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Bad Doberan Retschow hat zwei größere Projekte in der Planung
Mecklenburg Bad Doberan Retschow hat zwei größere Projekte in der Planung
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11:00 09.11.2018
Retschows Bürgermeister Berno Grzech bei der Arbeitsabsprache mit dem Angestellten des Amtsbauhofes Thomas Behning. Quelle: Wilma Welzel
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Retschow

„Mit unserem ehrenamtlichen Bürgermeister Berno Grzech arbeiten wir konstruktiv und vertrauensvoll zusammen“, erklärt Gemeindevertreter Dr. Herbert Bog anerkennend. „Seine Kenntnisse in Verwaltungs- und Baurecht sind für uns sehr wertvoll.“ Diese gute Zusammenarbeit ohne Befindlichkeiten im Gemeinderat hebt auch Berno Grzech (63) hervor. „Deshalb macht die Arbeit für die Gemeinde Spaß und ist erfolgreich“, so der Amtsträger, der Projekte für die Menschen im Dorf voranbringen und das dörfliche Zusammenleben fördern möchte.

„Wichtig dafür sind die Vereine im Dorf: der Förderverein zur Erhaltung der Dorfkirche, der Skatverein, der Spinnkreis, die Ballsportgemeinschaft Retschow und natürlich die freiwillige Feuerwehr mit der Jugendfeuerwehr, die zahlreiche Veranstaltungen unterstützt und durchführt.“ Und auf der Obstwiese zwischen Fohlengrund und Fulgengrund könne jeder Retschower in Absprache mit dem Bürgermeister einen Obstbaum pflanzen.

„Gemeinde hat recht gesunden Haushalt“

Seit 2014 ist Berno Grzech Bürgermeister der Gemeinde Retschow. Für seinen Vorgänger Dr. Klaus Schoppmeyer, der in der Gemeinde anerkannt und beliebt war, findet er nur lobende Worte: „Ja, hier habe ich ein bestens bestelltes Feld übernommen. Alle Fördermittel für die Gemeinde hat er ausgeschöpft, sodass das Dorf in den vergangenen Jahren modernisiert und verschönert werden konnte. Und wir haben einen recht gesunden Haushalt.“ Bedauerlicherweise habe jedoch die Schule 2006 schließen müssen. Ein schlimmer Verlust für das Dorfleben, meint Berno Grzech, da sich der Freizeitbereich der Kinder bis auf den Hort im Dorf vorwiegend in den Schulorten Satow oder Bad Doberan befinde.

Was ist nun in Retschow geplant? Da nennt der Bürgermeister zwei wichtige Vorhaben: „Für die Kita soll eine Teilsanierung mit angeschlossenem Neubau erfolgen, wofür die Planungen bereits laufen. Denn wir haben mehr Kinder in der Gemeinde. Auch die Bausubstanz des jetzigen Gebäudes ist einfach unzureichend.“ Die Bauphase werde wohl 2019 beginnen, das sei jedoch von den Sonderzuweisungen sowie den Fördermitteln abhängig, so Grzech.

Abriss der alten Schule

Als zweites Vorhaben nennt er den Neubau einer Einrichtung für altersgerechtes Wohnen im Ort, für die Älteren sicher eine gute Nachricht, auch wenn sich die Vorbereitungsphase schon länger hinzieht. „Dafür muss jedoch die alte Schule abgerissen werden, denn deren Bausubstanz ist so schlecht, da ist nichts zu retten“, bedauert der 63-Jährige. „Für dieses neue Projekt gibt es einen ortsansässigen Investor, was positiv ist.“

Das sanierte Gutshaus mit Sitz der Gemeindevertretung und Veranstaltungssaal in Retschow. Quelle: Wilma Welzel

Berno Grzech ist gern Bürgermeister von Retschow. Deshalb stellt er sich auch im Mai nächsten Jahres zur Wiederwahl. „Dieses Amt ist eine interessante Herausforderung, denn man kann gestalten. Mittlerweile habe ich viele Erfahrungen im Verwaltungsbereich, die ich hier einbringen kann. Und natürlich ist die konstruktive Arbeit mit der Gemeindevertretung ein weiterer Grund.“ Für alle Aufgaben hält er sich fit durch Wintersport und Segeln. Und sein weiteres Hobby: die Bienen.

Wilma Welzel

Herbert und Wiltraut Bog leben seit 22 Jahren in Retschow. Sie engagieren sich im Verein und der Gemeindevertretung.

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