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Bad Doberan Eine Personalentscheidung vertagt
Mecklenburg Bad Doberan Eine Personalentscheidung vertagt
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17:12 27.06.2019
V.l.: Daniel Scheel, Adrian Gruhn, Michael Harms, Lydia Fahed, Kathleen Bönsch, Ute Winter, Anja Boldt, Olaf Petereit, Matthias Klan, Christoph Frese, Ulrich Söhnholz, Ronny Wünsch, Michael Mundt, Mirko Jenß, Christian Schlieter. Quelle: Thomas Hoppe
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Neubukow

Mit den Worten des französischen Philosophen der Aufklärung, Voltaire (1694-1778), „Wir sind verantwortlich für das, was wir tun, aber auch für das, was wir nicht tun“, eröffnete Lydia Fahed von den Linken am Dienstag die konstituierende Sitzung der Neubukower Stadtvertretung. Die wiedergewählte Volksvertreterin unterstrich, dass sie dieser Spruch geprägt hätte: „Ich habe ihn an meine Kinder weitergegeben und auch meinen lieben Schülern. Er gilt nicht nur im Kleinen – also für unsere Stadt – sondern, bei der jetzigen Weltsituation, auch im Großen.“ Dabei reiche es nicht, sich nur am Küchentisch über viele Dinge zu beschweren, die nicht in Ordnung sind: „Wenn man etwas verändern will, muss man sich einbringen und mitgestalten.“ Deshalb finde sie es besonders schön, dass sich „viele junge Leute“ zur Wahl gestellt hätten und Neubukow lebenswerter für alle machen wollten, betonte die 70-Jährige und zog eine Bilanz der vergangenen fünfjährigen Wahlperiode.

„Wir haben einige Dinge auf den Weg gebracht: zum Beispiel die Planung und Erschließung des Wohngebiets ,Hengstenplatz’ sowie des neuen Wohngebiets an der Alten Spriehusener Landstraße, die Planung des Schulcampus, die Marktbebauung, die DRK-Wohnanlage auf dem Platz der alten regionalen Schule sowie die Neugestaltung des Stadtufers mit schönen Spielplätzen.“

Ausdrücklich dankte die langjährige Stadtvertreterin der Verwaltung, die „wirklich ganz kompetent alles vorbereitet und mit Rat und Tat zur Seite gestanden“ hätte – so dass vieles von den Volksvertretern nachvollzogen werden konnte. Lydia Fahed erklärte, dass das Jahr 2015 für sie von besonderer Bedeutung gewesen wäre. Damals seien viele Flüchtlinge nach Neubukow gekommen. Stellvertretend „für die vielen hilfsbereiten Bürger, die die Flüchtlinge herzlich aufgenommen, ihnen beim Deutschunterricht, beim Finden einer Wohnung oder bei deren Einrichtung geholfen haben“, richtete die Volksvertreterin „ein großes Dankeschön“ an die bisherige Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Doreen Prüter.

Mit den Sätzen „Ich wünsche uns allen ein glückliches Händchen bei den nächsten Vorhaben. Ich denke, wir schaffen das mit einem freundlichen, sachbezogenen und auch demokratischen Miteinander“ leitete das älteste Mitglied der neuen Stadtvertretung zu zahlreichen – letztlich allesamt einstimmigen – Personalentscheidungen dieses Abends über. Nur bei der Bestellung einer neuen Gleichstellungsbeauftragten wurde die Abstimmung verschoben.

Neuer Bürgervorsteher ist Matthias Klan, seine Stellvertreter Lydia Fahed und Michael Mundt. Als Stellvertreter des Bürgermeisters wurden die Bauamtsleiterin Anke Schmuck-Suchland und Kämmerer Frank Marienberg gewählt. Mitglieder im Hauptausschuss sind neben Klan, Fahed und Mundt auch Ulrich Söhnholz und Michael Harms. Im Finanzausschuss arbeiten Ulrich Söhnholz, Ronny Wünsch, Mathias Bardehle-Rohn, Adrian Gruhn, Alexander Winter, Karin Zekert und Daniel Scheel mit. Zum Bauausschuss gehören Olaf Petereit, Christoph Frese, Marko Leprich, Mathias Bardehle-Rohn, Ralf Maaß, Adrian Gruhn, Christian Schlieter, Mirko Jenß und Michael Harms, zum Sozialausschuss Kathleen Bönsch, Ronny Wünsch, Maik Kretschmann, Ute Winter, Hannelore Swierczynski, Michael Mundt, Susanne Gericke, Anja Boldt und Bianca Neumann.

„Ich weiß, was das für eine Hilfe ist oder sein kann.“ Bianca Neumann zur Bedeutung einer Gleichstellungsbeauftragten. Quelle: Thomas Hoppe

Letztere wurde vom Bürgerbund als Gleichstellungsbeauftragte vorgeschlagen. Doch auf Antrag der CDU stimmten elf Volksvertreter – bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung – für eine Verschiebung der Bestellung: „Das ist doch eine sehr spezielle Aufgabe und wir würden da gern in den Fraktionen noch einmal drüber beraten“, hatte Ulrich Söhnholz vorausgeschickt. „Ich verstehe diese Aktion nicht! Von den anderen Fraktionen wollte niemand eine Gleichstellungsbeauftragte stellen“, sagte dazu Michael Harms vom Bürgerbund verärgert.

Dem widersprach der neue Bürgervorsteher Matthias Klan in einer Mail an die OZ: „Sie zitieren Herrn Harms mit den Worten ,Von den anderen Fraktionen wollte niemand eine Gleichstellungsbeauftragte stellen’. Das ist einfach gesagt falsch. Die anderen Fraktionen hatten bis zur Einberufung des Sitzungstermins noch keine endgültige Kandidatin für diese sehr wichtige Funktion gefunden. Gespräche haben stattgefunden und es sind auch Kandidatinnen in einer engeren Auswahl. Allen Fraktionen liegt es sehr nahe, gemeinsam die richtige Person zu finden.“

Vor 26 Jahren sei sie selber in einem Frauenhaus gewesen und wisse die Arbeit einer Gleichstellungsbeauftragten zu schätzen, begründete Bianca Neumann (46) gegenüber der OZ ihre Bereitschaft für diese Arbeit. Die gebürtige Neubukowerin ist eine verheiratete Mutter von zwei Kindern und Inhaberin eines Fashion-Store in Rerik.

Thomas Hoppe

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