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Bad Doberan Einlochen bei den Wikingern: Das ist Kühlungsborns neuer Minigolfplatz
Mecklenburg Bad Doberan Einlochen bei den Wikingern: Das ist Kühlungsborns neuer Minigolfplatz
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15:03 02.08.2019
Vivien (v. l.), Tatjana, Björn und Bastian Eller spielen im Urlaub gerne Minigolf. In Kühlungsborn sind sie zum ersten Mal. Quelle: Cora Meyer
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Kühlungsborn

„So etwas wie das hier haben wir noch nie gesehen“, sagt Björn Eller. Der Urlauber aus Runkel in der Nähe von Frankfurt testet mit seiner Familie den neuen Abenteuer-Minigolfplatz in Kühlungsborn. Diesen Eindruck bestätigt Ralf Blohm, Betreiber der Anlage. „Es gibt in Deutschland etwa drei Leute, die solche Anlagen bauen.“ Denn das sei sehr aufwendig. Insgesamt 18 Bahnen gibt es. Beim Abenteuer-Minigolf sind die Hindernisse fantasievoller gestaltet als auf einem normalen Minigolfplatz. Sie stehen unter dem Motto „Wikinger“. Sie sind größtenteils aus Eichenholz und alle Einzelstücke. Die Stadt, der die Anlage gehört, hatte ein Planungsbüro beauftragt, das auch Spielplätze gestaltet. Insgesamt zwei Jahre hat der Bau der Hindernisse gedauert. Im Februar diesen Jahres begann der Aufbau. Ralf Blohm ist mit dem Ergebnis zufrieden. „Die Anlage sieht sehr wertig aus“, sagt er. „Und das Themenbezogene kommt gut an.“ Neben Urlaubern kämen auch Einheimische. „Die ersten Rückmeldungen sind positiv“.

Erfahrungen auf Rügen gesammelt

Der Lübecker kennt sich aus. Er betreibt eine weitere Minigolfanlage in Göhren auf Rügen. Die sei schon seit vier bis fünf Jahren in Betrieb. Die Themen sind hier „Piraten“ und „Rügen“. „Zum ersten Mal habe ich eine solche Anlage in Scharbeutz in Schleswig-Holstein gesehen“, sagt Ralf Blohm. „Und ich dachte, ,sieh da, sowas möchtest du auch haben.‘ Wie ein kleiner Junge.“ Und ein paar Jahre später habe er dann tatsächlich eine gebaut.

Der Minigolfplatz in Kühlungsborn soll im August fertig sein. Elf Hindernisse sind bereits bespielbar, 18 sollen es werden. Anders als bei Golfplätzen üblich soll es dann hier aber zwei Runden zu jeweils neun Löchern geben. „18 Löcher können – gerade mit Kindern – ganz schön lang werden“, sagt Ralf Blohm. Die Minigolfanlage solle aber etwas für alle Altersgruppen sein, etwas, das Eltern mit ihren Kindern gemeinsam machen können.

Das tun auch Björn und Tatjana Eller mit ihren Kindern Vivien und Bastian. Sie haben Erfahrung, denn die Familie spielt in jedem Urlaub Minigolf. „Die Hindernisse in Kühlungsborn sind anspruchsvoll“, sagt Björn Eller. Die Herausforderung auf dem Platz neben der Mehrzweckhalle sei, dass man vom Abschlag aus manchmal das Loch nicht sehen kann. „Aber es macht Spaß“, sagt der Vater. Die Anlage gefalle ihnen gut. Neben jedem Hindernis wird auf Tafeln erklärt, was es darstellen soll.

Stadt lobt Mehrwert für Tourismus

Etwa 1000 Quadratmeter ist der Abenteuergolfplatz groß, etwa drei Millionen Euro hat die Stadt investiert – unterstützt durch Fördermittel. Der Platz sei wichtig für das Ostseebad, sagt Kühlungsborns Bürgermeister Rüdiger Kozian. „Er bietet einen touristischen Mehrwert, der uns bisher fehlte.“ Urlauber hätten sich bei schlechtem Wetter immer ins Auto geschwungen und seien woanders hingefahren. „Und das wollten wir vermeiden.“

Ein Anziehungspunkt in dem Ort ist auch die neue Eishalle, die ebenfalls Ralf Blohm betreibt. Sie ersetzt seit dem vergangenen Jahr die bisherige Bahn im Konzertgarten West. „Viele sind extra zum Eislaufen dorthin gekommen“, sagt Rüdiger Kozian – und tun das auch weiterhin. „Die Halle war im vergangenen Winter sehr gut besucht“, sagt er. Es seien sogar Eishockeymannschaften aus Rostock, Wismar und Schwerin zum Training hergekommen. „Es wäre doch toll, wenn wir in Kühlungsborn auch eine hätten“, sagt er. Zunächst einmal soll die Eishalle aber in diesem Jahr wieder am 1. Dezember aufmachen. „Die Eishalle ist bekannter als die Mehrzweckhalle selbst“, sagt Ralf Blohm. In dem 800 Quadratmeter großen Gebäude ist derzeit ein Indoor-Spielplatz aufgebaut.

Die Abenteuergolf-Anlage hat Betreiber Rolf Blohm auch schon selbst ausprobiert. „Um regelmäßig zu spielen, fehlt mir aber die Zeit.“

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Cora Meyer

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