass die Schwiegereltern dauerhaft betreut werden mussten, wurde umgezogen. Probleme mit dem Einleben gab es nicht: „Wir kannten das Dorf und seine Bewohner ja gut.“ Während Peter Strichow noch bis 2001 seinen Bus lenkte und dann in den Ruhestand ging, kümmerte sich seine Frau um die älteren Bürger der Gemeinde. „Die Seniorenbetreuung hat mir viel Freude gemacht“, sagt Monika Strichow. Aufgrund ihres Engagements war sie lange Zeit Mitglied der Gemeindevertretung und gehört noch heute neben Manfred Meyer, Angela Stimmer und Thomas Woest zum Ortsbeirat.

Der ist sich darin einig, dass vor allem die Straßenbeleuchtung besser werden muss. Vor allem an der Bushaltestelle, von der aus die Kinder zur Schule fahren. Auch der Sportplatz muss dringend erneuert werden. „Das Dorfleben hat leider etwas nachgelassen. Zwar feiern wir das Sommerfest, ist allmonatlich Backtag am Gemeindebackofen, und hin und wieder tut sich auch auf dem Sportplatz etwas, doch ist es ansonsten schwer, die Leute mal für Dinge zu begeistern“, sagt Monika Strichow. Sie selbst ist eine, die gerne mit anderen Leuten zusammen ist. Vor allem im Chor Kamin/Moitin findet sie Gleichgesinnte, die Freude am gemeinsamen Gesang haben. „Außerdem habe ich ein Hobby“, lässt sie schmunzelnd wissen: „Seit sechs Jahren sammle ich Kugelschreiber.“ Diese Schreibgeräte füllen inzwischen viel Schubladen und Fächer. Für außergewöhnliche Exemplare hatte Ehemann Peter extra Regale gebaut und im Wohnzimmer angebracht. „Er hat viel Verständnis für meinen Spleen“, betont die Sammlerin lächelnd.

Werner Geske

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